RF1000 richtiges Gerät für mich ?

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lumo
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RF1000 richtiges Gerät für mich ?

Beitrag #1 von lumo » So 21. Dez 2014, 17:27

Hallo liebe Forumsmitglieder,

ich bin ein Noob im Bereich 3D Druck und 3D Drucker. Bin seit heute registriertes Mitglied in diesem Forum und freue mich schon auf künftige Diskussionen rund um das Thema. Bitte verzeiht mir falls ich Euch mit eventuell gestellten Fragen löcher.

Habe mir verschiedene Drucker angesehen: Ultimaker 2 , bq Witbox, makerbot replicator 2 und natürlich den Renkforce RF1000.

Mechanischer Aufbau:
Bezüglich Qualität der Komponenten und Rahmen sagt mir der Renkforce RF1000 wirklich sehr zu. Abschreckend finde ich die lange Ersatzteile-Lieferdauer und die wohl mangelhafte Dokumentation. Die Erweiterungsmöglichkeiten sind sicher beim Renkforce eine nette Zugabe aber für mich nicht relevant. Einzig den Umbau auf ein DUAL-Extrudersystem würde mich reizen, wo ich hoffe, dass dies Original vom Hersteller kommt. Die Linearführungen und Kugelspindeln machen einen guten Eindruck, bezüglich der verwendeten Motoren sowie Steuerelektronik konnte ich nur wenig finden? Gibt es hier Ersatz und Upgrade-Möglichkeiten? Wie hoch ist die tatsächliche Auflösung, (Wiederhol-)Genauigkeit? Teilweise werden ja bis zu 20Micron angegeben? Ist dies auch mit diesem Gerät möglich ?

Software:
Leider habe ich keine Ahnung welche Software auf dem Markt gängig ist. Es gibt wohl diverse Frei-verfügbare Programme welche mittels diesen Druckern arbeiten. Wie gut ist die mitgelieferte Software der Geräte ?

Druckqualität:
Die nächste Frage stellt sich für mich wie unterschiedlich die Druckqualität in einem geschlossenen Gehäuse sowie offenen Gehäuse ausfällt. Wie gut sind feine Strukturen replizierbar? Wie sieht es mit der mechanischen Festigkeit der Teile aus ? Sind Zahnräder aus einem 3D-Drucker wirklich auch so belastbar wie Zahnräder welche mittels Spritzguss hergestellt wurden ?
Habe hier bereits über Erfahrungen gelesen würde mich aber über Details freuen.

Erwartungen und Mehrere-Farben:

Ich erwarte mir einen möglichst großen Bauraum und eine glatte Oberfläche mit möglichst keiner Nachbearbeitung. Hier sind Systeme mit Dual-Extruder wohl heranzuziehen, da diese mittels 2. Extruder Stützstrukturen drucken können, welche danach mittels Wasser oder anderen Lösungsmittel ausgewaschen werden können. Zusätzlich könnte man in mehreren Farben Drucken. Ist es auch möglich einen Druck anzuhalten, die Farbe (Filament) zu wechseln und dann weiter zu drucken ?

Ich freue mich über Eure Meinungen und hoffe Ihr könnt mir auch etwas über die anderen Geräte erzählen.


Viele Grüße,
lumo

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Re: RF1000 richtiges Gerät für mich ?

Beitrag #2 von Digibike » So 21. Dez 2014, 21:09

Hi und Willkomen auch!

Vielleicht wäre das der richtige Einstieg für Vorstellungen...

