Schrittverluste in X und Y mit 1.45.00 MOD

Firmware Veröffentlichungen und Einstellungen können hier angekündigt und diskutiert werden.
zero K
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Re: Schrittverluste in X und Y mit 1.45.00 MOD

Beitrag #11 von zero K » So 15. Nov 2020, 21:16

Guten Abend FB

Also ich bin mir recht sicher dass es so richtig schlechte Slicer Geschichte sind.
Die Entscheidung zu einem Slicer macht das Leben vermutlich einfacher.
Der Start mit Cura ist sicher einfacher wenn unwesentliche und experimentelle Parameter zunächst deaktiviert bzw als nicht sichtbar markiert werden.
Zur Zeit ist die Version 4.8.0 aktuell.

Möglicherweise ist wie beim Jerk mit 8.0 auch bei der Acceleration eine untere Grenze vorhanden, sei es dass Bauelemente einen unteren Arbeitspunkt haben oder in der Software von einem Minimalwert ausgegangen wird.

An meinem rf2k v2 funktioniert gut ...
acceleration x y z 1000 1000 100
jerk x y z 10 10 0.395
current x y z e1 e2 120 120 100 100 100

Wo bei ich das mit dem Jerk eigentlich noch nicht richtig verstanden habe - solange es funktioniert ist es gut.

Gibt es für Zahnriemen unserer Drucker eine Alters- oder Laufzeitgrenze mit Austauschempfehlung?

Gruß zero K

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Re: Schrittverluste in X und Y mit 1.45.00 MOD

Beitrag #12 von mhier » So 15. Nov 2020, 21:47

Die Acceleration kann man ziemlich weit runter stellen. Der Jerk hat eine untere Grenze die von der Beschleunigung abhängt. Übrigens ist der Jerk eine falsche Bezeichnung, es handelt sich mehr um eine Mindestgeschwindigkeit. Ein Jerk von 8 heißt, dass ein rechter Winkel in der Ecke mit einer Geschwindigkeit von 8 mm/s gefahren wird, statt der theoretischen 0. Der Grund ist nicht nur, dass man damit Zeit sparen will. Repetier kann einfach nicht beliebig langsam fahren, weil dann die Berechnungen nicht mehr funktionieren.

Die kinematischen Berechnungen in Repetier sind ziemlicher Rotz. Wer Lust hat, kann ja mal Klipper testen. Vieles geht zwar noch nicht wie gewohnt, aber ich habe damit schon erfolgreich gedruckt. Die Berechnungen sind physikalisch korrekt und nicht irgendwelchen hemdsämeligen Näherungen, die nur der schwachen Rechenleistung geschuldet sind.

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Re: Schrittverluste in X und Y mit 1.45.00 MOD

Beitrag #13 von AtlonXP » So 15. Nov 2020, 23:03

Hallo,
ich kann hier mhier´s Meinung voll und ganz zustimmen.
Natürlich hänge ich hier nicht alles an die große Glocke.

Meine Versuche haben mhier´s Meinung bestätigt.
Nibbels sieht den Jerk etwas anders….

Ich bin zu der Überzeugung gekommen, den Jerk so weit wie möglich herunter zu drehen.
Irgendwann bekommt man eine Antwort im Log. das der Jerk auf einen minimalen Wert XY heraufgesetzt wurde.

Wenn der Jerk hoch ist, werden an einem Testwürfel die Kannten abgerundet.
Ganz klar, der kriegt die Kurve nicht Pünktlich… :coolbubble:

Ich würde gerne deine FW testen…
Leider benötige ich im nächsten halben Jahr meinen RF1000 für einige Druckaufträge.
Wenn nur unser HBS zufriedenstellend funzen würde…

Welchen Raspberry Pi empfiehlst du?
Ich muss mir erst noch einen zulegen…

Ich würde gerne den kleiner 3+ nehmen, falls der noch gut genug wäre.
Es geht mir hier um den Stromverbrauch (Wärme Entwicklung) und nicht um die Kosten.
Oder ist der Neue umso viel besser?

