Abbildungsmaßstab

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Zaldo
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Abbildungsmaßstab

Beitrag #1 von Zaldo » Di 29. Sep 2015, 00:11

Hallo zusammen,

Ich poste einfach mal hier, weil ich im Moment noch nicht genau weiß wo das Problem herrührt bze. ob es einfach Stand der Technik ist (was ich aber nicht glauben mag).

Wie sieht es denn beim Druck mit der Genauigkeit des Abbildungsmaßstabs aus? Wenn ich ein Teil in CAD erstelle, dann sollte es doch ausgedruckt eigentlich dieselbe Größe haben, und nicht - wie in meinem Fall hier - 1mm (auf eine Länge von 10cm bezogen) kleiner sein? Nur wo kommt dieser Fehler her? Die Datei ist mit FreeCAD erstellt, nach Collada exportiert, und dann mit einem Online Converter nach STL konvertiert (FreeCAD kann leider nicht direkt nach STL konvertieren). Im Repetier-Host hab ich ja keine Möglichkeit die Maße nochmal zu kontrollieren, oder doch?

LG
Holger
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Re: Abbildungsmaßstab

Beitrag #2 von JoBo » Di 29. Sep 2015, 07:01

Warum speicherst du nicht gleich deine Konstuktion in FreeCAD als stl-Datei? FreeCAD kann das.

Bei der Konvertierung und im Slicer kann es schon zu Ungenauigkeiten kommen. Die Toleranzen des Druckers kommen noch on Top. Aber 1 mm ist schon heftig.

JoBo
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Re: Abbildungsmaßstab

Beitrag #3 von R3D3 » Di 29. Sep 2015, 07:58

Welches Material ist das? Schrumpfen des Objekts nach dem Abkühlen ist eigentlich nichts Besonderes - die Maßhaltung ist ja nur während des Druckes gegeben und dann ist hauptsächlich die Bettemperatur maßgeblich. Wenn dann nach dem Drucken das Bett von 70-110° auf Zimmertemperatur heruntergekühlt wird gibt es Schrumpf. Bei PLA gibt's deswegen bei mir fast standard etwa 6% drauf, durch Skalieren im Slicer. ABS schrumpft weniger. Der genaue Skalierungswert muss (leider) durch Probieren ermittelt werden.

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Re: Abbildungsmaßstab

Beitrag #4 von rf1k_mjh11 » Di 29. Sep 2015, 09:30

Zaldo,

R3D3 hat schon die wichtigste Frage gestellt: welches Material verwendest du?

Anders als R3D3, jedoch, war ich immer der Meinung, ABS schrumpft mehr als PLA (Hinweis hier). Für mich war das auch immer der Grund wieso Warping (=Verzug) und Haftung auf dem Bett bei ABS größere Probleme darstellen.
Die genauen Werte werden von den Zusätzen (z.B. Farbstoffe, usw.) abhängen.
Eine Internetseite mit genauen Werten wird sich schwer finden. Ich fand welche, die von 0.5% bei ABS (allgemein, nicht das Filament!) sprachen, habe Seiten gesehen, die auch 2% zitieren. Hier ist sogar eine, die 8% behauptet (das kann nicht stimmen !?!), gleichzeitig aber meint, PLA schrumpft um 2%.

Als Lösung für das Dilemma behelfen sich fast alle mit der 'Iterationsmethode'. Einfach gesagt:
  1. ausdrucken
  2. probieren bzw. messen
  3. bei Bedarf skalieren und wiederholen
Ist leider eine verschwenderische Methode, vor allem wenn man keinen eigenen Schredder samt Filamentextruder für das Recycling hat. Allerdings kann man mit dem einmal ermittelten Skalierungsfaktor (siehe Schritt 'c.') recht gut bis ans Ende der Filamentspule recht maßhaltig drucken.

Zum Schluss noch einmal ein Vergleich ABS und PLA. Die Seiten kann man auf Deutsch umstellen, allerdings sind einige Einheiten weiterhin Imperial (°F und Inch) - ich verstehe das meiste nicht, aber hier scheint ABS die geringere Schwindung zu haben - da soll einer noch schlau werden :huh: . Beachten soll man jedoch, dass es sich hier um die Kunststoffe im generellen handelt, nicht um Filament für den 3D Druck, der wieder andere Eigenschaften haben könnte.

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Re: Abbildungsmaßstab

Beitrag #5 von Zaldo » Di 29. Sep 2015, 11:13

Guten Morgen Ihr Leut'

Erstmal danke für eueren reichlichen Input. @JoBo: Aargh, manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht, unter Mesh Formats stehts mit dabei :dash: :dash: :dash:

Ich drucke mit PLA. Mit Schrumpf habe ich schon gerechnet, aber nicht damit dass der so gravierend ausfällt. Wobei, auf 100mm einen Millimeter Schrumpf, das ist ja nur 1%. Man sollte halt bedenken, dass das in Millimetern immer größer wird, je größer das Teil wird.

