Nach E3D Umbau kriege ich die Einstellungen nicht mehr hin

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Sascha.salentin
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Nach E3D Umbau kriege ich die Einstellungen nicht mehr hin

Beitrag #1 von Sascha.salentin » Mo 15. Feb 2021, 18:16

Hi Zusammen,
ich habe mir vor längerer Zeit ein RF2000v2 angeschafft. Ich habe eigentlich immer nur mit einem Extruder gedruckt.
Nun ist leider auch mein zweiter original-Extruder vor einer Zeit lang kaputt gegangen und ich habe mich entschieden, einfach 2 E3D v6 einzubauen. Das war schon mal ein mittleres Drama, weil ich die Halterung umbauen musste und auch die Druckbett-Entfernungen sich geändert haben. Nun ja, das soll aber nicht das Problem sein.
Ich bekomme nach dem Umbau nur keine funktionierende Druckeinstellung mehr hin und bin recht ratlos.
Der RF2000 druckt die erste Linie - also die, wo das Filament abgestreift und aufgefüllt wird. Sobald er mit den Skirt-Layern anfängt, kriselt sich das Filament um die Druckdüse und haftet nicht mehr auf dem Druckbett.

- Ich habe das Druckbett schon neu nivelliert (Abstand zur Düse im nicht Druckbetrieb 0,8mm und während er druckt, passt die kleine Druckabstandskarte, die mit den E3D Hottends mitgeliefert worden sind noch zwischen Düse und Druckbett.
- Die Filamenttemperaturen habe ich von 190 Grad, 205, 220 und 240 Grad ohne große Unterschiede ausprobiert)
- Selbst den Nozzle-Diameter habe ich aufgrund eines Tipps in diesem Forum in verschiedenen Größen angepasst (0.3, 0.4, 0.5)
- den Extrusion Multipierer auch von 80, 100, 120% ausprobiert
- Die Filamentstärke habe. ich ausgemessen und mit 1,76 eingetragen.

Bei allen Versuchen exakt das gleiche Ergebnis, die erste Linie (Nozzl Wipe?) wird je nach ausprobierter Einstellung mehr oder weniger sauber gedruckt, das eigentliche Druckobjekt gar nicht, weil sich das Filament um die Druckdüse wickelt.
in meiner Verzweiflung habe ich das Filament nicht vom Drucker einziehen lassen, sondern mit der Hand manuell hineingedrückt. Zwar kein schönes Ergebnis aber immerhin hielt jetzt das Filament am Druckbett.

Ich wollte ein Video davon aufnehmen aber das hat leider nicht geklappt und auf dem Foto sieht man leider nicht wirklich viel.
988A85D8-9084-49CE-BAF0-47B9198D5B6C.jpg


- Als Slicersotware nutze ich Simplify3D
- und aktuell ein Geeetech Filament in rot PLA.

Habt Ihr eine Idee?
Gruß
Sascha
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Re: Nach E3D Umbau kriege ich die Einstellungen nicht mehr hin

Beitrag #2 von af0815 » Mo 15. Feb 2021, 20:17

Ja, Ideen haben wir immer :-)

Basisinfos:
A ) Welche Software hast du drauf
B ) Wie ist dein Umbau, das Bild zeigt den leider nicht.

Wenn es die letzte Comminity oder Conrad Software ist
1) Geht ein Heat Bed Scan (HBS) mit der Software ?

Grundlegend kann der RF2000 sich selbst kalibrieren, wenn man ihn lässt. Dazu hat er die beiden Dehnmessstreifen eingebaut. Damit ist er fähig sich den Abstand richtig fein einzustellen. Dazu sollte man sich aber auch an die vorgegeben Abläufe halten. Nachdem wir nicht wissen wie du die E3D aufgebaut hast, wird es schwerer auf deinen Fall einzugehen.

