z-achse

Hier könnt Ihr Probleme und Fragen zum Antrieb des RF1000 behandeln. Damit sind ausschließlich die Schrittmotoren, Kugelgewindetrieb und Zahnriemen gemeint
sanmann
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z-achse

Beitrag #1 von sanmann » So 4. Okt 2015, 02:25

moin moin
ich habe mir vor länger zeit einen Bausatz zugelegt und nun endlich die zeit gefunden ihn aufzubauen.
am Anfang stimmte alles, doch jetzt lässt sich die z-achse weder hoch noch runter fahren.
was kann der Grund dafür sein? Alle Stecker sind angeschlossen und es ging am Anfang ja auch.
über einen rat würde ich mich sehr freuen
Beste grüße

hal4822
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Re: z-achse

Beitrag #2 von hal4822 » So 4. Okt 2015, 06:19

sanmann hat geschrieben:...Alle Stecker sind angeschlossen und es ging am Anfang ja auch...


Welche Fehler kannst du denn schon selbst ausschließen? Erzeugt der Motor noch Strom bzw. wird dieser bis zum Display transportiert?

Falls es mechanisch nicht mehr geht, dann ist bei der Montage der kleinen Kugellager vielleicht eine Kugel zerbrochen und blockiert wie ein Unterlegekeil beim Auto.
Irgendwo gibt´s hier eine Diskussion über unerlässliche Montagehilfen, die dem Bausatz nicht beiliegen (...nicht beiliegen sollen müsste ich sagen, denn ich habe ein Fertiggerät und weiß nicht, ob das stimmt).

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Re: z-achse

Beitrag #3 von rf1k_mjh11 » So 4. Okt 2015, 08:20

sanmann,

Ich glaube, was hal4822 fragen wollte war: kann man die Z-Achse von Hand bewegen? In anderen Worten, kann man die Spindeln von Hand drehen?
Und, falls es von Hand geht, gibt es bei ausgeschaltenem Drucker eine Reaktion am Display? Zur Gegenprobe: Bewege, bei ausgeschaltenem Drucker, den Extruder hin und her. Das Display leuchtet kurz auf da der Motor zum Generator wird und an die Systemplatine Strom liefert. Kannst du dasselbe bei der Z-Achse beobachten? Dazu musst du wahrscheinlich den Boden abmachen und am Zahnriemen ziehen, das bloße Drehen einer Spindel ist vielleicht zu wenig.

Mit diesen zwei Aussagen (manuell bewegbar, Reaktion des Displays) kann man schon viel sagen.

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Re: z-achse

Beitrag #4 von Zaldo » So 4. Okt 2015, 12:12

Da musst Du sogar ziemlich flott dran ziehen, Spindel drehen reicht definitiv nicht.

Gruß
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Re: z-achse

Beitrag #5 von sanmann » So 4. Okt 2015, 12:36

danke für die schnellen antworten

von hand habe ich es nicht geschafft die Spindel zu bewegen, vielleicht weil sie zu schmierig ist.
Nach Bewegung des Extruders leuchtet das Display kurz auf. Das selbe passiert wenn ich den Zahnriemen ziehe.

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Re: z-achse

Beitrag #6 von RAU » So 4. Okt 2015, 12:42

Wenn die Spindel so verspannt ist, dass du sie nicht mehr von Hand drehen kannst, ist auf jeden fall etwas in der Mechanik faul. Möglicherweie ist eins der Ritzel unter den Spindeln nicht fest. Messe mal die Abstände der Plattform zur oberen Platte auf der linken und rechten Seite nach.
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Re: z-achse

Beitrag #7 von hal4822 » Do 8. Okt 2015, 08:51

RAU hat geschrieben:... Messe mal die Abstände der Plattform zur oberen Platte auf der linken und rechten Seite nach.


Vielleicht sollten wir alle vorbeugend eine Markierung (Filzmarker) an jeder Spindel anbringen, um sowas rechtzeitig zu bemerken.
Elektronik-Tüftler dürfen gerne Lösungen mit Spiegeln, Lasern usw. nebst Alarmschaltung vortragen :good:

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Re: z-achse

Beitrag #8 von RAU » Do 8. Okt 2015, 23:20

Die Ritzelbefestigung war schon ein Thema, als ich meinen RF1000 zusammengbaut habe. Manche haben die Wellen seitlich angeschliffen damit die Madenschrauben Griff bekommen. Weil ich darauf keine Lust hatte habe ich direkt alle Ritzel mit Loctite 648 verklebt. Ich weiß allerdings nicht, ob ich sie wieder heil abbekommen würde.
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Re: z-achse

Beitrag #9 von hal4822 » Fr 9. Okt 2015, 05:44

RAU hat geschrieben:... Ich weiß allerdings nicht, ob ich sie wieder heil abbekommen würde.


Mein erster Gedanke war: anwärmen über 175° sollte helfen, aber was, wenn´s dann nicht weich wird sondern kristallisiert?
Loctite bietet mit dem Kältemittel 8040 immerhin einen Hinweis in die entgegengesetzte Richtung
Außerdem bleibt bei diesen Apothekerpreisen die mechanische Lösung .

Dazu sagt Loctite:

Das richtige Produkt für jede Anforderung
Es gibt drei Arten von Schraubensicherungsprodukten.

Bei der niedrigfesten Schraubensicherung, beispielsweise Loctite 222, ist das Losbrechmoment niedriger als das Anziehdrehmoment. Die niedrigfeste Schraubensicherung wird beim Einsatz von Justier-, Senkkopf- und Stellschrauben verwendet sowie bei Metallen, die beim Lösen der Schraube brechen können, wie etwa Aluminium oder Messing.

Die mittelfeste Schraubensicherung, beispielsweise Loctite 243, verhindert ein Losdrehen der Schrauben durch Vibration, zum Beispiel bei Getrieben- oder Pumpendeckeln, und ist darüber hinaus tolerant gegenüber geringen öligen Verschmutzungen. Das Losbrechmoment ist ähnlich dem Anziehdrehmoment oder leicht höher.

Hochfeste Schraubensicherungen, zum Beispiel Loctite 270, werden bei der dauerhaften Fixierung von Stehbolzen an Motorblöcken oder Pumpengehäusen verwendet. Das Losbrechmoment ist weit höher als das Anziehdrehmoment.

[center]____________________________________________________[/center]
Nur blöd, dass es sich bei den Ritzeln halt nicht um Muttern handelt, wo man einen Schraubenschlüssel ansetzen kann :pinch:

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Re: z-achse

Beitrag #10 von RAU » Fr 9. Okt 2015, 17:31

Interessant, deine Recherche!
Ich gehe einfach davon aus, dass ich die Ritzel nie wieder abmachen will. Da sie sich nicht verdrehen ist der Hauptgrund für die meisten Reparaturen ja schonmal weg. ;) Wenn mal ein Motor kaputt geht, muss ich wohl auch das Ritzel mit ersetzen. Größere Umbauten wie z.B. Fräsaufsatz (falls man dafür überhaupt die Ritzel abmachem muss) habe ich nicht vor.

Das Loctite 648 ist übrigens keine Schraubensicherung, sondern speziell für das verdrehsichere Verkleben von Zahnrädern etc. auf Wellen gedacht. Ich vermute daher, dass es eher mit der Kategorie "hochfest" vergleichbar ist.
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