Jetzt aber noch eine Preisfrage: Der Schrumpf in Z-Richtung dürfte demnach aber geringer ausfallen, je höher das Objekt wird, oder? Denn es wird ja jedes Layer aufs neue absolut positioniert, während der Kunststoff zwischen dem untersten und obersten Layer bereits abkühlt. Theoretisch zumindest...

Ja so Schredderkonstruktionen habe ich auch schon gesehen. Hat sowas jemand von euch? Taugt das? Ich hätte da Bauchschmerzen dass ich mir Verunreinigungen is Filament reinbacke, die dann hinterher meine Düse verstopfen - Oder Lufteinschlüsse.

Beste Grüße
Holger
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Re: Abbildungsmaßstab

Beitrag #6 von R3D3 » Di 29. Sep 2015, 12:08

@rf1k_mjh11, kann mich irren, aber gefühlsmäßig war mir der Schrumpf bei meinen letzten Drucken (alle ABS) als weniger ausgeprägt und korrekturbedürftig aufgefallen. Meine letzten Präzisionsdrucke mit PLA liegen schon ein Weilchen zurück, kann also sein, dass dort die 6% nicht ganz gestimmt haben (erinnere mich aber dunkel an einen empirisch ermittelten Skalierungsfaktor um 1,060 in Y oder X und 1,056 in X bzw. Y. Das war gelbes RepRap-PLA. Natürlich vergessen aufzuschreiben :dash: , also mit gewisser Vorsicht zu geniessen ;) ). Die eingestellte Bettemperatur spielt dort auch eine Rolle (Stichwort "Glaspunkt").

@Zaldo, tatsächlich erscheint der Korrekturbedarf in Z-Richtung viel geringer, bleibt aber ein Wenig vorhanden, da ja zumindest die bettnahen Layern von Bett bis zum Druck-Ende geheizt werden (dieser Einfluss ist bei Vorhandensein der Einhausung wohl größer - die wird für ABS eh benötigt, das zudem höhere Bettemperaturen erfordert) und dann aber abkühlen. Für die vom Bett entfernteren bzw. kühleren Regionen gilt, dass das Material in dieser Richtung prinzipiell ebenso schrumpft; dies kann bedeuten, dass entweder die Slicersoftware dies klug ausbügelt, oder aber im Prinzip die Haftung zwischen Layern (minimalst) leidet, wer weiß. :wundern:
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Re: Abbildungsmaßstab

Beitrag #7 von DasBasti » Di 29. Sep 2015, 12:50

Ich habe bei mir festgestellt, dass es einen Unterschied macht, ob die inneren Linien oder die Äußeren zuerst gedruckt werden. Ich würde daruf tippen, dass deine Vorschubsmenge etwas zu viel ist und somit das ausgedruckte Plastik zur seite rausquillt. Ich habe daszu einen Würfel gedruckt mit 1cm Kantenlänge und den Extrudierfaktor immer um ein Prozent verringert, bis ich genau auf der Kantenlänge 1cm angekommen bin.

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Re: Abbildungsmaßstab

Beitrag #8 von Zaldo » Di 29. Sep 2015, 13:31

Na dazu müsste ich ja heute Abend nur mal die Breite von dem Steg messen und mit der Zeichnung vergleichen. Läge es daran müsste der ja 1mm breiter sein als gezeichnet, davon ausgehend dass zuviel Material auf jeder Seite gleich weit (0,5mm) herausquillt.
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Re: Abbildungsmaßstab

Beitrag #9 von Zaldo » Mi 30. Sep 2015, 22:20

Ich häng mich einfach hier nochmal dran, damit ich nicht schon wieder ein neues Thema aufmachen muss.

Hat jemand eine Ahnung was hier passiert ist? Wollte Lagerspindeln für die Filamentrollen ausdrucken, dabei entstand diese Verjüngung, die nur bis zu der Höhe geht, bis zu der der Kern der Spindel vollflächig ist. Der Teil darüber wo die Spindel hohl ist hat das nicht (bzw, ich müsste jetzt nachmessen, ob nicht die Verjüngung den korrekten Durchmesser hat, un der teil darüber dagegen zu breit ist). Jedenfalls, im Slicer war davon nix zu sehen.

Ist in diesem Fall jetzt nicht schlimm, die Spindeln passen trotzdem. Aber verwundern tut es mir schon...
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Re: Abbildungsmaßstab

Beitrag #10 von R3D3 » Do 1. Okt 2015, 09:30

Hmmm... könnte sein, dass die Innereien des Objektes in Höhe der sichtbaren Verjüngung an der Außenwand gezogen haben bei der Abkühlung, was weiter oben naturgemäß nicht geschieht (mangels Füllung). Eine andere Ursache könnte ein Einfluss des vom Slicer verwendeten Algorithmus sein, der eventuell die Außenwand anders berechnet, je nach Füllung innen oder nicht. Diese letzte Ursache könnte man eventuell durch probieren mit einem anderen Slicer prüfen bzw. eliminieren.
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