Fädenziehversuch - Einflussfaktoren

Die Wahl des Filaments ist nicht ganz unwichtig für ein erfolgreiches Umsetzen einer Idee in ein Produkt. Hier kann alle Erfahrung geteilt werden.
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Re: Fädenziehversuch - Einflussfaktoren

Beitrag #11 von Digibike » Do 7. Jan 2016, 19:59

wal-T hat geschrieben:Weiss nicht genau ob Alles in den Thread gehört aber ich stelle mal eine paar Bilder meiner ersten Druckversuche mit dem RF2000 hier rein.
Material: Renkforce PLA 1.75mm (ist 1.82mm) Skyblue
Extruder: 220-230°C / Bett: 60°C / Infill: 15% Rectilinear /Extrusion Multiplier 1.1 /Printspeed 80 mm/s
Ich könnte das Problem bei diesem Teil umgehen indem ich Crossing minimiere und eine andere Infill Geometriel wähle oder gar keine. Jedoch lerne ich dann wenig daraus und das Problem des zu wenig extrudierten Materials bleibt bestehen.


Mal eine Frage am Rande... Hat der nicht, wie der RF1000 auch, standardmäßig 3,0 mm Extruder? Oder haben die das geändert...?
Wenn dem so ist, kenne ich wohl dein Problem mit der zu geringen Menge und den Fäden... Das wirst mit 1,75er dann kaum
in Griff bekommen...

Gruß, Christian
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Re: Fädenziehversuch - Einflussfaktoren

Beitrag #12 von Digibike » Fr 8. Jan 2016, 17:08

Hi!

Also, soweit ich jetzt, dank Evo-Max, informiert bin, sind da wie beim RF1000 auch 3,0 mm Extruder, nur eben derer 2 verbaut.
Wal-T, daß dürfte dann dein Einstellungsproblem erklären! Der Extruder kann überhaupt nicht genug nach oben
hinabdichten, d.h. so wie das Zeug verflüssigt wird, läuft es gleich raus - 0 Druck! Damit hast du Oozen ohne Ende.
Gleichzeitig bekommst du auch nicht genug Material angehäuft, um es kontrolliert raus zu bekommen. Das bekommst
du nicht eingestellt mit dem Multipler! Du hast falsches Filament! Du brauchst 3,0 mm Filament! Es paßt zwar das 1,75er
rein, aber wie gesagt, damit bekommst keinen Druck in der Kammer hin, entsprechend auch kein "Unterdruck" um das
Oozing in Griff zu bekommen. Das Zeug läuft, je nach grad der Verflüssigung, einfach raus oder halt auch nicht, wenn
zu wenig da ist um durch die Düse zu quetschen.... Da kannst 20 cm Retract einstellen, die verbleibende Menge wird
trotzdem einfach weiter rauslaufen, solange Sie heiß genug ist. Ist im Prinzip Durchlauferhitzer nur mit Plastik... :zwinkern:
Abhilfe: Extruder gegen 1,75 er wechseln (hab ich so gemacht, 1 Extruder 1,75 mm und einer 3,0 mm) oder aber 3 mm
Filament nehmen, dann wirds deutlich besser werden... :good:
Dann wird auch der Lerneffekt nicht ausbleiben, wenn du an den Reglern rumschraubst... :zwinkern:
Oder hast du wieder erwarten gleich bei Kauf die Extruder gewechselt? Vermute aber nicht...

Gruß, Christian
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Re: Fädenziehversuch - Einflussfaktoren

Beitrag #13 von wal-T » Sa 9. Jan 2016, 17:25

Hiho,
Vielen Dank. Bin inzwischen auch zur Einsicht gelangt das ich zu viel 1.75mm Filament für meine 3mm Extruder gekauft habe. 3mm Filament kommt Montag :)
Jedoch möcht ich aufzeigen das durchaus auch mit 1.75mm Filament in einem 3mm Extruder akzeptable Druckergebnisse erzeugt werden können mit dem nötigen Feintuning.
P1080320.JPG
P1080324.JPG
P1080325.JPG

Und zwar bin ich wie folgt vorgegangen:
-Erhöhung der Federvorspannung
-Kalibrierung der Extruderschritte
-Senkung der Extrudertemperatur um 15-20°C
-Speed von 80mm/s auf 70mm/s
Et puis voila! Es ist nur noch vereinzelt das sogenannte Engelshaar vorhanden. Fäden = Keine
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Re: Fädenziehversuch - Einflussfaktoren

Beitrag #14 von RAU » Sa 9. Jan 2016, 17:35

wal-T, und mal ganz dumm gefragt, im Slicer hast du die 1.75mm Diameter eingestellt, ja?

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Re: Fädenziehversuch - Einflussfaktoren

Beitrag #15 von wal-T » Sa 9. Jan 2016, 17:43

Bis jetz immer die Voreinstellungen des RF2000_PLA300_S genommen und den Durchmesser 1.82mm bei den Filament Settings angepasst.
Ich nehme mal an Slicer nimmt diesen Wert zur Berechnung der Extrusion?
Ich habe erst vorhin entdeckt das Voreinstellungen für RF1000_PLA175 existieren.

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Re: Fädenziehversuch - Einflussfaktoren

Beitrag #16 von RAU » Sa 9. Jan 2016, 17:52

Das dürfte dann schon korrekt sein, wie du das gemacht hast. 1.82 ist vermutlich der tatsächliche (gemessene) Durchmesser. Ich glaube nicht, dass in dem PLA175-Profil noch etwas anderes geändert wurde.

Schade ;). Hätte so gut zum ersten Bild in Post #4 gepasst, wo ja mehr als ein paar Prozent Material fehlen...

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Re: Fädenziehversuch - Einflussfaktoren

Beitrag #17 von RAU » Mo 11. Jan 2016, 23:28

Zurück zum Thema Stringing/Fädenziehen...

Ich habe eben festgestellt, dass der Lüfter einen großen Einfluss haben kann. Ich habe mit XT ohne Lüfter gedruckt und bekam an den Rändern viel überhängendes Material. Das XT (wie vermutlich alle PETs) oozed sehr stark, es läuft also bei den Transportwegen nach. Das legt sich dann an den Rändern des Druckobjekts ab, wenn der Extruder von Druckinsel zu Druckinsel fährt.

Inzwischen habe ich aber endlich wieder einen Bauteillüfter, und wollte mal den Unterschied sehen. Oozing ging davon natürlich nicht weg, aber zu meiner Überraschung wurde das überschüssige Material nun komplett in Fäden umgesetzt. Offenbar führt das Kühlen dazu, dass sich das flüssige Material in der Düse nicht mehr vom bereits gedruckten trennen möchte. Wenn dann ein Faden herausgezogen wird, wird dieser ja auch sofort gekühlt, wodurch sich der Prozess fortsetzt. So meine Theorie jedenfalls.

Leider habe ich die Bauteile schon gereinigt und nicht an Fotos gedacht.


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