Zu zero K Stromeinstellungen:
Ich denke bei X und Y kann man sogar heruntergehen.
Ich habe eine zweite Linearschiene für Y verbaut und habe für Testzwecke,
eine 2,0 mm Edelstahlplatte 1,0 KG aufgespannt.

Trotz der hohen Masse gab es bei 110 Punkten keine Schrittverluste in X und Y!
Aber der Z Achse musste ich 5 Punkte mehr geben.
Ich vermute, dass unsere Z Achse mehr Strom benötigt damit die Störung in Z Lift behoben ist.
Die anderen Parameter habe ich bereits auf etwa das niedrigste schon gesenkt.

Ich kann und will nicht eine Empfehlung zur Stromerhöhung der Z Achse aussprechen.
Manch einer fährt mit Z in den Himmel oder in den Keller.
Die Spindeln haben eine Sau Masse und Gewalt!

LG AtlonXP

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Re: Schrittverluste in X und Y mit 1.45.00 MOD

Beitrag #14 von af0815 » Mo 16. Nov 2020, 07:15

AtlonXP hat geschrieben:Welchen Raspberry Pi empfiehlst du?
Ich muss mir erst noch einen zulegen…

Ich würde gerne den kleiner 3+ nehmen, falls der noch gut genug wäre.
Es geht mir hier um den Stromverbrauch (Wärme Entwicklung) und nicht um die Kosten.
Oder ist der Neue umso viel besser?

Grundlegend ist der 3+ ausreichend. Mit Video und aufzeichnen geht es auch noch so.

Beim RasPi 4 4GB verbaust du sowieso am besten ein Gehäuse mit Lüfter, den kannst du dann Leistungsmässig nicht in die Ecke jagen. Da ist es egal was du machst während du druckst. Zusätzlich ist es so, da man den RasPi 4 mit dem aktuellen Patch auch von USB-SSD Festplatten booten kann. Dann fällt auch die SD-Karte komplett weg und man hat Platz ohne Ende, so das man auch sein Archiv auf dem RasPi halten kann. Videokameras etc. machen keinen Stress egal welcher Auflösung.

Ich habe bei de Varianten hier bei mir getestet, bin aber beim RasPi4 geblieben, wegen der aktiven Kühlung. Da kann es nicht passieren, das der plötzlich Throttelt und das Timing beim Druck geht in den Ar.. Lüfter laufen sowieso am RF, also bringt der eine zusätzlich auch keinen Stress mehr.

Klipper ist mit beiden möglich, schon grundlegend getestet. Aber noch nicht im wirklichen Betrieb, da mir noch Keyfunktionen fehlen.

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Re: Schrittverluste in X und Y mit 1.45.00 MOD

Beitrag #15 von mhier » Mo 16. Nov 2020, 09:21

AtlonXP hat geschrieben:Nibbels sieht den Jerk etwas anders….


Den Jerk auf 0 zu setzen ist nicht unbedingt optimal. Mit Klipper geht das (das heißt da nicht Jerk sondern square_corner_velocity und ist evtl. etwas anders definiert, aber egal) und ich habe es ausprobiert. Das Problem ist, dass der Slicer grundsätzlich die Bewegung aus geraden Teilstücken zusammensetzt. Damit gibt es z.B. bei einer Kreisbewegung ständig kleine Ecken mit einem flachen Winkel. Bei einem Wert von 0 muss er bei jeder Ecke, egal wie flach sie ist, komplett auf 0 Abbremsen. Dadurch werden die Bewegungen dann de facto doch arg langsam. Den optimalen Wert muss man wohl schon ausprobieren, und es ist klar immer die Abwägung Geschwindigkeit vs. Genauigkeit mit im Spiel.

AtlonXP hat geschrieben:Ich würde gerne deine FW testen…
Leider benötige ich im nächsten halben Jahr meinen RF1000 für einige Druckaufträge.
Wenn nur unser HBS zufriedenstellend funzen würde…


Wahrscheinlich funktioniert der HBS von Klipper inzwischen besser als der von Repetier ;-) Ich habe jedenfalls gleich deine Idee umgesetzt und den Scan ähnlich des Z-Offset-Scans umgesetzt. Zumindest die anfängliche Suche ist identisch. Die abschließende genaue Messung habe ich eher ähnlich dem neuen Algorithmus beim Fräsen gemacht, den ich für das Kanten-Antasten entwickelt habe. Das scheint mir genauer zu sein. Evtl. ist da aber noch Verbesserungspotential vorhanden - jetzt hätte man ja auch die Rechenpower für einen anständigen Fit.


