Dualexdruder

Hier geht es ausschliesslich um die Extruder und Kühlung des Filamnts des RF1000. Fragen und Probleme sowie Verbesserungen können hier diskutiert werden
3dplaner
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Dualexdruder

Beitrag #1 von 3dplaner » Di 19. Jan 2016, 19:39

Hallo, ich finde die Filament Führung beim RF 2000 sieht doch recht gut und einfach aus. Ist es möglich diese auch für den RF 1000 zu modifizieren.
Also natürlich nur eine Federspannvorrichtung.
Vielen Dank

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riu
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Re: Dualexdruder

Beitrag #2 von riu » Do 28. Jan 2016, 12:48

Hi.

Klar warum nicht? Mit einer Fräse sollte man die Teile recht einfach herstellen können.

Liebe Grüße,
Udo

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RAU
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Re: Dualexdruder

Beitrag #3 von RAU » Do 28. Jan 2016, 21:33

Stimmt, das Prinzip ist recht einfach, und auch gängig. Z.B. würde das hier
http://www.thingiverse.com/thing:53125
auch an unsere Motoren passen. Sowas gibt es auch aus Metall zu kaufen (ebay). Aber die Tiefe stimmt nicht. Die Führung ist in Y-Richtung viel zu weit hinten für unseren Drucker.

Ich habe das genannte Teil mal zum Spaß (und zum Anpassen) ausgedruckt. Der Designer wusste, was er tut, es ist sehr gut in ABS zu drucken. Es wirkt präzise und steif.

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Re: Dualexdruder

Beitrag #4 von hal4822 » Fr 29. Jan 2016, 11:35

RAU hat geschrieben:... Z.B. würde das hier
http://www.thingiverse.com/thing:53125
... Der Designer wusste, was er tut, es ist sehr gut in ABS zu drucken. Es wirkt präzise und steif.


Naja, einem Zäpfchen von 4mm Durchmesser den Druck dieser Feder (die ja vermutlich die 4 Federn am RF1000 ersetzen soll) zuzumuten ...ich würde da lieber ein 4mm-Loch drucken für einen Rundstab oder eine Senkkopfschraube.
https://www.youtube.com/watch?v=ZdOS5NP5eaE ab Minute 1:10

Entzückende 10mm-Nirosta-Kugellager gibt es übrigens bei Conrad. Die Verpackung für meine 10 bestellten Lager, die in einem Warenversandbeutel kleinster Größe Platz gehabt hätten, die übertraf die Ware mal wieder um das x-Tausendfache; so weiß man wenigstens, wie "jeder" Bürger auf etliche Tonnen Verpackungsmüll pro Jahr kommt :diabolisch:

Noch am Rande eine Freude für den Dreckfühlerdeibel: abgesehen davon, dass dieser Thread per Suche nach "Dualextruder" nicht gefunden würde (was ja nichts macht, weil die letzten 3 Beiträge eh nur noch von einem Single-Extruder handeln), das Wort "Exdruder" gibt es nicht. :evil:

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Re: Dualexdruder

Beitrag #5 von rf1k_mjh11 » Fr 29. Jan 2016, 12:44

hal4822,

Ich stimme dir bzgl. der gedruckten 4mm Lagerachse zu. Aber folgende Aussage:
hal4822 hat geschrieben:.... den Druck dieser Feder (die ja vermutlich die 4 Federn am RF1000 ersetzen soll) zuzumuten ...ich würde da lieber ein 4mm-Loch drucken für einen Rundstab oder eine Senkkopfschraube.

trifft nicht ganz zu. Die Feder im Video hat eine Hebelübersetzung von ca. 2:1. Damit benötigt es nur mehr vielleicht 60-70% der Kraft. Und beim RF1000 entsteht die Andrückkraft nur durch 2 Federn. Man könnte theoretisch die unteren zwei Federn (oder die oberen zwei) durch eine (starre) Achse ersetzen und die resultierende Gesamtkraft würde gleich sein wie mit den 4 Federn. Das war seinerzeit mein Ansatz mit dieser Konstruktion.
So gesehen muss die Feder nur eine um ca. 23-50% höhere Kraft ausüben als eine der 4 Federn im RF1000.

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Re: Dualexdruder

Beitrag #6 von RAU » Fr 29. Jan 2016, 19:00

Das Zäpfchen wird von beiden Seiten gehalten (eine Seite ist der exakt passende Deckel) und hat eine Hebellänge von Null. Das Kugellager liegt direkt am Hebel und am Deckel an. Das hält schon! Ich werde nicht besteiten, dass Metall noch stabiler ist. ;)

Es ging mir auch mehr darum, dass die Haptik insgesamt sehr gut ist und es sollte auch nur ein Beipiel sein, dass man da schon einiges selbst machen kann.

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Re: Dualexdruder

Beitrag #7 von rf1k_mjh11 » Fr 29. Jan 2016, 20:44

RAU,

Du hast schon recht, insgesamt ist es ziemlich gut umgesetzt.

Das Zäpfchen hat 4mm. Das Filament beim Standard RFx000 hat 3mm.
Das Zäpfchen wird beinahe zur Gänze nur auf Abscherung beansprucht. Andererseits, wenn man sieht, wie das 3mm Filament durch das Andrückkugellager (und das Rändelrad) 'plattgedrückt' wird, kommen mir schon Bedenken. Und die Abscherkraft wirkt genau in 'Layer-richtung'.
Aber wie komme ich dazu, das zu kritisieren - ich bastele immer noch an hochkant gedruckte Flügel! Übrigens - Flügel ist noch keiner gebrochen, bisher nur der Rumpf (also quer zur Layer-richtung).