Vorgangsweise wenn alles daneben ist
* ) Grundlegend mal die Hotends nach oben stellen
* ) Homeposition anfahren anschliessen die Fahrbefehle G1 Z5 F250 , G1 X150 Y20 F500, G1 Z0.5 F150 und kontrollieren ob der Spalt groß genug ist, dann auf PLA aufheizen. Dann G1 Z0 F150. Jetzt eine Lehre, Plättchen oder Papier in der Dicke von 0.3 mm nehmen und the linken Hotend darauf absenken, das sich die Lehre bzw. Papier noch mit ganz leichten Widerstand bewegen lässt. Wenn 0,4 mm sind ist es auch egal, sollte nur nicht zuwenig sein.

Dann mit G1 Z1 F150 wieder etwas abstand gewinnen und neu Homen. Dann den HBS durchführen. Wenn der passt, wirst du sowieso gefragt, wegen dem 2ten Hotend alignen. Der linke sollte jetzt plan aufliegen, dann den Rechten dazustellen, fixieren und quitieren. Dann sollte das mal erledigt sein.

Damit weis der Drucker jetzt wie die Abstände zum Bett sind und kann diese auch richtig korrigieren, falls das Bett etwas schief ist. Wenn was schiefläuft so geht auch der HBS nicht.

Aber das ist die Vorbereitung das das Drucken später funktioniert.

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Re: Nach E3D Umbau kriege ich die Einstellungen nicht mehr hin

Beitrag #3 von Sascha.salentin » Di 16. Feb 2021, 21:20

Hi,
das Ihr Ideen habt, damit habe ich gerechnet :silly:

Ich habe mal versucht Deine initialen Vorbereitungen durchzuführen und bin auch schon nach einem Tag Test einen Schritt weiter.

Du hast mich nach meiner Firmware gefragt, es ist die original Conrad RF 01.42 Firmware. Ich hatte mich bisher nie getraut diese zu ändern.
Und mein Umbau ist nicht so sehr spektakulär. Ich habe einfach ein paar Löcher in ein kleinen Alublock gebohrt und darin die E3D mit Madenschrauben befestigt. Hier ein kleines Bild davon. Leider musste ich dafür den Endschalter für die Z-Achse kürzen, weil die E3D jetzt deutlich höher liegen.
image1.jpeg

image0.jpeg


Nach dem ich die E3D eingebaut habe, habe ich den HBS durchgeführt und ja er ist ohne Fehler durchgelaufen. Für beide Extruder.
Der Linke lag zwischenzeitlich ganz auf. Das Einzige was mir aufgefallen ist, ist das in der Anzeige "Z min reached" steht... ich vermute, der Endschalter hat zugeschlagen? Also somit könnte ich nach meinem Verständnis in S3D kein negatives Z mehr eintragen?

Ich habe jetzt folgendes festgestellt:
Mein Filament wird in dem Extruder zu warm und breitet sich aus, deswegen funktioniert die erste Linie und nach dem der Drucker absetzt und zum Druckobjekt fährt, kann nicht genug Material zugeführt werden (mechanisch blockiert). Ich weiß noch nicht genau warum. Ich habe heute den ersten Druck hinbekommen, indem ich die Temperatur auf 210 Grad heruntergesetzt habe, die Lüfter auf 100% beim ersten Layer gestellt habe und beim ersten Ansetzen der Druckerdüse beim Printobjekt manuel etwas das Filament nachgeschoben habe. Dann ist der Druck durchgelaufen. Der zweite Druck ist nach 2/3 unterbrochen (Filament wieder nicht genug extruired).

Meine Einstellungen in S3D:
Düsen Durchmesser: 0,4 (habe ich auch)
Extrusion Multiplikator habe ich mittlerweile auf 1,1 gesetzt
Breite auf 0,72
Bed Tmp: 60 Grad
Extruder: 210 Grad

Ich habe schon überlegt, ob ich die E3D vielleicht mal zerlegen sollte, in der Hoffnung das irgendwie ein Fehler zu sehen ist.
Was meint Ihr?
Gruß Sascha
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Re: Nach E3D Umbau kriege ich die Einstellungen nicht mehr hin

Beitrag #4 von AtlonXP » Di 16. Feb 2021, 22:45

Hallo Sascha.salentin,
wenn du mit einer 0,4 mm Düse auf 0,72 mm Extrusionsbreite
und dazu noch den Flow Multi auf 1,1 stehen hast,
dann sollte das normalerweise nicht gut gehen.

