Starttemperatur Extruder wird nicht erreicht

Hier geht es ausschliesslich um die Extruder und Kühlung des Filamnts des RF1000. Fragen und Probleme sowie Verbesserungen können hier diskutiert werden
ingo46
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Starttemperatur Extruder wird nicht erreicht

Beitrag #1 von ingo46 » Fr 2. Okt 2015, 13:41

Hallo,
ich habe meinen RF1000 mit dem E3D-v6 umgerüstet, und in config.h
- TEMP_SERSONSOR_TYPE 8 gesetzt
- Autotune für neue PID gestartet und und neue Werte gesetzt

Nun tritt folgendes Problem auf: Die Extrudertemperatur bleibt immer unter der eingestellten Temperatur, ca. 0,5 Grad.
Gleich, welche Temperatur ich vorgebe, 190 oder 240. Damit startet der Drucker nicht.

Abhilfe bisher: Extruder Vorgabe ein paar Grad höher und dann wieder auf alten Wert. Der Druck startet. Die Reglung arbeitet
exakt. Die Temperatur wird +- 0,3 Grad eingehalten. Beim Original waren es bei mir +- 2 Grad!

Die Druckergebnisse sind hervorragend, wenn nicht der keine Schönheitsfehler wäre.

Gruss
Ingo

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Re: Starttemperatur Extruder wird nicht erreicht

Beitrag #2 von rf1k_mjh11 » Fr 2. Okt 2015, 14:32

Ingo/ingo46,

Unter Umständen liegt der Hund bei den PID-Werten begraben. Diese Werte steuern wie schnell der Zielwert angesteuert wird, bzw. wie beim Drüberschiessen reagiert wird.
Die PID-Werte können im EEPROM gespeichert werden, falls EEPROM Support in der Firmware mitkompiliert wurde. Falls du das gemacht hast, lies die PID-Werte einmal aus (mit M205) und schreibe sie auf. Versuche dann noch ein oder zwei Mal die PID-Werte zu ermitteln (M303) und vergeleiche diese mit den ersten Werten. Du kannst versuchen, mit den neu ermittelten Werten zu fahren, ob das das Problem löst.
Ansonsten: Die einfachste Lösung hast du schon. Die kann man im Start-GCode implementieren und damit die Sache ein wenig 'automatisieren'.

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Re: Starttemperatur Extruder wird nicht erreicht

Beitrag #3 von ingo46 » Sa 3. Okt 2015, 12:38

Hallo

Ein guter Denkanstoß, um sich noch mal Gedanken über eine PID-Reglung zu machen. Wenn ich alles richtig verstanden habe:

P (proportional) ist eine Faktor, der mit der IST-Abweichung mutipliziert wird, d.h. geht gegen 0, wenn der Soll-Wert erreicht wird. Mit einer reinen P-Reglung würde also der Soll-Wert nie erreicht.

I (integral) summiert die Abweichungen vom Soll-Wert und führt zusammen mit dem P-Anteil zu einem Schwingen um den Soll-Wert.

D (differential) bringt eine Zeitkonstante rein, wodurch das Schwingen um den Soll-Wert minimiert wird.

Ich habe also mit Autotune (M303 P0 S210 [X0]) (P für Sensor 0=Extr. 1=Bett, S für Temeratur, optional X0, wenn die Werte ins EEPROM gespeichert werden sollen) die P-I-D-Werte wiederholt bestimmt:

Ergebnis: Die P-Werte liegen zwischen 28 und 34, die I-Werte zwischen 4 und 5, die D-Werte zwischen 53 und 65.

Bei P=30 I=5 D=60 wird die Temperatur sehr exakt gehalten (+- 0,2 Grad), aber die letzten 0,5 Grad dauern sehr lange. Mit P=40 (Rest bleibt) wird die Soll-Temperatur schneller erreicht, aber die Einhaltung der Temperatur liegt nun bei +- 0,4 Grad.

Ingo


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