Extruder-Umbau Beratung

Hier geht es ausschliesslich um die Extruder und Kühlung des Filamnts des RF2000. Fragen und Probleme sowie Verbesserungen können hier diskutiert werden
FB
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Extruder-Umbau Beratung

Beitrag #1 von FB » So 15. Nov 2020, 10:23

Hallo Zusammen,

Ich mache schon seit längerem am Gedanken rum mein Hotend Original V2 und den original Filamentvorschub durch ein neueres System auszutauschen.
Grund dafür: Ich habe öfters mal Verstopfungen am Hotend und dann wieder unkontrolliert zu viel Material, bspw. trotz Retract. Auch habe ich das Gefühl, dass die überdimensional grosse Düse am V2 eher negativ für die Temperierung des Prints ist.

Habe dann letzthin eine E3D-Chinakopie ausprobiert und nach kürzester Zeit war sie ebenfalls verstopft, das ging dann so einige Male,
bis bir irgendwann der Geduldfaden riss und ich das Nozzlethroat auch noch köpfte.
Mein Fazit: Das war nicht der erhoffte Quantensprung bei meinen Druckstabilitätsproblemen :dry:

Trotzdem, so schnell gebe ich nicht auf:
    - Darum mal zuerst die Frage in die Runde: Wer von euch hat da schon was umgebaut und wie, mit welchen Komponenten?
    - Ich bin ja noch einer dieser Dinosaurier der mit 2.87mm Filament druckt. Würdet ihr die Chance gleich nutzen um auf 1.75 umzusteigen wenn ihr mich wärt?
    - Mein Favorit wäre ein Gesamtsystem wie der Hemera oder Bondtech BMG mit Groovemount, also ein Direct-Extruder mechanisch verbunden mit dem Hotend. Hat da jemand Erfahrungen/Empfehlungen?

Danke euch schon mal für eure Ideen, Erfahrungsberichte und Fotos :)
LG FB

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Re: Extruder-Umbau Beratung

Beitrag #2 von mhier » So 15. Nov 2020, 10:42

Ich bin damals in der selben Situation von 3mm Renkforce v2 auf Original E3D v6 1.75mm umgestiegen. Das hat erheblich die Qualität verbessert. Verstopfungen habe ich dann nur noch bei Fehlbedienung gehabt (zu viel retract bzw aus anderen Gründen heißes Material in die heartbreak gezogen).

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Re: Extruder-Umbau Beratung

Beitrag #3 von Digibike » So 15. Nov 2020, 11:42

Ich habe meinen RF1000 auf Dual umgebaut und ein 2,85er Hotend und ein 1,75er Hotend verpaßt. Der "Frißt" alles bis kurz vorAluminium... :evil:

Verstopfungen etc. waren aber nicht der Grund für die Umrüstung damals. Ist ja schon ein paar Jahre her... Eher das natürliche Ende des Hotends. Ich hatte plötzlich keinen konstanten Druck mehr in der Düsenkammer. Der Druck schwankte so extrem, dass es kaum am recht guten Filament liegen konnte. Hotend ausgebaut und beim Ausbau das Dilemma schon gesehen: Auf der Seite zum Alu-Steg hin ist ja weniger Zirkulation und somit naturgemäß höhere Thermische Belastung. Und an der Stelle ist das Hotend auch zwischen Messing und Zement undicht geworden. Da waren lauter schöne "Schmauchspuren". Sah so ein bischen wie eine Dampflok aus... Da stand ich vor der Wahl, neuen versuchen zu organisieren oder aber Umbauen. Da bin ich dann auf DGlass gestoßen und seither sind die in Dual in dem Drucker. Und da sowohl der eine als auch der andere Filamentdurchmesser seine Vor- und Nachteile hat, hab ich einfach, ich nenn es mal, einen "Dirty-Mix" gemacht.

Gruß, Christian
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Re: Extruder-Umbau Beratung

Beitrag #4 von af0815 » So 15. Nov 2020, 11:55

Mein RF2000V2 hab bereits nur 1.75 gehabt. Deswegen kann ich nichts zu 2.85 mm (aka 3mm sagen). Ich habe meinen RF jetzt auf original E3D V6 umgebaut (Vulcano habe ich schon in der Lade liegen).
Meine originalen V3 Hotends sind innerhalb von wenigen Stunden undicht geworden. Da gehe ich von einem Montagefehler seitens Conrad aus. Einen habe ich getauscht bekommen, den zweiten habe ich gar nicht mehr reklamiert, da es keine Ersatzteile mehr gab und der erste ersatz auch schon aus einem Demodrucker gebraucht genommen wurde (der war aber dann dicht und ist es noch).

