Mein Display ist müde...

Hier gehts um die Elektronik des RF1000. Damit sind Kabel, Platinen, Endschalter und das Display gemeint.
IBOR
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Mein Display ist müde...

Beitrag #1 von IBOR » So 10. Mai 2015, 11:32

Hallo liebe Leute,
seit zwei Tagen hat mein Display ein merkwürdiges Verhalten:
Alles wie gehabt, bis der Druck startet. Dann - früher oder später – verschwinden alle Zeichen und am Display gibt es nur mehr eine homogene beleuchtete Fläche. OK, - dachte ich - dann soll er auch so weiterdrucken, wenn auch während des Druckes manchmal ein Nachstellen der Temperatur oder der Lüftergeschwindigkeit von Nutzen wäre… Aber nach dem Verschwinden der Zeichen vom Display fördert er weniger bis gar kein Kunststoff mehr.
Habe dann „blind“ zweimal RECHTS, einmal RUNTER und dann OK gedrückt, und der Druck hat sich wie erwartet abgebrochen, also hat die Tastatur weiter korrekt funktioniert.
Nach einem Neustart ist das Display wieder völlig normal da, bis der Druck wieder startet…
(Von Überhitzung sollte nicht die Rede sein, habe vorn an der rechten Seitenwand, da wo die Schlitze sind Lüftung für die Platine, die sich beim Heizen des Extruders einschaltet)
Kann mir jemand weiterhelfen, oder muss ich mich bei Conrad um ein neues Display bemühen?
Mit Dank voraus,
LG Robert
PS.: Habe soeben bei Conrad reingeschaut: Lieferbar ab 4 Wochen. :diabolisch:

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Re: Mein Display ist müde...

Beitrag #2 von wolfkarst » So 10. Mai 2015, 15:03

Prüf mal die Spannungen ... könnte evtl. auch etwas mit der Versorgung sein.
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Re: Mein Display ist müde...

Beitrag #3 von riu » So 10. Mai 2015, 16:25

Ich habe seit einiger Zeit genau das gleiche Problem, wenn ich mit dem 2. Extruder drucke. Mit dem ersten Extruder habe ich das Problem nicht. Bei Mir druckt er bei leerem Display auch weiter bis dann irgendwann der Extrudermotor einfach stehen bleibt.

Ich tippe auf einen Hardwarefehler auf der Hauptplatine die irgendwie die Leistung nicht mehr verträgt. Ich bin aber ratlos und drucke nun nurnoch mit dem hinteren Extruder bis der auch spinnt. Dabei ist das schon die 2. Hauptplatine bei mir :dash:

Gruß,
Udo

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Re: Mein Display ist müde...

Beitrag #4 von IBOR » So 10. Mai 2015, 17:35

Hallo,
@Karsten,
leider habe ich keine Ahnung wo (Hauptplatine, Display, Hauptstromversorgung oder sonst wo) ich messen soll. Und wieso sollte sich die Spannung urplötzlich geändert haben, alles andere läuft normal. Wenn Du Zeit und Lust hast mir das zu erläutern, bitte nicht auf einem allzu hohem Niveau, ich bin auf diesem Gebiet nur ein laienhafter Amateur. :( Die Einstellung des Multimeters bei diesem Messvorgang sollte wohl bei 20V sein?
@Udo,
vielleicht kann ja Jemand den Hinweis bewerten dass nur ein Extruder bei Dir dieses Phänomen auslöst, identisch wie bei mir (allerdings habe ich ja nur einen): Der Extruder fördert ja auch bei mir nicht mehr...
Danke, Robert

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Re: Mein Display ist müde...

Beitrag #5 von wolfkarst » So 10. Mai 2015, 22:55

Hallo,
Das Display wird mit 5V über die gleiche Spannungsstabilisierung wie die CPU versorgt. Wenn also die CPU weiterläuft aber nicht das Display, sollte der Fehler irgendwo zwischen Mainboard und Display liegen. (Vielleicht eine kalte Lötstelle oder schlechter Kontakt im Kabel)
Wenn die CPU (und damit auch der Druck) zur gleichen Zeit abstürzt wie der Fehler im Display, liegt die Ursacxhe in der 5V Spannungsstabilisierung.
Wenn nichts zu finden ist, sollte ein Elektroniker mal nachmessen (Schaltplan ist in den Dokumenten der Bestellseite bei C verfügbar.) Für einen Laien sind solche Messungen eher nichts.

Als weitere Ausschlussgröße würde ich mal die blaue LED-Beleuchtung des Arbeitsraumes abklemmen. Diese kann über das Gehäuse einen ungewollte Stromkreis aufbauen (Wenn die Enden nicht gut isoliert sind oder wenn auf der Rückseite des LED-Streifens dicke Kratzer sind, wass auch die Technik stört.

Gruss Karsten
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Re: Mein Display ist müde...

Beitrag #6 von riu » Mo 11. Mai 2015, 08:27

Moin Karsten.

Ich denke es ist komplizierter. Das Problem äussert sich ja folgender Maßen.

1. Nach einer gewissen Zeit nach dem Druckstart geht das Display aus. ca 15-20 Minuten nach dem Start
2. Der Druck geht normal weiter. Extruder, X, Y und Z Fahren normal weiter
3. Nach ca. 15-20 Minuten geht auch der Extrudermotor nicht mehr. (Heizung, Tempsensor ok) X, Y und Z fahren weiter bis der Druck zuende ist.

Bei mir ist es nur beim nachträglich installieren Extruder so. Der Erste arbeitet (noch) Einwandfrei. Jobs über 12 Stunden sind kein Problem.