Aber fangen wir mal klein an: Die Wiederholgenauigkeit hab ich noch nicht gemessen, aber vielleicht kann Udo was dazu sagen - druckt ja teilweise mit 0,05 mm pro Layer, was wohl eine gewisse genauigkeit voraus setzt... ;) Nur bei der Y-Achse sollte ein 2.ter schlitten drunter - verbessert die genauigkeit immens und ist kein Hexenwerk - vor allem, wenn man sowieso gerade auf aufbauen ist.. ;)
Als Software sind die üblichen verdächtigen Cura und Repetier Host in Kombi mit Slic3r dabei, welche schon das Profil für den Drucker eingebunden haben. Alle haben Ihre Vor- und Nachteile (Cura geniale Stützstrukturen und einfachstes Handling, aber wenig eingriffmöglichkeiten), Repetier Host besch...eidene Stützstrukturen aber viele Verstellmöglichkeiten, ich selber verwende Simplify, mit sehr vielen Einstellmöglichkeiten und super Support, aber nicht umsonst (knapp über 100 Euro) und anscheinend (kann ich noch nicht beurteilen) ausbaufähigem Dual-Support...
Bei der Druckqualität und belastbarkeit würde ich ganz klar sagen, wirst du eine Enttäuschung erleben! Erstmal zum Spritzguss: Da wird die Masse mit Druck in die Form gespritzt. Es erkaltet, zieht sich je nach Material etwas zusammen und hat dann die Materialbedingten Festigkeiten und Eigenschaften.
FDM hat aber keine Form - es wird einfach auf eine Platte schicht für Schicht gedruckt. Daraus ergibt sich, daß niemals ein vergleichbar Homogenes Gebilde wie bei Druckguss entstehen kann! Geht Physikalisch gar nicht - zumindest nach heutigem Stand der Technik undenkbar.
Die Zug- und Druckfestigkeit ist annähernd entsprechend den Materialeigenschaften aber nur auf einen Layer bezogen...
Dies ist Systembedingt und wirst du bei jedem FDM-Drucker wieder finden. Hier gibt es nun 2 Möglichkeiten, dem etwas entgegen zu wirken: 1.) Mittels größerer Düse eine höhere Layerhöhe zu drucken, was die Druckzeit senkt und die Stabilität erhöht, da wesentlich weniger Layer untereinander miteinander Verbapt werden müssen. 2.) Die Temperatur erhöhen, was ein besseres
verschmelzen mit der unteren Lage bewirkt. Ersteres bedingt aber eine deutlich schlechtere Auflösung und zweiteres hat zur Folge, daß man dann sehr schnell die Schwerkraft negativ bemerkt (Strukturen verwackeln durch die Drucktischbewegungen, Spitzen fließen weg und werden rundlich usw...
Ich habe ja keine Ahnung, was für Zahnräder du genau und für welchen Zweck du drucken willst, aber es hört sich für mich erstmal schwierig an. Bei Zahnrädern wird man vermutlich besser bei SLS-Verfahren aufgehoben sein - die sind aber erheblich teurer und haben andere Nachteile... Vielleicht bei einem Dienstleister drucken lassen?
Grobe Zahnräder in größeren Durchmessern (so 5-10 cm etc. könnten klappen, wenn keine zu großen Scherkräfte darauf wirken - zumindest als Prototyp, ob das funktionsmodell überhaupt später funktionieren würde... Weshalb man bei 3D Drucken ja auch eigentlich von Rapid Prototyping spricht.. Sprich schnell umsetzbare Prototypenmuster).

Mehrere Farben und Stützmaterial sind im Prinzip möglich, mehrere Farben sogar mit Singleextruder! Dazu solltest aber die Filamentspannplatte gegen eine andere, Praxistauglichere Version (findest im Wiki unter Hardware eine schöne Entwicklungsarbeit) austauschen. Dann klappt es bedingt. Bedingt deshalb, weil du beachten mußt, daß die Farbpigmente teilweise das Temperaturverhalten sowie Fließverhalten massiv verändern (Rotes PLA Filament z.b. wird bei der Einstellung für mein Weißes PLA-Filament der selben Firma nicht rechtzeitig fest - sprich muß deutlich mit der Temperatur runter usw...).
Hierfür habe ich Simplify auch. Dort kann ich genau sagen, ab Höhe so und soviel mm soll er mir die Temperatur auf diesen Wert ändern, gleichzeitig den Lüfter erhöhen und die Verfahrensgeschwindigkeit entsprechend abändern etc...
Da kann ich ganz genau darauf eingehen. Ich muß dann nur noch entweder bei SD-Druck genau beobachten, wann ich die Höhe zum Wechseln erreiche und dann kurz Pause drücken und auswechseln oder bei Druck über USB kann ich einen Stop in den Code einbauen. Dann stoppet er automatisch den Druck und wartet auf einen Tastendruck. Da hab ich natürlich beliebig Zeit und brauch nicht das Display ständig beobachten...
Das beantwortet, glaube ich, auch die Frage nach dem Stop! Ja, das beherrscht er. Wenn du 2 * die Stop-Taste drückst, fährt er sogar den Extruder etwas weg. Für was das gut ist? Nun, wenn du das Filament wechselst, solltest das alte im Extruder, schon verflüssigte raus und das neue in ausreichender Menge (solltest min. 8 mm, wenn unten neues rauskommt, noch rauspumpen, damit die Luft raus ist und gleichmäßig gefördert wird). Sollte nicht über dem Objekt passieren, oder...? ;)

