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Re: Der Werkstoff ABS

Verfasst: Do 9. Feb 2017, 17:10
von R3D3
Man könnte in einem eigens geschriebenen Tool Change Gcode den 1. Extruder abkühlen lassen (auf, sagen wir mal, 160°?) während der 2. aufheizt bzw. umgekehrt. Dies hat mit einigem Erfolg bei mir damals zu Verringerung des Problems des köchelns beim nicht druckenden Extruder geführt. Der Druck dauert natürlich länger (je mehr tool changes, desto länger länger ;)).

Re: Der Werkstoff ABS

Verfasst: Do 9. Feb 2017, 17:13
von Digibike
Hi,

In Simplify kannst du mittels Toolchange die Temperatur beim Extruderwechsel absenken, bzw. erhöhen. Ist genau für sowas gedacht...
Denke mal, die anderen Slicer haben auch sowas oder ähnliches?

Generell ist es keine gute Idee, das Zeug allzu lange vor sich hin köcheln zu lassen... Aufheizen ist noch eins, aber mitten im Druck...

Gruß, Christian

Re: Der Werkstoff ABS

Verfasst: Do 9. Feb 2017, 18:55
von Nibbels
Danke :)

Ich dachte schon mal unscharf an sowas. In Slic3r gibts diese Oozeprevention. Da kann man einstellen, um wieviel °C bei einem inakiven Tool abgekühlt werden soll.
Wenn ich bei 254°C drucke und bei (ganz sicher, weil http://www.rf1000.de/viewtopic.php?f=62 ... 617#p16617 ) 230°C immernoch diese Zersetzung stattfindet dauert der Druck ziemlich lange. Ich muss mal rausfinden, wie weit runter man mit der Temperatur gehen soll.


Bei PLA reichts bestimmt unter diese magische 205°C-Grenze in den Diagrammen zu gehen.

PLA rot Velleman
Bild
PLA schwarz Velleman
Bild

Ich werde mir eure Tipps merken und genauer reinschauen, wenn ich mich für Dualdruck bereit fühle :D

Danke!

Re: Der Werkstoff ABS

Verfasst: Mo 22. Mai 2017, 15:10
von Nibbels
Wegen den schwarzen/braunen Popeln bei länger gekochtem ABS hat hal4822 was interessantes verlinkt:
Das gehört hier dazu, dann finden wir es wieder :)

http://www.rf1000.de/viewtopic.php?f=8&p=18462#p18462
hal4822 hat geschrieben:
AtlonXP hat geschrieben: ich denke auch, dass das Problem gelöst ist.
LG AtlonXP
Wenn der Themenstarter auf Grund der vorgeschlagenen Tests das Problem für gelöst hält, dann sage ich nichts mehr (wundere mich aber auch nicht, wenn er sich trotzdem geirrt hat).
Solange sich Wissenschaftler damit befassen höre ich aber lieber auf diese:
https://3druck.com/gastbeitraege/eine-w ... gn=n17kw21

Hat zwar jetzt nichts mit SmartABS zu tun, aber bei dieser Untersuchung spielte sogar die Kohlensäure der Umgebungsluft eine Rolle !
Also besser den Sekt nicht neben den Drucker stellen :grins:

Re: Der Werkstoff ABS

Verfasst: Di 23. Mai 2017, 17:06
von RoboCop
https://youtu.be/Dbt4IMCZYPQ

Wenn man nett fragt, macht er bestimmt auch ein Test mit ABS..

Re: Der Werkstoff ABS

Verfasst: Mo 19. Feb 2018, 08:14
von hal4822
Nibbels hat geschrieben:...
Das heißt für mich:
- Wenn beim Druckstart Blasen entstehen muss es nicht zwingend Feuchtigkeit sein....

LG
(Zitat stammt aus #9)
Diese Erkenntnis hast Du schon bei #2 geäußert und ich hatte mich gefragt, ob ich das nicht genauso gesehen hätte. Allerdings hätte ich eher auf Kondenswasser in der Maschine getippt, weil mein Filament ja bei Nichtgebrauch gegen Wasser geschützt aufbewahrt wird.

Wie auch immer - es war für mich ein Grund Wikipedia zu Rate zu ziehen und siehe da : es gibt 2 grundsätzlich verschiedene Herstellungsverfahren, die sich stark durch Ausgasung unterscheiden !

Beim erstgenannten Verfahren soll das entstehende ABS gelb sein. Meine Vermutung ist, dass dieses Verfahren schon deshalb vermieden wird.

Da ich auf gelieferten Spulen noch nie Angaben bezüglich Herstellungsverfahren gefunden habe wäre mal die Auskunft des Fachmannes gefragt (sorry, falls es schon irgendwo steht, aber ich bin bei solch epischen Werken sicher nicht der Einzige, der was überliest. :lazy: )