Vorstellung Thermaler

Hier könnt Ihr euch vorstellen und allen Anderen einen kleinen Überblick über eure Person geben (Vorname wäre auch schön :P ) und vielleicht schreiben wie Ihr hierher gefunden habt.
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Vorstellung Thermaler

Beitrag #1 von Thermaler » Mo 28. Dez 2015, 17:50

Ich habe meinen RF1000 zwar schon eine Weile, aber nach der anfänglichen Euphorie war ich mit den Ergebnissen, insbesondere von ABS doch schnell wieder ernüchtert. Mir wurde klar dass es da noch viiiiiel Erfahrung zu sammeln gibt, und daich im Sommer nicht so viel Zeit hatte blieb das DIng erst mal in der Ecke stehen.
Nun habe ich mir auch noch die Fräserweiterung gegönnt und möchte mich wieder mehr mit den Zauberding beschäftigen.
Haupt Ziel ist aber noch immer das Drucken von Geometrien die sich so nicht fräsen lassen.
Ich will nun erst mal von den Erkenntissen der Forumsmitglieder profitieren und den RF1000 so "aufbereiten", dass er mir möglichst lange Spass macht.
Als erfahrener SolidWorks User kann ich gerne auch mal das eine oder andere STL erzeugen, wenn denn Not am Mann ist.
Ich freue mich auf einen regen Ausausch.
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Re: Vorstellung Thermaler

Beitrag #2 von Digibike » Mo 28. Dez 2015, 23:43

Hi und Willkommen hier bei uns!

Ja, ABS ist schon ein wenig anspruchsvoller... Du solltest über eine Einhausung nachdenken!
ABS mag absolut keine Zugluft und eigentlich sollte der Druckraum auch auf Temperatur sein...
Aber eine gute Haftung vorausgesetzt, erzielst du schon mit einer Einhausung sehr gute Ergebnisse!
Von daher Kopf hoch und nur Mut!

Gruß, Christian
Du suchst Hilfe bei Druck(er) Problemen? Dann lies bei der Anfrage hier "Lösung für Druckeinstellung/Hardwareprobleme gesucht?" durch und beantworte die
Fragen in deiner Anfrage - so wissen wir recht schnell, wo der Schuh drücken könnte!

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Re: Vorstellung Thermaler

Beitrag #3 von Thermaler » So 31. Jan 2016, 15:03

Nachdem ich inzwischen einiges rumexpererimentiert habe, und auch viele neue Erkenntnisse sammeln konte/musste will ich mal zumindes einen Teil an die anderen Neueinsteiger weiter geben.
Mein erstes große Problem mit der Haftung auf dem Druckbett habe ich einigermassen im Griff. PLA scheint bei mir nur mit "Nachhilfe" zu funktionieren. Ich benutze Foto-Mount Sprühkleber von 3M mit brauchbarem Erfolg. Der Vorteil ist, er strägt kaum auf, d.h. Z-Nullpunkt muß nicht ständig korrigiert werden, und er läßt sich auch ganz gut wieder abwaschen. Da es bei mit im Keller aber im moment recht kalt ist habe ich Experimente mit PLA im Moment eingestellt weil mit dauernd das Filament bricht.
Daher habe ich mich ABS zugewandt. Hier habe ich Verbesserungen mit PLA-Glue erziehlen können, aber erst wirklich erfolg gehabt nachdem ich die Betttemperatur deutlich erhöht habe. Jetzt habe ich eher das gegenteilige Problem: Die Haftung ist so gut das Teile des Druckbettes mit abgehen.
Durch das Experimentieren mit recht hohen Temperaturen kam das das wohl unvermeidliche: Beton im Extruder. Bei dem Versuch da etwas zu heilen ist mir der Patient dann leider verstorben.
Die Konstruktion des Extruders ist zwar recht pfiffig, aber, wenn mal was klemmt ist eine Zerstörung der filigranen Technik kaum verbeidbar.
Nachdem hier im Forum auch geteilte Meinungen über den neuen Extruder herrschen und die Lieferzeit ungewiss war, habe ich kurzentschlossen 2 Billigextruder für 14,90/Stk bestellt und die waren bereits am nächsten Tag in der Post. Nach einigem Überlegen wie das Teil am RF1000 zu verwenden wäre ohne gleich alles um zu bauen kam die zündende Idee: Ich hab den alten Conrad Extruder komplett zerlegt. Das Hot End hat M6 Gewinde. Im Billigteil ist eine Endelstahl Gewindehülse mit...... ja ebenfalls M6 Gewinde. Also hab ich diese Hülse auf eine passende Länge gesägt, das neue billig Hotend in den Plastikbody des alten RF Extruders geschraubt und..... funzt.
Bei den ersten Drucken habe ich dann aber festgestellt, dass die Heizleistung der neuen Heizpatrone wohl um einiges größer ist als beim RF und mir die Temperatur insbesondere beim Aufheizen nach oben durchgeschossen ist. Der schlaue RF hat das natürlich gleich gecheckt, den Extruder für defekt erklärt und alle Heizungen abgeschaltet. Um den Widerstand der Heizpatrone zu erhöhen habe ich erst mal die 2. Patrone die ich vorrausschauend mit bestellt hatte in Serie geschaltet und jetzt geht das ganz geschmeidig. Ich werde mir jetzt noch ein neues ALU-Teil für das Hot-End schnitzen in dem beide Heizpatronen Platz haben, um nicht nur den kalten Keller zu heizen.
Zum Thema Z-Endschalter hatte ich auch eine sehr einfache Idee. Das Problem ist ja wohl dass die Z-Achse manchmal etwas viel Schwung hat und den armen kleinen Schalter einfach zu Brei drückt. Drum hab ich mir ein Messingröhrchen genommen das gerade über den Schraubenkopf passt. Das Röhrchen oben mit einem kleinen Blech zugelötet und eine Schraubenfeder aus einen alten Sortiment von Conrad oben auf den Schraubenkopf gestellt und das Röhrchen drüber gestülpt. Das Röhrchen ist so lang dass es bis über die Abstandsmutter reicht. Damit hat der Endschalter jetzt etwas mehr Weg bevor die Platine bricht. Die Puristen werden jetzt einwenden: Aber die Wiederholgenauigkeit........ Mir reicht sie.

