Namensschild im 2-Farbendruck

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Namensschild im 2-Farbendruck

Beitrag #1 von rf1k_mjh11 » Mi 18. Nov 2015, 16:29

Habe eben ein 'Namensschild' im zweifarbendruck schön hinbekommen.


Dabei wurde in Schwarz begonnen und mit Silber abgeschlossen. Gold wäre wahrscheinlich auch toll gewesen, leider ist mein Schwarz 3mm, das Gold aber 1.75. Ein Filamenttausch mitten im Druck kriege ich noch hin - aber einen Extrudertausch?

Eigentlich wollte ich statt Silber das Brassfill von colorFabb verwenden. Das schimmert echt schön metallisch wenn es poliert wird. Leider bekam ich es nicht hin. Die notwendige Temp. für das Brassfill-Material war um mehr als 35° niedriger als für das schwarze Material - da bekam ich kaum Haftung zwischen den unterschiedlichen Materialien. So wie ich mit der Temp. hochging, bekam ich eine verstopfte Düse durch eine Entmischung des Materials. Bei der niedrigen Temperatur von 'nur' 180° gab es dafür kaum Haftung zum darunterligenden Layer des schwarzen PLAs. Dafür haftete das Material (Brassfill) sehr gut auf dem beheizten Bett (vor 4-6 Monaten zuletzt mit 'ABS-juice' behandelt).

Material: 3mm PLA in Schwarz und Silber
Düse 0.3mm
Layerhöhe 0.12mm
Druckdauer ca. 4 1/2 Stunden
Tafelgröße ca. 95 x 175

Die Schrift war das schwierigste. CAD-Programme sind nicht sehr Schriftenfreundlich. Da geht auch eine mächtige Maschine schnell in die Knie (und meine Mühle erst recht). Die Schrift selbst ist nicht unbedingt das Problem - aber die 'erhabene' Schrift (mit simulierten Gußschrägen).

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Re: Namensschild im 2-Farbendruck

Beitrag #2 von miregal89 » Mi 18. Nov 2015, 17:52

Das mit dem Namensschild mit den zwei Farben sieht sehr schön aus.

Ich hatte ein ähnliches Projekt für einen Kollegen, der ein Weihnachtsgeschenk für seine Frau benötigte.

Um die Namen auf das Objekt zu übertragen, habe ich einfach den Text vom http://www.tinkercad.com genommen.

Gruß

Miregal
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Re: Namensschild im 2-Farbendruck

Beitrag #3 von rf1k_mjh11 » Mi 18. Nov 2015, 18:35

Miregal,

Ja, eine einfache senkrechte Projizierung hätte auch spielend bei mir geklappt. Ich wollte aber partout eine Schräge um jeden Buchstaben haben, wie eine Fase, oder eine umgekehrte eingemeisselte Schrift. Und da machte die CAD Software schlapp. Mit einer Fase oder Abrundung machte er faxen, bzw. wollte manche Buchstaben nicht akzeptieren, Und beim Projizieren klappte eine ordentliche Gußschräge (über 5°) auch nicht.
Man sieht es nicht so am Foto, aber alle Buchstaben haben so eine 'Gußschräge' von etwa 20°. Ich musste jeden einzelnen Buchstaben bearbeiten, manche doppelt (falls ein i-Punkt vorhanden war, oder ein 'Loch' wie im "A" oder "e").

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Re: Namensschild im 2-Farbendruck

Beitrag #4 von Hobbyprinter » Mi 18. Nov 2015, 18:40

Hi,
wie hast du das mit dem Filamentwechsel umgesetzt?

lg Hobbyprinter

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Re: Namensschild im 2-Farbendruck

Beitrag #5 von rf1k_mjh11 » Mi 18. Nov 2015, 22:27

Hobbyprinter,

Im Thread mit dem Thema "Farbwechsel während eines Drucks" wurde es schon in etwa beschrieben.

