2.85mm Filament ?

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jeo
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2.85mm Filament ?

Beitrag #1 von jeo » So 8. Mär 2015, 21:05

Drucke momentan mit 3mm, Kann ich auch 2.85mm verwenden ?
Hat jemand Erfahrung ?

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wolfkarst
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Re: 2.85mm Filament ?

Beitrag #2 von wolfkarst » So 8. Mär 2015, 23:18

Das 3mm-Filament ist eigentlich ein 2.85er ...Mit einer Schieblehre kannst Du das nachprüfen ...
Warum das 2.85er manchmal als 3er und manchmal als 2.85er bezeichnet wird, weiss ich nicht... Vermutlich ein Nicht-Techniker, dem der Unterschied egal ist....
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Käse
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Re: 2.85mm Filament ?

Beitrag #3 von Käse » Mo 9. Mär 2015, 07:50

Ich hatte schon Filament mit 2,95 mm im Einsatz, und zuletzt PLA90 mit 2,84mm. Ging bei mir beides ohne Probleme. Du musst nur darauf achten, den Durchmesser nachzumessen und in der Slicer-Software zu hinterlegen.

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Re: 2.85mm Filament ?

Beitrag #4 von rf1k_mjh11 » Mo 9. Mär 2015, 11:21

jeo,

Der Unterschied von 0.15mm verursacht keine Probleme bei einem Hot End dass für 3mm ausgelegt ist (so gesehen handelt es sich 'nur' um 5% Untermaß).

Es gibt im Hot End ein Bereich, der sich Transition Zone (Übergangszone) nennt, wo das Filament weich zu werden beginnt, aber noch nicht flüssig ist. Von oben wird Material nachgefördert, dass unten nur durch ein kleines Loch extrudiert wird. Daher baut sich ein Druck auf. Und da das Material weich ist, staucht es sich auf (bildet einen 'Pfropfen') und dichtet somit selbst die darunterliegende Schmelzkammer nach oben hin ab.

Es gibt aber Grenzen dieses Aufstauchens/Abdichtens. Mit einem 1.75mm Filament in einem 3.2mm Bohrung wird es nicht gelingen.

Und wie Käse bemerkt hat, es gilt diesen 'echten' Durchmesser des Materials möglichst genau zu erfassen und in der Slicer-Software einzutragen. Die Software muss nämlich errechnen, wie viel mm Filament gefördert werden müssen, damit soundsoviel mm Raupe aus der Düse kommen. Da macht ein kleiner 'Messfehler' recht viel aus, wenn man bedenkt, dass der Queschnitt des Filaments ca. 7 mm² ist, jenes der Raupe aber nur 0.196mm² (bei einer 0.5mm Düse). Das ist ein Verhältnis von 36 zu 1. Einfacher gesagt, jede Messungenauigkeit wirkt sich um das 36-fache aus.

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