Viel Erfolg beim "Extruderrecycling"

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Re: Vorstellung Thermaler

Beitrag #4 von hal4822 » So 31. Jan 2016, 16:33

Thermaler hat geschrieben:... Die Puristen werden jetzt einwenden: Aber die Wiederholgenauigkeit........ Mir reicht sie.

Viel Erfolg beim "Extruderrecycling"


Kein Einwand, aber genau diese Idee wollte ich mit einer Kugelschreiberfeder ausführen (weil die den Schalter kaum zerstören kann) , aber weil ich die Feder vorspannen will (damit der Druck für den Schalter langt), befindet sich das Ding noch in der Planungsphase.

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Re: Vorstellung Thermaler

Beitrag #5 von rf1k_mjh11 » So 31. Jan 2016, 16:37

Thermaler,

Die neuen Hot Ends (Extruder) die du dir beschafft hast, waren die für 24V ausgelegt?

Du solltest, wenn du eine neue Heizung und/und Temperaturfühler verwendest, dir neue PID-Werte ermitteln lassen. Dazu verwendet man
M303 P0 S<sollTemp> X0
Mit sollTemp ist die am häufigsten verwendete Temperatur gemeint.
Auch solltest du prüfen, ob in der Firmware der richtige Temperatursensor ausgewählt wurde. Sonst passen die Temperaturen überhaupt nicht. Der Hot End Lieferant wird sie wohl dokumentiert haben, oder?

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Re: Vorstellung Thermaler

Beitrag #6 von Thermaler » So 31. Jan 2016, 17:13

Danke für den Hinweis mit der Kalibrierung.
Eigentlich wollte ich mich mit der Firmware nur im Notfall beschäftigen, aber ich sehe schon, der Notfall bei so einem Bestelobjekt ist ständig und überall.
Hier der Link zu meinen Extrudern:
http://www.ebay.de/itm/281852317244?_tr ... EBIDX%3AIT
Laut Angabe Verkäufer: 12V 40W
Aber für das Retrofit des Conrad Extruders würde auch das genügen:
http://www.ebay.de/itm/Print-Head-24v-1 ... Sw14xWMcz4
Falls man sich zutraut eine M6 Schraube innen hohl zu bohren und in einen kleinen ALU Klotz ein M6 Gewinde zu schneiden reicht auch das:
http://www.ebay.de/itm/12V-40W-Heizpatr ... SwLqFV8SOD

Noch ein Wort zum Druckbett:
Nachdem ich sowohl beim Original Keramik-Druckbett als auch bei einer aufgelegten Glasplatte aus einem alten Badezimmerschrank Ausbrüche beim Ablösen der Teile hatte, habe ich begonnen mit einer Kunststoffbeschichtung die 250°C aushält zu experimentieren. Damit konnte ich zunächst mal die Macken wieder ausbessern und habe dann eine geschliffene Oberfläche hergestellt.
Erste Ergebnisse sind vielversprechend, genaueres wenn ich mehr Erfahrungen habe.
Beim Aushärten des Kunststoffen konnte man sehr gut die unterschiedlichen Temperaturen des Bettes sehen. In der Mitte schön warm, Aussen deutlich kälter. Dies spricht für die Verwendung einer Kohlefaser Dauersruckplatte, denn die gute Wärmeleitung sollte die Temperaturen noch etwas vergleichmäsigen.