Für Stützstrukturen brauchst zwingend einen Dual. Gute Anleitung und Teileliste findest hier. Conrad will einen Satz bringen, aber das dauert noch, bis das umgesetzt wird... Wird vermutlich dann einfacher und etwas günstiger sein, aber da ist Geduld gefragt...
Ja, das Thema Erstatzteile
Du suchst Hilfe bei Druck(er) Problemen? Dann lies bei der Anfrage hier "Lösung für Druckeinstellung/Hardwareprobleme gesucht?" durch und beantworte die
Fragen in deiner Anfrage - so wissen wir recht schnell, wo der Schuh drücken könnte!

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Re: RF1000 richtiges Gerät für mich ?

Beitrag #3 von lumo » So 21. Dez 2014, 21:55

Hi Digibike, hallo Forum,


danke für deine Ausführungen. Die Festigkeit von Druckguss wird nicht erreicht werden, da habe ich mich auch falsch ausgedrückt.
Für mich stellt sich die Frage ob die Teile auch eine gewisse Lebenserwartung haben, immerhin setzt man diese ja auch als tragende Komponenten für den eigenen Drucker ein etc. ? So wie ich hier es lese gibt es Probleme ABS zu drucken, teilweise sogar mit PLA. Das Wärmeverhalten ist wohl nicht optimal und der bewegte Tisch fördert das Verhalten wohl auch nicht.
Wäre es möglich mit passenden Stützmaterial eine Negativ-Form zu erstellen und dazwischen ABS oder PLA mit höherer Temperatur zu verfüllen? Gibt es Stützmaterial welches für sowas ausgelegt wurde ? Für mich wäre eine wirklich glatte Oberfläche wichtig ? Könnte sowas mit eine Art Filler und passenden Lack erreicht werden ? Oder lässt sich sowas direkt herstellen ?

Das mit den Ersatzteilen ist wirklich ein großer Minuspunkt. Welche Komponenten würdest du / Ihr empfehlen für einen Aufbau ? Welche Führungsschienen etc. sollte ich dazu bestellen ? Gibt es eine Liste mit Teilen die geändert / verbessert / ausgetauscht gehören ?

Toll wäre auch, wenn jemand etwas zu den anderen Geräten sagen könnte ?
Beste Grüße,
Lumo

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Re: RF1000 richtiges Gerät für mich ?

Beitrag #4 von riu » So 21. Dez 2014, 22:38

Hallo Lumo. Welcome to the Club! :mrgreen:

Eine immer aktuelle Liste für den Dual-Extruder Umbau findest du hier.

PLA ist nicht für eine lange Lebensdauer geschaffen worden. Es ist ein aus biologischen Bestandteilen erzeugtes synthetisches Polymer. Es verformt sich plastisch unter Spannung schon bei niedrigen Temperaturen (50-60ºC). ABS ist dagegen schon haltbarer und temperturunempfindlicher. Dafür ist es schwerer zu beherrschen beim 3D-Druck. Eine Nachbehandlung von einem Aceton-Dampfbad soll sogar spiegelglatte Oberflächen bringen.

Zu den anderen Geräten solltest Du in den Foren fragen wo die User auch diese haben. Hier gibts nut RF1000 Benutzer, denke ich. Der RF1000 unterscheidet sich hauptsächlich in soweit dass er mit Industriekomponenten gebaut ist und Kugelwagen und Spindeln anstelle irgendwelcher Gewindestangen oder Gleitbuchsen verbaut sind.

Gruß,
Udo

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Re: RF1000 richtiges Gerät für mich ?