Du extrudierst viel zu viel Material.
Vermutlich fräst dein Vorschubritzel in das Filament.

Mein Eindruck ist, dein Düsen Bett Abstand stimmt noch nicht.
Ist in deinem Startcode, der G.- Code M3001 gesetzt?

Behalte deine Digits der Dehnmessstreifen im Auge.
Wenn du etwas Erfahrung damit hast, zeigen die dir den Weg.


LG AtlonXP

zero K
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Re: Nach E3D Umbau kriege ich die Einstellungen nicht mehr hin

Beitrag #5 von zero K » Di 16. Feb 2021, 23:13

Guten Abend Sascha

Wenn das Heizbett nicht einer Einhausung zu nahe kommt, besonders wenn es für ABS mal etwas wärmer wird, macht es nix aus.

Meine letzten PLA-Drucke sind schon fast verwest, aber mit 210 °C bin ich nie hingekommen.
Versuche es mit 215 bis 220 °C und den Extrusionsmultiplikator auf etwa 0,95 bis 0,88 herunter.
Schieße Dich auf Layerhöhen von maximal 0.2 mm und Breiten von etwa 0,38 bis 0,44 mm ein.

Ja die Fantasie der RF-Bastler ist grenzenlos - sieht schick aus.

Gute Nacht
zero K

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Re: Nach E3D Umbau kriege ich die Einstellungen nicht mehr hin

Beitrag #6 von af0815 » Mi 17. Feb 2021, 09:47

Nur eine Frage zum Aufbau, hast du noch Bauteillüfter ?

mhier
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Re: Nach E3D Umbau kriege ich die Einstellungen nicht mehr hin

Beitrag #7 von mhier » Mi 17. Feb 2021, 22:08

zero K hat geschrieben:Meine letzten PLA-Drucke sind schon fast verwest, aber mit 210 °C bin ich nie hingekommen.
Versuche es mit 215 bis 220 °C und den Extrusionsmultiplikator auf etwa 0,95 bis 0,88 herunter.

Ich drucke PLA bei 180 Grad mit dem v6 Hotend, allerdings deutlich mehr (230) im ersten Layer wegen der Haftung.


Schieße Dich auf Layerhöhen von maximal 0.2 mm und Breiten von etwa 0,38 bis 0,44 mm ein.

Genau. Extrusionsbreiten sollten nicht mehr als 50% vom Düsendurchmesser abweichen (Faustformel). Ich benutze im ersten Layer +50% (also 0.6 bei 0.4er Düse), und genau den Düsendurchmesser bei den folgenden Layern. Es geht mir da mal wieder nur um die Haftung.

Lüfter im ersten Layer ist m.E. auch schwierig wegen der Betthaftung, aber wenn das Objekt für den Druck kleben bleibt, ist ja alles ok.

Btw: Hast du den richtigen Sensor-Typ in der Firmware eingestellt? Sonst stimmen deine Temperaturen evtl. nicht!

zero K
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Re: Nach E3D Umbau kriege ich die Einstellungen nicht mehr hin

Beitrag #8 von zero K » Do 18. Feb 2021, 00:05

Damals druckte ich ausschließlich auf das blaue Band, direkt auf Alu
Mit Haftung habe ich auch heute bei meinen Standardwerkstoffen PETG und viel mehr ASA auf Polyimid (Kapton) oder Masking Tape gar keine Probleme.
Beides jeweils auf eine 0,4 mm Stahlplatte geklebt.

Die Temperaturen sollten Stimmen - damals noch mit den originalen Typ 13
Gemessen, kontaktlos mit einer Flier-Kamera, wie sie auch die Elektriker für Schaltschränke verwenden.
Aus den Hotends und dem Bett habe ich mit einem Spay sogar schwarze Strahler gemacht.
Beim Bett war es eine Punktlandung - Differenz ein paar Zehntel Grad.
Die beiden Hotends schwankten, pendelten etwas - so um die +- 1 bis 1,5 Grad.