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Re: Vorstellung Thermaler

Beitrag #7 von RAU » So 31. Jan 2016, 18:13

mjh11 hatte also den richtigen Gedanken, du hast nen 12V Extgruder gekauft. Dann hast du die 4-fache Heizleistung bei einer Patrone.

Mit der zweiten Heizpatrone in Reihe hast du das Problem der ersten Patrone wieder behoben, aber ein neues bei der zweiten. Sie heizt natürlich mit der gleichen Leistung, kann aber ihre Wärme nur an die Luft abgeben. Die Temperaturregelung schaut nur auf die erste Patrone. Komm ihr nicht zu nahe ;)

Übrigens hat der Kühler für das Heatsink dann auch 12V. Du hast doch einen, oder? Der Metallextruder braucht Kühlung.

Der Thermistor scheint nicht direkt in der FW einstellbar zu sein. Ich habe mal nach dem Typen gegoogelt. Hier zwei (nicht identische) Vorschläge. Ich habe mich noch nicht damit befasst, wie man das nun im Detail in der FW einbauen muss:
https://github.com/repetier/Repetier-Fi ... issues/392
http://forum.seemecnc.com/viewtopic.php?f=37&t=5157

Ich frage mich allerdings, ob die Angaben in der Artikelbeschreibung überhaupt stimmen. Die Bilder sehen nämlich so gar nicht nach J-Head sondern E3DV5 aus :geheim:

Deine Kunststoffbeschichtung interessiert mich. Ich bin zufrieden mit der MTPlus. Aber eine günstigere Variante, die man direkt auf meine Aluplatten auftragen kann, wäre cool. Wichtig wäre allerdinigs, dass sich das Teil nach dem Abkühlen der Platte leicht ablösen lässt. Wenn du erste Ergebnisse hast, mache doch mal einen neuen Thread dazu auf.

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Re: Vorstellung Thermaler

Beitrag #8 von RAU » So 31. Jan 2016, 21:19

RAU hat geschrieben:Ich frage mich allerdings, ob die Angaben in der Artikelbeschreibung überhaupt stimmen. Die Bilder sehen nämlich so gar nicht nach J-Head sondern E3DV5 aus :geheim:

Habe noch etwas gestöbert. Es intgeressiert mich da ich ja so ein ähnliches Teil habe.
Die nennen es wohl deshalb J-Head, weil es in die selbe Halterung passt, den originial J-Head also ersetzen kann. Also alles richtig.

Ich habe auch noch etwas sehr interessantes zur Montage gefunden:
https://www.youtube.com/watch?v=N60tm2eItUw
Ich habe das bei mir bisher nicht so gemacht, aber falls man mal Probleme bekommt...

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Re: Vorstellung Thermaler

Beitrag #9 von rf1k_mjh11 » Mo 1. Feb 2016, 09:03

Thermaler,

Deinen ersten Link zufolge gibt es keine ordentlichen Angaben bzgl. dem verwendeten Temperatursensor (Thermistor).

Ist nicht unbedingt ein Problem. Ist man elektronisch bewandert, kann man sich den Thermistortyp 'ermessen' und in der Firmware das passende auswählen (siehe RAUs Links).
Oder man besorgt sich einen neuen, der gleich ist, wie die Firmware standardmäßig vorschreibt (Typ 3, EPCOS G550) und verwendet diesen.


// What type of sensor is used?
// 1 is 100k thermistor (Epcos B57560G0107F000 - RepRap-Fab.org and many other)
// 2 is 200k thermistor
// 3 is mendel-parts thermistor (EPCOS G550)
// 4 is 10k thermistor
// 8 is ATC Semitec 104GT-2
// 5 is userdefined thermistor table 0
// 6 is userdefined thermistor table 1
// 7 is userdefined thermistor table 2
// 50 is userdefined thermistor table 0 for PTC thermistors
// 51 is userdefined thermistor table 0 for PTC thermistors
// 52 is userdefined thermistor table 0 for PTC thermistors
// 60 is AD8494, AD8495, AD8496 or AD8497 (5mV/degC and 1/4 the price of AD595 but only MSOT_08 package)
// 97 Generic thermistor table 1
// 98 Generic thermistor table 2
// 99 Generic thermistor table 3
// 100 is AD595
// 101 is MAX6675
// 102 is MAX31855
#define EXT0_TEMPSENSOR_TYPE 3



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