Übrigens gab es diese '1-Hebel-und-1-Feder'-Lösung schon mehrere Jahre. Ich glaube der Wades Extruder hat es schon früh eingesetzt.

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Re: Dualexdruder

Beitrag #8 von hal4822 » Sa 30. Jan 2016, 09:04

rf1k_mjh11 hat geschrieben:...Aber wie komme ich dazu, das zu kritisieren ...

mjh11


Wozu sonst ist ein Forum da, wenn nicht zu solch konstruktiven Überlegungen !?

Ich z.B. war mir nicht sicher wegen der Federkraft und nur wenn man das Basisteil sowieso ändern muss, dann macht man das mit dem Zäpfchen doch gleich mit.

Ein Loch ist notfalls auch sehr viel leichter zu glätten als so ein Zäpfchen.

Übrigens wird ein abgescherter Zapfen vermutlich garnicht gleich bemerkt, denn das Filament gleitet vermutlich zunächst unbemerkt am blockierten Kugellager entlang.

Zuletzt noch die Frage, ob das 12mm-Kugellager beim RF1000 nicht doch die bessere Wahl ist - schon bezügl. Außendurchmesser und weichem Filament. Schließlich haben Geländewagen auch nicht deshalb meist größere Raddurchmesser, weil sie damit mehr Dreck auf die Straße ziehen können.

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Re: Dualexdruder

Beitrag #9 von RAU » Sa 30. Jan 2016, 14:34

hal4822 hat geschrieben:
rf1k_mjh11 hat geschrieben:...Aber wie komme ich dazu, das zu kritisieren ...

mjh11


Wozu sonst ist ein Forum da, wenn nicht zu solch konstruktiven Überlegungen !?

Ich z.B. war mir nicht sicher wegen der Federkraft und nur wenn man das Basisteil sowieso ändern muss, dann macht man das mit dem Zäpfchen doch gleich mit.

Ein Loch ist notfalls auch sehr viel leichter zu glätten als so ein Zäpfchen.

Übrigens wird ein abgescherter Zapfen vermutlich garnicht gleich bemerkt, denn das Filament gleitet vermutlich zunächst unbemerkt am blockierten Kugellager entlang.

Zuletzt noch die Frage, ob das 12mm-Kugellager beim RF1000 nicht doch die bessere Wahl ist - schon bezügl. Außendurchmesser und weichem Filament. Schließlich haben Geländewagen auch nicht deshalb meist größere Raddurchmesser, weil sie damit mehr Dreck auf die Straße ziehen können.


So gefragt ist die Antwort natürlich klar: ein größeres Kugellager ist besser. Es drückt sich weniger ein und läuft dadurch leichter. Es soll sich schließlich nur das Ritzel ins Filament drücken. Ob das eine Rolle spielt ist eine andere Frage und es ist vor allem relativ: Die Makerbotler ersetzen mit dem Teil eine Konstruktion, die weder eine Feder noch ein Kugellager kennt. Das Filament wird mit einer fest angebrachten Gleitfläche auf das Ritzel gedrückt. :sick:

Auch ich würde einen Metallbolzen statt dem "Zäpfchen" ganz selbstverständlich vorsehen. Ich gebe euch in allen Punkten recht, auch dass die Diskussion berechtigt ist u.s.w.

Ich wollte auf etwas ganz anderes hinaus. Ich war nach dem Druck etwas überrascht, wie es in der Hand wirkt. Nämlich ganz anders als meine eigenen Konstruktionen. Ich betrachte das Ding jetzt schon ziemlich lange, auch mit eingesetzter Schraube. Am Hebel spürt man eine leichte Elastizität, wenn man kräftig zieht, an der Grundplatte überhaupt nicht. Das hängt mit dem Detailreichtum n der Konstruktion zusammen. Auf der Rückseite sind schon Vertiefungen, die keine Funktion haben. Ich habe mich erst gefragt, ob das Teil als Spritzgussteil gedacht war und man Material sparen wollte. Und schaut euch das Gegenlager für die Feder an: Unten eine Riffelung, an der Oberfläche wieder eine Einbuchtung, und neben der Feder zwei diagonale Streben. Dazu viele Rundungen.
Was dahinter steckt: Diese ganzen Details produzieren Perimeter. Ein Perimeter in einem Layer betrachtet ist immer ein ringförmiges geschlossenes Gebilde. Dies produziert die höhere Steifigkeit im Vergleich zu glatten einfachen Formen, die lediglich gefüllt werden.

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Re: Dualexdruder

Beitrag #10 von rf1k_mjh11 » Sa 30. Jan 2016, 15:54

RAU,

Da dürftest du Recht haben:

RAU hat geschrieben:....
Was dahinter steckt: Diese ganzen Details produzieren Perimeter. Ein Perimeter in einem Layer betrachtet ist immer ein ringförmiges geschlossenes Gebilde. Dies produziert die höhere Steifigkeit im Vergleich zu glatten einfachen Formen, die lediglich gefüllt werden.


Ich versuche das zwar immer im Hinterkopf zu behalten, gelingt mir nicht ganz.

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