Bei mir ging das so (Farbwechsel am Anfang eines Layers):

Layer suchen bei dem der Wechsel stattfinden soll. Dazu verwende ich Repetier-Host, unter der "G-Code Editor"-Lasche, unter Zuhilfenahme von der unteren "Visualization"-Lasche taste ich mich hin. Die Such-Funktion ist dabei sehr hilfreich. Man sucht nach "Z". Bei jedem Layerwechsel kommt im "G1"-Befehl ein "Z" vor. Ausserdem ändert sich die Farbe der Zeilennummernspalte mit jedem Layer. Bestätigen kann man es indem man EINE MENGE Zeilen im Editorbereich markiert. Dann werden ein paar Linien gelb hervorgehoben. Wie hier:

Das Ganze kann man natürlich auch in einem guten Editor machen, da hat man bloß keine visuelle Rückmeldung und muss genau wissen, wo der Layer ist, den man sucht.

Jetz kommen die Schritte:

Unmittelbar nach der Zeile mit dem G1 Z[irgendwas] den GCode entsprechend editieren:
  1. Temperatur runterfahren (mit "M104 S F1"). Da wartet er nicht sondern schaltet quasi die Heizung ab und macht weiter, aber er piepst wenn die Temp erreicht wurde. Ich gehe so an die 100° runter.
  2. Sofort an den Rand fahren, bei mir z.B. nach Y=0 (mit "G1 X150 Y0 F3000"). Damit ist Platz für das sabbernde Filament (alt & neu)
  3. Etwas Filament wieder in den Extruder fördern, falls beim Layerwechsel ein Retract stattfand (mit "G1 E F300")
  4. Dann erzwinge ich ein Warten, bis die Temperatur erreicht wurde mit "M109 S100". Hier wartet der Drucker, bis die Temperatur erreicht wird. Dummerweise sagt er aber nichts dazu.
  5. Hier kann man mit "M117 " auch eine entsprechende Meldung ausgeben lassen
  6. Oder auch piepsen mittels "M300 S P plus einiges an warten mit "G4 S oder optional: nochmals mit der Temp runter, z.B. M109 S98 (da hat man einige Sekunden Zeit, das Filament zu wechseln
  7. Mit der Temperatur wieder hochfahren mit "M104 S F1" damit es auch piepst (das Filament sollte gewechselt worden sein, oder wird gerade gewechselt)
  8. Mit "M3071" sage ich dem Drucker er soll warten, bis 'Play' gedruckt wird
  9. Mit "M3070" pausiert der Drucker als ob ich 'Pause' gedrückt hätte
  10. Jetzt wird die Temperatur auf Zielwert gefahren und gewartet mit "M109 S"
  11. Die Düse wird 'befüllt' mit "G92 E0" gefolgt von "G1 E2 F300" (falls man beim Filamentwechsel ordentlich hineindrucken konnte, und unten schon was rauskam, kann der E-Wert sehr klein bleiben, z.B. 0.2-0.9)
  12. WICHTIG: falls dem Layerwechsel ein Retract vorausging, muss der E-Wert angepasst werden (bei mir ist z.B. 1.8mm Retract, da benutzte ich "G92 E1.799" um auf das notwendige Maß zu kommen)
  13. Auch WICHTIG: Falls von den Materialien die Filamentdurchmesser (oder Flow Multiplier) nicht ident sind, muss man beim neuen Material den Flow Multiplier 'nachjustieren' mit "M221 S"
Ich habe mein GCode mit massenhaften Piepsern aufgefettet, damit ich es ja nicht übersehe

Beim eigentlichen Drucken läuft es dann so:
Beim Drucken wird zur entsprechenden Zeit der editierte GCode erreicht, Der Drucker fährt an den Rand und beginnt abzukühlen. Hier kann man schon die Federn entspannen (ich habe den einfachen Federspanner im Einsatz - Link)
Wenn die niedrige Temperatur in Schritt 'e.' oder 'f.' erreicht wurde (ca. 95-100°), kann man (bei entspannten Federn!) einfach das Filament nach oben ziehen und (wenn es gut geht) die Düse ist komplett frei - das ergibt einen raschen Farbwechsel. Das Neue Filament gleich einfädeln und etwas warten, bis die Temperatur wieder mindestens 165° hat (irgendwann während Schritt 'g.'). Dann kann man das Filament so weit nachdrücken, dass bei der Düse auch wirklich was rauskommt. Erst dann werden bei mir die Federspanner wieder zugemacht. Wenn dann die Zieltemperatur(-10°) erreicht wurde, sollte der Drucker wieder piepsen und auf das Drücken der 'Play'-Taste warten. Play-Taste eventuel 2x drücken. Dann sollte noch kurz geheizt werden bevor es wieder losgeht. Mit der Pinzette, usw., den herunterhängenden Faden von der Düse entfernen (bevor er wegfährt).
Dann nur mehr in Ruhe warten bis der Druck fertig ist.

