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Re: Schlechtes PLA: wegwerfen?

Verfasst: Di 12. Sep 2023, 18:40
von AtlonXP
Für solche Fälle habe ich ganz dünne Flex Trennscheiben für Edelstahl.
Umso dünner die Scheibe, desto weniger Wärmeentwicklung.

Mhier wird es sicherlich auch gut hin bekommen haben.
Das Blech sollte weicher sein und sich gut dengeln lassen…


LG AtlonXP

Re: Schlechtes PLA: wegwerfen?

Verfasst: Di 12. Sep 2023, 20:35
von zero K
Das Blech sollte weicher sein und sich gut dengeln lassen…
Na ja, genau das sollte es nicht.
Dengeln bedeutet Verformenbarkeit ohne zu reißen. Mit Kupfer z. B. geht das gut - so´ne eine Elementarzelle hat viele Gleitebenen.

Mit meinen Platten, die sich etwas biegen lassen und sofort wieder elastisch zurück formen bin ich eigentlich sehr zufrieden.

Unsere Stahlplatten (eigentlich sind es Folien) werden auf Deubel komm ´raus dünn gewalzt und verfestigt.
Z. B. kurze Meter in Tafeln oder lange Meter auf Spulen den Tonnen schweren Coils.

Das, was uns als Druckbettauflage erreicht ist in der Regel kein "gammel" Baustahl sondern ein ferritischer (magnetisierbarer) Edelstahl, per Jet Cutting oder Laser-Schneidverfahren aus Tafeln gefertigt. (Edelstahl, nicht zu verwechseln mit unseren austenitischen, sehr korrosionsbeständigen Chrom-Nickel-Stählen für Töpfe und Pfannen)
Dabei wird dann auch darauf geachtet, das sehr genau senkrecht und parallel zur Walztextur geschnitten wird.
Deshalb bleibt so´n Druckbett auch lange eben.

Bei der Suche würde ich nach Stahlhandel schauen, der nach Wunsch zuschneidet, Kanten fast und abrundet und vielleicht auch bohrt.
Verlässliche Ausstattung bekommt man nicht für´n Appel und´n Ei. - oder man hat viel Schwein und ist zur rechten Zeit am rechten Ort.

Gruß, zero K

Re: Schlechtes PLA: wegwerfen?

Verfasst: Mi 13. Sep 2023, 10:21
von mhier
Ja mit der Trennscheibe wäre es sicher besser gegangen, und vermutlich wäre man sogar locker mit einer ausgekommen (ich hab mit dem Dremel schon UA-Profile im Trockenbau gekürzt und kein 10er-Pack gebraucht :-D). Bevor ich angefangen hatte, hab ich nicht daran gedacht, dass die Blechschere das verbiegen wird, und dann war es zu spät ;-) Jetzt bin ich mit dem Ergebnis aber trotzdem zufrieden, wie gesagt für den Zweck mit der dicken Dauerdruckplatte ist das unkritisch und es sieht gar nicht mal so schlecht aus. Mit der Blechschere schneidet man wenigstens automatisch recht gerade. Wenn ich die zweite Hälfte noch mal nutzen will, werde ich das vermutlich mit der Trennscheibe machen.