Optischer Endstop defekt

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plastiker
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Optischer Endstop defekt

Beitrag #1 von plastiker » So 22. Mär 2020, 18:07

Hallo Zusammen,

ich habe gerade ein Problem mit einem optischen Endschalter, der mir defekt scheint. :dash:

Zumindest die kleine rote SMD-LED auf der Rückseite hat es scheinbar erwischt, soweit ich mit dem Mikroskop erkennen kann.
Habe es auch mit den anderen Schaltern am Drucker überprüft, die sind iO, auch das Kabel des defekten Endstop ist OK.

Ob auch die Lichtschranke (Diode und Co.) defekt ist, konnte ich noch nicht überprüfen (WIE?). Ein Fahrtest am Drucker ergab keine
Reaktion (Stop), aber ob das nur an der wohl defekten Anzeige LED lag oder auch die Lichtschranke kaputt ist, keine Ahnung.

Nun würde ich wegen der geometrischen Bauform des Schalters gerne weiterhin genau diesen Endstop verwenden wollen, andere Ersatzschalter passen vom Aufbau, Verschraubungsbohrungen etc. einfach nicht hin (Umbau am Drucker wäre recht aufwendig). Und der VM -Originalschalter scheint nirgendwo erhältlich zu sein.

Blöderweise lässt die Lichtbrücken-Diode auch keine Typenbezeichnung erkennen. Nun überlege ich, ob ich wenigstens die SMD-Anzeige LED mal austauschen könnte. Leider habe ich keine SMD-Löterfahrung, bin mehr so ein grobmototorischer Löter. Keine Ahnung, ob so man solche SMD-LEDs überhaupt einigermaßen schadfrei auslöten und wieder einlöten kann...?

Als "Quelle" für eine rote SMD-LED hätte ich ein teilweise defektes RAMPS Board da, da könnte ich so eine rote SMD LED hernehmen. Dann müsste die defekte LED vom Endstop PCB entfernt und die (dann hoffentlich noch) "gute" LED wieder eingelötet werden. Das sind natürlich nur winzige Dinger, mit Miniatur-Lötpads. Hat da jemand aus dem Modellbau oder ähnlichem Erfahrung?

Anbei ein paar Bilder vom "Problemfall"...

VG
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Optical_Endstop_rote LED auf Rückseite.PNG

Endstop_Vergleich_iO vs defekt_1.PNG
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Re: Optischer Endstop defekt

Beitrag #2 von georg-AW » So 22. Mär 2020, 18:24

Hi plastiker
Vermutlich kannst du die rote Anzeige LED einfach mit einem Draht überbrücken. Die eigentliche Lichtschranken LED ist eine IR LED und wahrscheinlich noch ok. Ebenso der Phototransistor / Darlington. Welchen Typ / Hersteller des opt. Stops setzt du ein ?
ciao Georg

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Re: Optischer Endstop defekt

Beitrag #3 von plastiker » So 22. Mär 2020, 19:48

Hi Georg,

das Teil ist von Velleman, die Beschriftung ist ziemlich spartanisch leider. Neben der Brücke steht "P8400END", sonst nix.

Die IC und Diodenseite sind noch gekennzeichnet und der Pin1 vom Stecker. Leider keine Angaben zu IR-Diodentyp oder Transistortyp.

Das Original scheint nirgends als Ersatz zu bekommen sein. Ist an sich ja nichts besonderes, aber bei näherem Hinsehen passen die IR-Transistor-Brücke mit dem Platinchen und den Bohrungen genau in die Ausnehmung am Druckergehäuse. Die Standardteile aus dem China-Shop passen nicht. :dry:

Mit dem Draht die LED brücken scheint möglich. Leider fehlt mit so eine SMD-Lötpinzette. :dash:

VG
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Beschriftung_neben_IR-Transistor_Brücke.PNG
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Re: Optischer Endstop defekt

Beitrag #4 von AtlonXP » So 22. Mär 2020, 20:07

Hallo zusammen,
ob das mit dem Überbrücken eine gute Idee ist?
Auf dem Bild brennt die Diode schön hell! :mrgreen:

Normal hat so eine LED einen Vorwiderstand.
Zwischen 600 und 1k Ohm.

Ich würde erst messen was an den Leitungen noch ansteht.
Vermutlich ist hier eine Masse als (–) und ein (5) Volt Leitung vorhanden.
Nun stellt sich noch die Frage, was Passiert wenn die Lichtschranke durchschaltet?
Gibt die etwa dann 4,5 Volt raus auf dem 3. Draht, oder schließt die, die 5V kurz auf etwa <0,5 V?

Ich tippe, es wäre besser die Diode einfach abzutrennen.