AtlonXP hat geschrieben:Welchen Raspberry Pi empfiehlst du?

Klipper läuft angeblich auch auf einem RasPi 1, in dem Fall werden allerdings einige Tricks empfohlen, die man vielleicht besser vermeiden will (Virtuelle SD-Karte statt streamen von Octoprint). Ich würde dir trotzdem empfehlen, den 4er zu nehmen und auch beim RAM nicht zu sparen, damit bist du zukunftssicher. Der Stromverbrauch ist nicht wirklich relevant, solange du auf ein ausreichendes Netzteil achtest (am besten das Original mit Schalter). Die Wärmeentwicklung ist ebenfalls nicht so kritisch. Das Problem ist lediglich, dass ohne ausreichende Kühlung der RasPi 4 nicht seine volle Geschwindigkeit im Dauerbetrieb entfalten kann, weil er sich dann drosselt. Ideal soll übrigens ein möglichst großer passiver Kühlkörper sein, es gibt Gehäuse die bestehen quasi nur aus Kühlkörper. Wenn du noch nen Monitor und ne Tastatur anschließen willst, um den Drucker damit direkt steuern zu können, würde ich dir den Raspberry Pi 400 empfehlen, der hat die Tastatur gleich eingebaut und ebenfalls eine ausreichende Kühlung integriert.


Zu zero K Stromeinstellungen:
Ich denke bei X und Y kann man sogar heruntergehen.
Ich habe eine zweite Linearschiene für Y verbaut und habe für Testzwecke,
eine 2,0 mm Edelstahlplatte 1,0 KG aufgespannt.


Wenn man mit Schrittverlusten zu kämpfen hat, sind reduzierte Ströme eher kontraproduktiv...

Trotz der hohen Masse gab es bei 110 Punkten keine Schrittverluste in X und Y!

110 ist der Standard für X und Y zumindest in der Community Firmware. Damit sollte es eigentlich keine Probleme geben, aber es hängt eben leider auch sehr davon ab, welche Bewegungen man durchführt...


Ich kann und will nicht eine Empfehlung zur Stromerhöhung der Z Achse aussprechen.
Manch einer fährt mit Z in den Himmel oder in den Keller.
Die Spindeln haben eine Sau Masse und Gewalt!

Eine Erhöhung des Stroms ändert an der Masse nichts ;-) Der Original-Z-Min-Schalter beim RF1000 hält gar nichts aus, da hilft auch ein Reduzieren des Stroms nix. Ich weiß nicht wie das beim RF2000 ist. Ich hatte bis vor Kurzem meinen Z-Min-Schalter durch einen klobigen "Micro-"Schalter ersetzt, der konnte die Z-Achse problemlos stoppen - da wären auch höhere Ströme kein Problem gewesen. Die hohe Masse ist ein Argument gegen hohe Geschwindigkeiten, wobei ich mich bei Klipper jetzt durchaus traue, auch höhere Geschwindigkeiten zu fahren. Der Grund ist ganz einfach, dass Klipper einen zwingt, vor der ersten Bewegung zu homen. Wenn man die Achsen-Limits sauber eingestellt hat, kann ich dann gar nicht vor die Wand fahren.

Es gibt aber natürlich gewisse Dinge, die man grundsätzlich nicht tun sollte, wie z.B. in Z homen während die Düse über dem Bett steht. Um ehrlich zu sein sollte jeder, der einen 3D-Drucker dieses Kalibers benutzt, so viel gesunden Menschenverstand haben, das nicht zu tun. Einfachstes Argument: Der Endanschlag kann sich mal verstellen z.B. durch zufällige Berührung. So niedrig kannst du den Strom gar nicht haben, dass du damit nix kaputt machst, wenn du da mit voller Geschwindigkeit reinrauschst.