Damals als die Kiste neu war habe ich im Spieltrieb vieles vermessen was zu vermessen war.
Weil die Kiste keine Probleme zeigte - nahm ich Ergebnisse als korrekt (na ja, brauchbar) an.
Wenn´s läuft, dann hinterfragt man (ich) ja nicht alles - unsere Drucker sind auch nicht die ultimativen Präzisionsinstrumente.

Meine neuen Thermistoren Typ 8 von e3D werde ich kurzfristig prüfen - die zeigen einen Unterschied von 2 °C an.

Gruß zero K

Sascha.salentin
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Re: Nach E3D Umbau kriege ich die Einstellungen nicht mehr hin

Beitrag #9 von Sascha.salentin » Do 18. Feb 2021, 16:58

Hi Zusammen,
sorry für die späte Antwort, ich musste ja erst verschiedene Tests durchführen, damit ich ein paar Antworten geben kann.

@AtlonXP:
Ja mit den Einstellungen bin ich auch nicht zufrieden, allerdings habe irgendwie aufgehört zu verstehen, was welche Einstellung wirklich macht.
Ich habe 2 Drucke durchgeführt. Der erste mit folgenden Einstellungen:
0,4 mm Düse
0,72 mm Extrusionsbreite
1,2 Multiplikator
210 Temp
Ergebnis:
image0[74].jpeg


Danach die empfohlenen Einstellungen von: Zero k
0,4 mm Düse
0,48 mm Extrusionsbreite (Autowert von S3D)
0,95 Multiplikator
230 Temp
Ergebnis:
image1[42].jpeg



Ich fand meine Einstellungen etwas realitätsgetreuer :silly:

Also alles wieder von vorne, Druckbett eingelevelt und manuell solange verändert, bis der min. Abstand Düse / Druckbett inkl. Bluetape beim Druck auf 0,23mm Abstand eingestellt war.(Die Leere berührte ganz leicht die Druckdüse)

Erneuter Probedruck - prinzipiell nicht schlecht aber ungewöhnliche andere Auswirkungen
0,4 mm Düse
0,48 mm Extrusionsbreite (Autowert)
0,95 Multiplikator
230 Temp

Ergebnis:
image2.jpeg

image3.jpeg

image4.jpeg


Die Linien sehen sauber aus, nur die Verbindung zu Rand nicht. Es scheint daran zu liegen, das beim Wechsel des Druckkopfs das Filament sozusagen mitgerissen wird. Das was AtlonXP geschrieben hat (das Filament wird eingefräst) findet jetzt tatsächlich nicht mehr statt (keine Filamentraspel mehr zu sehen)

Der Startcode M3001 hat S3D scheinbar automatisch gesetzt, jedenfalls ist er an dritter Stelle in der Code Datei eingetragen.

Ich habe die Geschichte mit den Dehnmessstreifen jetzt schon 2, 3 mal gehört und professionell dazu geschwiegen, weil eigentlich gar eine Ahnung habe, wovon Ihr eigentlich sprecht. Ich habe tatsächlich noch nicht verstanden, wie der RF überhaupt den Heatbedscan durchführen kann. Die Endschalter habe ich gesehen, aber eine Lichtschranke oder sowas für die Höhe im HBS nicht. Und somit sehe ich in der Anzeige zwar die Digest und habe auch schon herausgefunden, dass wenn ich diese beiden Metallteile wo 5KG drauf steht belaste, dass sich die Digest ändern aber weiß nicht warum.

@af0815: tja leider habe ich die Bauteillüfter nicht mehr. Als ich mit dem Umbau angefangen habe, war es für mich ganz klar: Vorher Lüfter, nachher Lüfter... bis ich festgestellt habe, das die E3D Lüfter nur den E3D kühlen :S Für die Drucklüfter muss ich mir noch was einfallen lassen.
@zero k: ja, bin ganz zufrieden mit dem Alublock allerdings würde ich es jetzt glaube ich auch anders machen. Passiert eben wenn man ohne Plan anfängt :dash:

Mit der Druckhaftung habe ich bisher eigentlich noch keine Probleme gehabt... Allerdings bin ich immer noch in dem Status PLA und habe ABS noch nicht versucht. Bei größeren Objekten habe ich Probleme mit Warping, was aber scheinbar nicht mit der Druckbetttemperatur zu tun hat, weil ich alle 5 Zeilen die Temperatur um 5 Grad senke?!

