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Filament

Verfasst: Sa 5. Mär 2016, 12:55
von 3dplaner
Hallo, ich habe eine Frage, ein Gefäß aus PLA gedruckt, ist das wasserdicht?.
Danke Helmut

Re: Filament

Verfasst: Sa 5. Mär 2016, 13:14
von georg-AW
Hi
Man kann das mit "Jein" beantworten. Ich habe vor ca. 1 Jahr diverse Versuche mit Hohlkugeln gemacht. Je nach Wandstärke waren diese wasserdicht oder auch nicht. Ab ca. 1mm waren die Kugeln sicher 24 Stunden dicht. Mit Wandstärken über 2mm gab es kaum Undichtigkeiten während Tagen.
Es ist allerdings ein grosser Einfluss der Drucktemperatur feststellbar. ( tiefe Temperatur > schlechtere Dichtigkeit, das immer mit PLA )
Bei Wandstärken von 0.5 bis 0.8 mm waren einzelne Kugeln dicht andere nicht. Kleine Druckfehler entscheiden über die Dichtigkeit.

ciao Georg

Re: Filament

Verfasst: Sa 5. Mär 2016, 14:04
von rf1k_mjh11
Helmut/3dplaner,

Ich habe Adapter für eine 'Bewässerungsanlage' gedruckt. Die Teile stehen unter ca. 0.15bar Überdruck (1.5m Wassersäule). Damals habe ich sie mit einer 0.3mm Düse gedruckt, mit 4 Perimeter/Shells (ergibt ca. 1.2mm Wandstärke). Dazu kam noch eine Klebestelle und eine Art O-Ring-Dichtung dazu. Von insgesamt 18 gefertigten Stücken waren letztlich nur 8 ausreichend dicht. Sie tun aber schon seit 9 Monaten ihren Dienst und sind noch dicht (und stehen permanent unter 0.15bar Überdruck).
Meistens waren die Teile an der Bodenfläche undicht. Daher sollte man auch die Anzahl der 'Solid layers' beachten.

mjh11

gedrucktes Gefäß abdichten

Verfasst: Sa 5. Mär 2016, 19:27
von RAU
Je nach Anwendung wäre es auch eine Möglichkeit die Innenfläche mit Farbe/Lack/Silikon oder was auch immer zu bestreichen/besprühen.

Bei ABS gäbe es noch die Möglichkeit mit Aceton. Ich habe dünne Rohre aus ABS so abgedichtet: Etwas Aceton einfüllen. Enden zuhalten und schütteln, bis die Flüssigkeit verschwunden ist. Dann hat sie sich nämlich in den Wänden verteilt und diese eingeweicht. Nach dem Trocknen war alles dicht.

Re: Filament

Verfasst: Sa 5. Mär 2016, 20:30
von rf1k_mjh11
Ich habe die Innenseiten der Adapter damals mit einer stark verdünnten Aceton/ABS-Lösung bestrichen. Auch mit dem Hintergedanken, die Dichtigkeit zu erhöhen.