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Re: Namensschild im 2-Farbendruck

Beitrag #6 von Hobbyprinter » Do 19. Nov 2015, 18:35

ich frage deshalb weil ich selber bereits ähnliches gemacht habe
bei dem entsprechenden layerwechsel
gebe ich nur 2 zeilen ein und der Drucker fährt dann bei erreichen auf den Wechselpunkt
M 25 E-8 ;SD Druck pausieren, großer manuell eingegebener retract
G0 X150 Y1 ;Wechselpunkt
anschließend altes Filament entfernen und das neue rein. Nachteil meiner methode ist das anfangs sich das Filament farblich mischt und dann etwas mehr Material verbraucht als deine Methode.
Weiter machen des Drucks erfolgt das im SD-Druck über Continue Print

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Re: Namensschild im 2-Farbendruck

Beitrag #7 von rf1k_mjh11 » Di 24. Nov 2015, 15:03

Hallo Hobbyprinter,

Irgendwie habe ich deinen Beitrag übersehen. Dazu habe ich eine Frage.


Hobbyprinter hat geschrieben:ich frage deshalb weil ich selber bereits ähnliches gemacht habe
bei dem entsprechenden layerwechsel
gebe ich nur 2 zeilen ein und der Drucker fährt dann bei erreichen auf den Wechselpunkt
M 25 E-8 ;SD Druck pausieren, großer manuell eingegebener retract
G0 X150 Y1 ;Wechselpunkt
anschließend altes Filament entfernen und das neue rein. Nachteil meiner methode ist das anfangs sich das Filament farblich mischt und dann etwas mehr Material verbraucht als deine Methode.
Weiter machen des Drucks erfolgt das im SD-Druck über Continue Print


Der Parameter bei M25 ist mir nicht bekannt (ist zumindest weder in der Datei "Repetier.ino" oder im Internet dokumentiert).
Macht der Extruder bei dir an der Stelle tatsächlich einen 8mm Retract?

Zugegeben, deine Lösung ist deutlich weniger aufwändig, aber ich drucke kaum von SD.
Der Suchaufwand für die richtige Stelle für den Wechsel, der bleibt großteils, aber.

Meine Filamente unterscheiden sich zum Teil deutlich voneinander was Temperatur und Durchmesser betrifft (siehe jenen Teil des Beitrags, das Brassfill anspricht). Da muss ich ein klein wenig 'nachhelfen'.

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Re: Namensschild im 2-Farbendruck

Beitrag #8 von Hobbyprinter » Do 26. Nov 2015, 15:59

den Befehl hab ich irgendwo im Internet mit vielen anderen gefunden und dann mal ausprobiert. Wie groß der Retract wirklich ist weiß ich nicht genau und hat funktionell eher kleinere Bedeutung. Ich mache das Hauptsächlich das die Düse nicht zu viel oozt bis ich dann zum Drucker komme und das Filament wechsle und falls doch tropft das auf die Platte vor dem Druckbett und kann porblemlos enfernt werden.

Ich hab in dem Fall Blau und Weiß von German Rep Rap verwendet. Ich hab auch festgestellt das das Schwarz von German Rep Rap und das Orange von Renkforce nicht gut aufeinander hält.

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Re: Namensschild im 2-Farbendruck

Beitrag #9 von riu » Do 26. Nov 2015, 17:04

Hallo mhj11,

das sieht ja richtig toll aus! :clapping:

Es wäre vielleicht ein Video gut, wo du mal einen Testdrcuk abfilbst, was man da so alles machen muss.

Respekt!

Lieben Gruß,
Udo


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