Beitrag #5 von lumo » Mo 22. Dez 2014, 00:09

HI Forum, Hi Riu,

danke für das Willkommen, in ca. 10 Wochen dürfte ich dann wohl hier mitmischen. Leider ist der Renkforce Bausatz nicht lieferbar und 500 Euro mehr sind für andere Teile besser investiert. Außerdem wo bleibt der Spass wenn das Ding schon fertig hier steht ;-).

@riu Leider sind nicht alle Teile deiner Liste mit Bestellnummern im C-Shop auffindbar? Kannst du eventuell sagen welche Teile am wichtigsten beim Zusammenbau sind ? Digibike meinte eine zusätzliche Z-Schiene ? Gibt es hier Bilder oder ähnliches für den Umbau.

Danke!

Viele Grüße,
Lumo

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Re: RF1000 richtiges Gerät für mich ?

Beitrag #6 von JoBo » Mo 22. Dez 2014, 00:23

Hi lumo,

auch von mir ein Willkommen.

Ich glaube Du meintest Y-Achse? Schau mal im Wiki unter Erweiterungen, da hatte ich eine Umbauanleitung für den Untertisch eingestellt. Da gibt es auch eine Liste mit den Bestellnummern. Die Schiene und den Wagen kannst Du auch für den DualExtruder nehmen.

Gruß
Jörg
Think positive, flaps negative

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Re: RF1000 richtiges Gerät für mich ?

Beitrag #7 von lumo » Mo 22. Dez 2014, 11:16

Hi Jörg, hallo Forum,

Danke für dein Willkommen. Freut mich wirklich zu sehen, wie hilfsbereit hier alle sind. Hoffe auch etwas an die Community zurückgeben zu können. Das Wiki hatte ich noch gar nicht entdeckt. Die Anleitung schaut gut aus, jetzt weiß ich gleich, was ich noch bestellen sollte.
Denke es ist die Y-Schiene gemeint, habe den Drucker bisher ja nur auf Bildern und in Videos gesehen.

Kann mir noch jemand die Funktion der Heizbett-Extruder Kalibrierung schildern ? Wäre hier eventuell eine kontaktlose Kalibrierung möglich , eventuell mittels IR Abstandssensoren ? Obwohl bei den IR-Sensoren die Genauigkeit ein Problem sein könnte.
Mache ich mir hier eventuell zu viel Gedanken ?

Beste Grüße,
Lumo

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Re: RF1000 richtiges Gerät für mich ?

Beitrag #8 von Digibike » Mo 22. Dez 2014, 11:44

Hi Lumo,

ist wohl was durcheinander gekommen... Ich hatte nur von Y geredet - Z sind die 2 Gewindespindeln... Da was zu ändern wäre doch wohl etwas aufwändiger (Antrieb, Positionen der zusätzlichen Abstützungen etc...)
Eine Kontaktlose IR-Abtastung? Wozu dieser Aufwand? Manche nutzen gar keine Kalibrierung mehr...! Einfach 2.ter Schlitten an Y, dann ist das kippeln nach außen weg. Dann sauber Z ausgerichtet - vorzugsweise mittels Messuhr, aber geht auch mittels Kontakt (Spitze vorsichtig auf Tuchfüllung mit der Keramikplatte bringen und dann solange korrigieren, bis sie überall nur hauchdünn über die Platte streicht - von Hand schieben, nicht mittels Homeing oder per Reptier etc... ;) ). Dann brauchst nur noch den Korrekturwert von Hand eingeben, mittels M-Befehl im Start-code. Da das Ding nicht 08/5 zusammen geschustert ist, ändert sich da auch wenig bis gar nix...
Also, Bei einer IR-Abtastung würdest nur unnötig Geld und Zeit investieren, zumal die Onboard-Kalibrierung ja sauber funktioniert, wenn kein Bug in der Firmware oder andere Probleme vorliegen, aber davor bist bei IR auch nicht gefeit...
Wie das ganze nun funktioniert? Empfehlenswert ist als erstes der Austausch des Z-Schalters! Der hält das zwar aus, aber wieoft ist fraglich, da ja die Grundeinstellung mit, ich mein 5 Blatt Papier - ist schon lange her, daß ich ihn aufgebaut habe... - gemacht wird. Beim Abtasten hat er nun die Grundhöhe. Diese sagt ihm aber eigentlich nur, daß er hier langsam tun soll. Da fährt er dann gaaanz langsam immer weiter runter gegen die Keramikplatte - dadurch wird die Z-Schalter-Platine überdrückt, weshalb ich auch den Austausch empfehle, wenn die den Geist aufgibt, hält den Drucker nämlich nichts mehr beim nächsten Homeing... ;) . Im Extrudersockel sind nun Druckempfindliche Zellen, sogenannte Messzellen verbaut. Diese regestrieren den Druckanstieg und speichern den ermittelten Z-Wert an der Position X/Y in einer internen Tabelle ab. Das macht er mit einer ganzen Reihe von Positionen, die meines Wissens nach in der neuesten FW jetzt sogar noch etwas verfeinert wurden, wenn ich das richtig gelesen habe...?
Wenn nun beim nächsten Druck in der Startsequenz des Gcodes Der Befehl M 3001 auftaucht, sagt es der FW, daß er die Höhe die ersten Lagen mit der Tabelle ausgleichen soll, d.h. er ändert an den entsprechenden Positiion immer geringfügig die Höhe und paßt die Fördermenge an, so daß nach 2-3 Lagen der Layer im Prinzip 0 differenz zueinander hat. Wenn du also mittels Raft druckst, brauchst du da noch nichtmal am Werkstück die Höhendifferenzen berücksichtigen. Allerdings bewegt sich das Ding auch in engen Grenzen, also eine über mm Sichelkrumme Platte kann das auch nicht ausgleichen, da steigts dann aber für gewöhnlich auch aus, ebenso wenn die Messzellen von anfang an verspannt sind, so daß Sie im "entlasteten" zustand schon an der oberen Messgrenze kratzen.