LG AtlonXP

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Re: Optischer Endstop defekt

Beitrag #5 von zero K » So 22. Mär 2020, 20:11

Guten Abend Plastiker

Deinen Drucker kenne ich nicht, daher fällt mir die Orientierung nicht so leicht.
Wenn Du bei Conrad "Gabellichtschranke 5V" eingibst werden viele Bauformen angeboten.
Das ist nicht die günstigste Quelle aber es werden die Datenblätter veröffentlicht.
Vielleicht minimiert das den möglichen Bau von Adaptern.
Die unten abgebildeten Teile besorgte ich mal prophylaktisch bei Conrad.
Ich hatte mal beim Einrichten des Endanschlages einen Span abgehoben, der die Gabellichtschranke außer Betrieb setzte.
Der quaderförmige Trenner des IR Strahles darf beim RF2000 v2 nur genau senkrecht zur Schranke stehen sonst passt er nicht in die Gabel.
20200322_182745.jpg


https://www.conrad.de/de/p/vishay-gabel ... 84250.html

Wenn ich die Richtung richtig verstehe, müssten sie hellschaltend sein, also bei Ausfall der Spannungsversorgung den Antrieb abschalten.
Bitte um Korrektur, falls ich falsch liege.

Gruß zero K
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Re: Optischer Endstop defekt

Beitrag #6 von plastiker » So 22. Mär 2020, 20:29

Hallo Zusammen,

...ja, sorry. ich sprach nicht von den RFxxxx Endstops, sondern von meinem alten Vertex-Drucker. Den versuche ich gerade wieder in Gang zu setzen, für das non-linear-layer printing mit spitzer Düse. Dafür wollte ich meinen RF500 nicht extra umrüsten, der muss PET-CF drucken und zwar ständig. (Und der alte RF1000 ist noch im Winterschlaf... :whistle: ).

Aber BINGO :woohoo: : ich habe doch schon mal irgendwo das Schaltschema für den aktuell etwas lädierten Endstop gefunden, s. anbei. :tiptop:

Demnach ist die geschrottete LED wohl eine SMD LED Typ KP-2012 (muss ich noch googlen bzw. bei Conrad suchen...)....?!
Und die IR ein ITR9606-F.

Hoffe, die Angaben genügen, um Ersatzbauteile zu bekommen? :wundern:
Dann ließe sich mein endstop Platinchen wieder evtl. flott machen, entsprechende Lötkünste mal vorausgesetzt.

Habe eben noch im Keller gekramt, da habe ich noch so eine ganz spitze Lötspitze von Weller für meine Hobby-Station gefunden.
Ob die Zunderfrei ist oder sein muss habe ich keine Ahnung. Muss mich da ins SMD-Löten erstmal reinfuchsen.

Aber auch die Lötpunkte der IR-Brücke sind winzig. :ohmy:
Da darf ich mal einen ganzen Tag keinen Kafee trinken :lol:

LG
Plastiker
VM P8400_schematic_endstop board.PNG
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Re: Optischer Endstop defekt

Beitrag #7 von AtlonXP » So 22. Mär 2020, 20:43

15V Versorgungsspannung und kein Vorwiderstand!
Kann das sein Plastiker?

Ich kenne zwar den LED Typ nicht,
aber trotzdem brennt die LED soo… schön hell! :coolbubble:
Das wird wohl das Problem an dieser Lichtschranke sein. :dash:

Wenn ich den Schaltplan richtig deute, wird bei dem Durchschalten der Lichtschranke,
das Signal kurzgeschlossen.

Richtig?


LG AtlonXP

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Re: Optischer Endstop defekt

Beitrag #8 von plastiker » So 22. Mär 2020, 20:56

Ich hoffe, da ist Mainboard-seitig was vorgesehen ... :unsure:

Zumindest haben es die anderen beiden schon ein paar Jahre überlebt. Aber klar, normalerweise sollten da ein paar Widerstände sein, fehlen hier völlig.
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Re: Optischer Endstop defekt

Beitrag #9 von plastiker » So 22. Mär 2020, 21:01

@zero K: mein potentieller Ersatz-Endstop sieht Deinem Bild sehr ähnlich, Typ V19 1028 / TCST2103. Aber der ABSTAND ist deutlich zu schmal, da fehlt ein satter mm. Klar, ich könnte da was am Unterbrecher abschmirgeln, aber der ist aus Plaste und bin froh wenn der heile ist.
Leider passt auch das Lötraster der Brücke mal so gar nicht übereinander, schade.
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Re: Optischer Endstop defekt

Beitrag #10 von AtlonXP » So 22. Mär 2020, 21:07

Oh jeh, wer weiß was da Fellmann gebastelt hat?

Es gibt Widerstände, die erhöhen die Ohm Zahl bei Überlastung und Alterung.
S.h.: Lüfter Steuerung am RF1000.

Es gibt aber auch Widerstände, die senken die Ohm Zahl bei Überlastung und Alterung.


LG AtlonXP


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