Bei meiner Version muss man sich was von einem Feinmechaniker umändern lassen bzw. anfertigen lassen. dafür passt der in der Höhe 1:1. Ich habe die entsprechenden Infos und Zeichnungen hier schon gepostet, von beiden Versionen.

Mit dem E3D V6 Umbau (Vollmetall) drucke ich aktuell PLA und PETG ohne Probleme oder Verstopfung seit einiger Zeit. Besser als mit den originalen Hotends. Das einzige wo ich noch etwas experimentiere, ist mit dem Bauteil Lüfter.

Ein Gesamtsystem ist meiner Meinung nach nicht notwendig, wenn die Einzelkomponenten stabil sind. Deswegen habe ich meinen Umbau in Metall gemacht. Vor allen, kann ich mit den Umbauten sehr schnell Hotend wechseln, bzw. auch somit Hotends mit verschiedenen Düsendurchmessern mir herlegen und auch verschieden Varianten wie V6 und Vulcano. Ersatzteile sind jetzt auch kein Problem, da alles Standardware ist. Ich habe ein paar Chinateile für den V6 gekauft, aber noch nicht verbaut, weil so gut wie die originalen haben die nicht ausgesehen. Da kann aber sein, das man als augebilderer Werkzeugmacher, viel zu viele Kleinigkeiten sieht :-)

SATA
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Re: Extruder-Umbau Beratung

Beitrag #5 von SATA » So 15. Nov 2020, 20:00

bist nicht allein mit 3mm ich drucke auch noch mit 3mm und rüste gerade auch um auf E3D V6 3mm(2,85mm)

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Re: Extruder-Umbau Beratung

Beitrag #6 von mhier » So 15. Nov 2020, 20:42

1.75mm hat zwei Vorteile: da pro Motorschritt weniger Material gefördert wird, steigt zum einen die Genauigkeit und zum anderen sinkt die nötige Kraft, die der Motor aufbringen muss.

Der Trend geht allgemein zu 1.75mm, selbst die Auswahl an Filament ist da mittlerweile größer. Wer einen Extruder neu kauft, sollte besser die Finger von 3mm lassen (es sei denn man will extrem weiches Material drucken höchstens).

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Re: Extruder-Umbau Beratung

Beitrag #7 von SATA » So 15. Nov 2020, 22:44

mhier hat geschrieben:1.75mm hat zwei Vorteile: da pro Motorschritt weniger Material gefördert wird, steigt zum einen die Genauigkeit und zum anderen sinkt die nötige Kraft, die der Motor aufbringen muss.

Der Trend geht allgemein zu 1.75mm, selbst die Auswahl an Filament ist da mittlerweile größer. Wer einen Extruder neu kauft, sollte besser die Finger von 3mm lassen (es sei denn man will extrem weiches Material drucken höchstens).


oder wenn man noch mengen an 3mm filament hat :dash: :dash: :dash:

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Re: Extruder-Umbau Beratung

Beitrag #8 von mhier » Mo 16. Nov 2020, 08:42

Die sind irgendwann auch aufgebraucht... Wenn man auf 1.75mm umsteigt, solange man noch einen funktionierenden 3mm Extruder hat, kann man das ja auch noch aufbrauchen...

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Re: Extruder-Umbau Beratung

Beitrag #9 von SATA » Mo 16. Nov 2020, 12:18

ich rüste erst auf 3mm um bis alles aufgebraucht und dann auf 1,75mm

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Re: Extruder-Umbau Beratung

Beitrag #10 von Big Fish » Fr 20. Nov 2020, 20:31

Also ich habe meinen Umbau auf e3D gleich mit dem Wechsel auf 1,75 verbunden. Das restliche 3mm Material habe ich in diverse Projekte versenkt, bei denen ich immer zu geizig war da viel Material benötigt wird. So sind auch meine 7kg Reste verschwunden.


1,75 finde ich persönlich viel angenehmer als 3mm ausgenommen bei TPU flex material. Da war 3mm überlegen. Sonst habe ich mit dem 1,75 weniger Brüche im Filament und den Vorteil, auf sehr viele Standardbauteile zurückgreifen zu können.

Ich habe bei meinem Umbau sowohl ein e3D mit Wasserkühlung als auch eine neue Filament Vortrieb verbaut. Im Vergleich zur Conrad Lösung ist das Teil deutlich leichter und viel einfacher zu bedienen. Wenn du Details sehen willst, findest du die hier im Thread

viewtopic.php?f=23&t=2667&p=27906#p27906


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