Klipper auf dem RF2000V2 Post ist gelöst/erledigt

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Re: Klipper auf dem RF2000V2

Beitrag #161 von mhier » Di 16. Feb 2021, 15:23

af0815 hat geschrieben:(rel)Position zu DMS-Wert

Deine Messung sieht sehr nicht-linear aus. Da stimmt was nicht. Ich fürchte, du kannst das nicht so einfach nachmessen. Wenn du es manuell überprüfen willst. solltest du bei jeder Messung noch unmittelbar danach eine zweite machen, die bei einer Z-Höhe ohne Bett-Kontakt ist. Dann betrachtest du die Differenz. Alles andere ist viel zu unzuverlässig.

Ist einmal sehr interessant. Das heisst für mich, das nach einer DMS Messung die entsprechende Z-Änderung mitberücksichtigt werden muss. Ich glaube die Community-Version hat sowas.

Wenn man es genau nimmt, wäre das ideal. Aber: Wir können die DMS lediglich mit einer niedrigen Frequenz auslesen (8 Hz bei voller Auflösung). In Realität wird die Kraft sich laufend ändern, denn sie wird Abhängig von der Extruder-Geschwindigkeit sein. Die Genauigkeit ist aber genau dann am wichtigsten, wenn sich die Extruder-Geschwindigkeit ändert: nämlich an Ecken. Mit einer naiven Kompensation würde man da schnell mehr falsch als richtig machen, deswegen bin ich da erstmal skeptisch. Außerdem, welches sichtbare Problem im Ergebnis willst du damit konkret angehen? Ich vermute, der Effekt ist im Ergebnis zu vernachlässigen.

Wenn man es ordentlich machen will, sollte man mit einem adaptiven Modell aus der aktuellen Extruder-Geschwindigkeit die nötige Z-Kompensation berechnen. "Adaptiv" heißt, es werden laufend die Parameter der Umrechnungsformel durch eine DMS-Messung angepasst. Da sich die Parameter aber nicht wirklich ständig ändern, kann man also gut die nötige Z-Korrektur aus der Extruder-Geschwindigkeit ableiten und ist nicht in der Geschwindigkeit dieser Korrektur begrenzt.

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Re: Klipper auf dem RF2000V2

Beitrag #162 von af0815 » Di 16. Feb 2021, 17:42

mhier hat geschrieben:
Ist einmal sehr interessant. Das heisst für mich, das nach einer DMS Messung die entsprechende Z-Änderung mitberücksichtigt werden muss. Ich glaube die Community-Version hat sowas.

Wenn man es genau nimmt, wäre das ideal.

Ich spreche hier (noch) nicht von einer laufenden Kompensation, sondern nur für die 'statischen' Messungen bei den Scans. Für den Betrieb während des Druckens müsste man sich was anderes überlegen.

Für mich war es einmal interessant zu sehen, um welche Beträge es hier geht. Das das DMS/Weg Diagramm nicht so schön ist, sieht man. Auch wie die Wägezelle schön linear bei Kraft arbeitet und nicht beim Weg. Wenn ich es genauer haben will, so mache ich mir da einen ganz anderen Aufbau, auch mit der Software. Phyton ist nicht wirklich meines und mit Pascal kann ich viel besser, nachdem es mein aktueller Brotberuf ist.

Aktuell bin ich einmal zufrieden und drucke recht gut. PLA, Pet-G und TPU (Flex medium) gehen relativ gut.

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Re: Klipper auf dem RF2000V2

Beitrag #163 von mhier » Di 16. Feb 2021, 20:10

af0815 hat geschrieben:Ich spreche hier (noch) nicht von einer laufenden Kompensation, sondern nur für die 'statischen' Messungen bei den Scans.


Achso, also bei der Probe ist das kompensiert (also für den Bed Mesh Scan und den Z-Offset-Scan). Das macht doch einen Großteil der Komplexität der Probe-Implementierung aus. Der misst doch genau aus diesem Grund die Kraft in Abhängigkeit der Z-Koordinate (mit Kompensation durch eine Nullvergleichs-Messung für jeden Messpunkt) und macht einen linearen Fit. Das Scan-Ergebnis definiert sich dann durch den Punkt der Gerade, bei der die Kraft 0 ist. Dort gibt es dann definitionsgemäß keine Auslenkung der DMS.


Für mich war es einmal interessant zu sehen, um welche Beträge es hier geht. Das das DMS/Weg Diagramm nicht so schön ist, sieht man. Auch wie die Wägezelle schön linear bei Kraft arbeitet und nicht beim Weg.


Der Punkt ist mir bisher immer noch ein bisschen ein Rätsel. Es gibt teilweise ganz merkwürdige Effekte. So passen z.B. die Messungen aus unterschiedlichen Richtungen (fahre Z ins negative, anschließend wieder ins positive) teils überhaupt nicht zusammen. Die beste Methode, die ich gefunden habe, diese Probleme loszuwerden, ist die Kompensation mit einer Nullvergleichs-Messung bei jedem Messpunkt. D.h. ich mache für jeden Messpunkt quasi ein "homing" der DMS-Digits, in dem ich einmal ein Stück das Bett runter fahre, so dass sicher kein Kontakt mehr vorhanden ist. Nur dann werden die Messungen halbwegs linear und auch reproduzierbar. Einfach einmal eine Nullmessung zu machen und für alle Messpunkte abzuziehen, reicht halt nicht.


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