Ich bin der Meinung, man sollte was die Gefahren durch die relativ starke Z-Achse angeht lieber keine falsche Sicherheit erzeugen.

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Re: Schrittverluste in X und Y mit 1.45.00 MOD

Beitrag #16 von FB » Sa 21. Nov 2020, 16:19

Hallo Zusammen,
Ich weiss jetzt also, dass es weder an der Mechanik (Riemen, Pulleys o.Ä.) noch an der Fahrdynamik oder Motorströmen liegt:
Habe mit PrusaSlicer und mit Cura vergleichbare G-Codes erzeugt.
Verschobene Layers gibts nur bei Cura 4.8.0...und auch nur für die ersten 6 Layer. Der Rest wird danach an verschobener Position weiter aufgebaut.
Es sieht so aus als wären nur die Layer betroffen, die als "Boden" gelten und damit 100% Infill haben.

Wäre es möglich, dass jemand von euch mal das Benchy mit meinem G-Code druckt und mir Rückmeldung gibt,
ob die ersten paar Layer bei ihm bei Version Cura übereinanderliegen?

Ich habe 3mm Filament, darum wäre meine ideale Testperson eine mit RF2000, communityMod 1.45.00 und 3mm Düse.

Bei der Düse könnten aber auch vorübergehend die Schritte oder der Flow um Faktor 2.85/1.75 reduziert werden, dass es keinen Stau gibt.
Die Qualität des Drucks ist ja für die Aussage nicht relevant, solange die Überextrusion nicht zu Schrittverlusten führen könnte...
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.

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Re: Schrittverluste in X und Y mit 1.45.00 MOD

Beitrag #17 von horst2712 » So 22. Nov 2020, 14:02

Hallo FB,
da ich fast zeitgleich das selbe Problem wie du hattest,habe ich mit großem Interesse deinen Chat verfolgt. Nachdem ich selbst auch alles ausgeschlossen habe (Mechanik, Elektrik, Mod, und den Slicer) tauschte ich ganz zum Schluss das USB- Kabel zum Drucker, eher aus Verzweiflung.
Was soll ich sagen bei mir war es das Kabel, der Drucker läuft wieder wie eine eins.
Vieleicht ist es ja bei dir auch so einfach, viel Glück.
mfg.
Horst

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Re: Schrittverluste in X und Y mit 1.45.00 MOD

Beitrag #18 von FB » So 22. Nov 2020, 15:32

Hi Horst, super Sache, danke dir für deinen Hinweis!
Da ich das Problem allerdings am Anfang hatte als ich von der SD-Karte druckte und dann (ebenfalls eher aus Verzweiflung) auf den Repetier Host also USB-Druck wechselte, bezweifle ich dass das die alleinige Ursache ist, werde es aber gleich mal ausprobieren ;)

EDIT: War es bei dir auch der CURA? oder mit was hattest du gesliced?

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Re: Schrittverluste in X und Y mit 1.45.00 MOD

Beitrag #19 von FB » So 22. Nov 2020, 16:18

Nachdem ich selbst auch alles ausgeschlossen habe (Mechanik, Elektrik, Mod, und den Slicer) tauschte ich ganz zum Schluss das USB- Kabel zum Drucker, eher aus Verzweiflung.
Was soll ich sagen bei mir war es das Kabel, der Drucker läuft wieder wie eine eins.


Also ich habe nochmals versucht:
- ab SD-Karte
- mit einem neuen, etwas kürzeren USB-Kabel, und Repetier host

beides gibt keine Verbesserung.

Bist du sicher, dass der wechsel des USB-Kabels die einzige Änderung war?
Was ist dein Printer Host/ Printer Server?
Auch Mod 1.45.00 nehme ich an, und auch RF2000?

FB
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Re: Schrittverluste in X und Y mit 1.45.00 MOD

Beitrag #20 von FB » So 22. Nov 2020, 16:42

Nachtrag: Mit Octoprint nun auch noch versucht (habe das neue USB-Kabel genommen)
Auch dort habe ich weiterhin Versätze bei den ersten Layer.


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