Ich hoffe, daß war das, was du wissen wolltest? Oder habe ich deine Frage falsch verstanden?

Gruß, Christian
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Re: RF1000 richtiges Gerät für mich ?

Beitrag #9 von HJK » Mo 22. Dez 2014, 14:37

Also mein Drucker ist ab Januar für 1850 Euro + Versandkosten zu haben. :yes:
Inklusive 2. Y-Schiene, robusterem Z-Stop, Filamenthalterung und zweitem 1,75 er Hotend + ca. 38 Monate Conrad Garantie.
:clapping:
Gruß HJK

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Re: RF1000 richtiges Gerät für mich ?

Beitrag #10 von 3D » Fr 22. Jan 2016, 11:58

In der Computerzeitschrift „CHIP“ 02/2016, S. 94, 95 werden 11 verschiedene 3D Drucker bewertet.
Abgesehen von dem einen Laserdrucker, sind 10 verschiedene Extruderdrucker genau gegenübergestellt.
Die besten 3 Bewertungen (wo auch der Preisleistungsverhältnis berücksichtig wurde und viele andere allgemeine Faktoren, daher musste der sehr teure Laserdrucker [3.350,-- €] mit einzig 100 Punkten bei der Druckqualität trotzdem ausscheiden) haben folgende 3 3D-Drucker den Spitzenplatz erhalten:
Platz 1: Ultimaker /2;
Platz 2: RF1000;
Platz 3: Replikator Desktop (gegenüber seinem Bruder Replikator2 auf dem 8.ten Platz).

Was die Ergonomie des Druckers betrifft, hat nur der RF1000 100 Punkte bekommen und liegt damit auf dem ersten Platz auf diesem Bereich.
Was mich aber sehr verwunderte (zumal schon wegen der Kugelumlaufspindeln!), dass die DRUCKQUALITÄT des RF1000 Druckers recht schlecht bewertet wurde. Er liegt an der 5.ten Stelle mit nur 86 Punkten!
Wie kann so was sein? Ich hatte da mehr erwartet.
Bei Druckqualität (Abweichung beim Drucken) ist da der Wert mit 0,8mm angegeben. Kaum andere Drucker haben solchen Wert! (Vergleich: Ultimaker2 = 0,4mm; Replikator Desktop = 0,2mm und etliche andere mit besseren Werten).

Dennoch, wenn man alles zusammen betrachtet, inkl. Preis, Ausstattung, Geschwindigkeit, Erweiterungen etc., nimmt der RF1000 den zweiten Platz ein.


Mahlzeit!


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