Die CPU stürtz nicht ab. Das wäre ja dann bei beiden Extrudern der Fall. Auch die Beleuchtung kann es eigentlich nicht sein. Die ist ja immer an und beim ersten Extruder klappts ja auch mit Beleuchtung.

Ich vermute eine Überhitzung irgend eines Teils auf der Platine. Ich habe aber auch die Platinenkühlung wo ein Lüfter genau auf die Platine pustet. Ich bin wie gesagt ratlos. Messen kann man da auch nicht wirklich denn am Anfang ist ja alles okay. Man muss also drucken und dann während der Fehler auftritt den Drucker umdrehen und dann rummessen aber den Druck nicht stoppen. Kniffelige Sache das.

Gruß,
Udo

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Re: Mein Display ist müde...

Beitrag #7 von R3D3 » Mo 11. Mai 2015, 08:49

Moin allerseits,
Nur so ein Gedanke, eher zu Udo's Problem, mutmaßlich "wegen" 2. Extruder: Habe nun doch gestern einige Teile (zur Positionskalibrierung insgesamt 5 Hütchen relativ kurz hintereinander, nur durch Feinjustierung und Hochladen neuer FW getrennt) zweifarbig gedruckt und konnte (noch) keine Ausfälle bemerken. Wenn Überhitzung der ICs das Problem ist und der Platinenlüfter nicht ausreicht, könnte man eventuell die TreiberICs der Stepper noch zusätzlich "passiv" (na ja, auch angepustet) kühlen, wie ich vorsichtshalber gemacht habe mittels kleiner selbstklebender Kühlkörper (siehe Foto hier). Wäre ein Experiment wert. Die Kühlkörper sind aus Conrad-Zubehör für den Raspberry Pi, wo ich für die kleineren jeweils eine Rippe abgesägt habe. Wenn der Fehler woanders liegt (kalte Lötstelle irgendwo auf der Platine??) hilft das aber wohl auch nicht...
Zum spezifischen Displayproblem: dies hört sich eher nach einem Problem letzterer Art an...
Schönen Gruß - R3D3 :victory:

RF1000 | 0.91.48dual | RH 1.6.2 | plus noch:
- Z-Endschalter "+", Not-Aus, Erhöhte X-Schleppkette
- Dual Extruder; angepasste Einhausung; Boardkühlung,
- Dauerdruckplatte, Extrudermotorlüfter

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Re: Mein Display ist müde...

Beitrag #8 von wolfkarst » Mo 11. Mai 2015, 08:49

Wenn es Überhitzung ist, dann ist es beim Spannungsregler N1. Glaube aber eher an irgendwelche Leiter/Leiterbahnprobleme.
Die Sache zu finden ist was für versierte Elektroniker mit viel Zeit ....
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Re: Mein Display ist müde...

Beitrag #9 von IBOR » Mo 11. Mai 2015, 13:57

Hallo allerseits,
Habe folgende Überlegung gemacht:
Wenn das Display bei Udo nur mit einen der beiden Extruder "ausgeht" (wird eigentlich heller, so wie die Schrift ist, wenn er normal funktioniert), könnte ich ja meinen Einzelextruder umstöpseln. Er ist laut Anleitung auf "X17" gesteckt. Ich vermute "X18" ist auch für einen Extruder gedacht. (Bitte um Bestätigung) Vermute dass dann allerdings auch in der FW (ich habe .48) gesagt werden muss "steuere den Extruder via "X18"(?)
Wenn das stimmt, und mir jemand beschreiben würde wie genau diese Änderung (für nur einen Extruder) gemacht wird, und das Display anschließend richtig funktioniert, könnte man den Fehler tatsächlich auf der Hauptplatine vermuten, und vielleicht finden!
Aus den bisherigen Beiträgen zu diesem Thema, schließe ich einen Fehler am Display selbst, eher aus....
Danke und
LG
Robert

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Re: Mein Display ist müde...

Beitrag #10 von georg-AW » Mo 11. Mai 2015, 14:09

Hi

Die Möglichkeit des teilweisen Ausfalls zb wegen Überhitzung ist sowohl bei den Schrittmotortreibern DRV8711 als auch beim Step-down Converter TPS54060 durchaus in Betracht zu ziehen. Man müsste deshalb mit einem Mehrkanaloszilloskop sowohl die Betriebsspannung 24 VDC ( am C14) und die Ausgangsspannung 5VDC( am C13) während eines längeren Druckvorganges beobachten.
Prüfspitzen direkt an den jeweiligen Ausgängen. Die alleinige Messung mit einem Multimeter ist ungenügend weil u.U. zwar die Spannungen vorhanden sind aber mit Schwingungen überlagert oder Transienten verseucht.
Derartige "Schmutzeffekte" treten bei Modusänderungen, Temperaturänderungen oder Alterung von Komponenten immer wieder auf.
Nur mit einem Multimeter alleine lassen sie sich nicht erkennen.
Auch Änderungen bei den Steppern ( Änderung der Schritte ) bringen thermische Veränderungen mit weil jeder Schaltvorgang mehr die Temperatur zb. des Schrittmotortreibers erhöht. Die Treiber DRV8711 sind dann auch die heissesten Komponenten auf dem Mainboard. Die FET H-Schaltungen sind kein Problem. Es gab dazu vor einem Jahr ( noch im alten Forum ) ein paar interessante Infrarotthermoscans welche die extreme Temperatur der Driver zeigte. Eine direkte Kühlung durch einen darauf gerichteten Ventilator plus evl. aufgeklebte Kühlrippen ist deshalb sehr vernünftig.
Das Aufspüren von "Schmutzeffekten welche nur passager auftreten ist selbst für erfahrene Elektroniker eine Herausforderung.

ciao Georg


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