Puh... ein langer Tag mit Höhen und Drucktiefen,
Gruß
Sascha
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Re: Nach E3D Umbau kriege ich die Einstellungen nicht mehr hin

Beitrag #10 von af0815 » Do 18. Feb 2021, 18:20

Die DMS sind nichts anderes als Wägezellen https://de.wikipedia.org/wiki/W%C3%A4gezelle . Diese werden hier genutzt um eine Änderung der Kraft zu dedektieren. Sie sind so eingebaut, das wenn die Düse am Bett aufsetzt eine Änderung der Kraft anzeigen. Das sind die Digest die du gesehen hast. Wenn man jetzt einfach eine Schwelle bei den Werte anlegt, so wirkt das wie ein Schalter. Das wird mehrfach hintereinander durchfegührt, dazu noch die Drift der Werte korr und fertig ist ein Scan der Höhe.

Beim Drucken kann man das dazu benutzen um festzustellen wie stark das Material in die Düse gedrückt wird. Steigt der Druck und somit die Digits, so kann es mehere Gründe geben. Es wird zuviel gefördert, weil die Düse oder die Aufschmelzung für die Geschwindigkeit zu gering ist. Oder die Düse ist verstopft oder zu knap am Bett und das Material kann nicht austreten. Somit ist eine dynamische Messung möglich und die Software kann damit einiges anstellen :-)

Zu den Bauteillüftern. Es geht ohne nicht wirklich. Ich habe ein ähnliches problem bei meinem Umbau gehabt. Meine Lösung ist aktuell pragmatisch :-) Ich habe Vulcano Heizblöcke genommen, somit sind die Abmasse gleich mit den originalen V3. Somit habe ich wieder die originalen Lüfter verwenden können. Bei meinem Umbau habe ich nicht einmal die Höhe ändern müssen und kann zwischen V3, E3D V6 (ohne Lüfter) und E3D Vulcano (mit Lüfter) wechseln ohne die Z-Achse angreifen zu müssen. Ja ich habe alle 3 zur Verfügung - V3 halt sterbend.

Aktuell bin ich auf single Betrieb zurückgegangen, da ich bei Pet-G sowieso nicht mit beiden zugleich drucken könnte, da das Material gerne herausläuft :-) Bei PLA ist es noch mit Bauchweh ohne Lüfter gegangen, bei Pet-G und TPU (flex) kommst du meiner Erfahrung nach ohne Lüfter nicht mehr weit.

-----
Also alles wieder von vorne, Druckbett eingelevelt und manuell solange verändert, bis der min. Abstand Düse / Druckbett inkl. Bluetape beim Druck auf 0,23mm Abstand eingestellt war.(Die Leere berührte ganz leicht die Druckdüse)

Grundlegend einleveln macht der HBS. Wenn du mit dem Drucker auf position 0.5 fährst, dann muss der 0.5 von der Platte entfernt sein. In welcher Position stellst du auf 0,23mm ein und wann? Nicht sag nach dem HBS !

Wenn du den Drucker auf die Position 0,23 fährst (G1 Z0.23 F200) dann muss die Lehre genau passen. Bei G1 Z0.20 F200 muss die Lehre klemmen.

Ich habe beim Bluetape ganz einfach den HBS nach dem bekleben gemacht, ist auch gegangen. An und für sich, kann man die Dicke der Beklebung durch den Drucker korrigieren lassen, zumindest bei der Communityversion.

Edit: Was für Layerhöhen verwendest du ?
Zuletzt geändert von af0815 am Do 18. Feb 2021, 18:56, insgesamt 1-mal geändert.


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