Schnellspannhebel

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Material

  • Gedruckte Teile Bestehend aus Hebel, Hebelblock, Arretierung und Arretierungshalter
  • Die Dateien gibt es hier.
  • Kugellager 2 Stk. 10 x 4 x 3, 1 Stk. 30 x 10 x 9 (jeweils Außen-, Innendurchmesser, Breite)
  • Schrauben 2 Stk. M4 x 16, 2 Stk. M3 x 30, 1 Stk. M2 x 20
  • Gewindestange 1 Stk. M3 ca. 65 mm lang
  • Muttern 4 Stk. M3 (am besten selbstsichernd), 1 Stk. M2
  • Unterlegscheiben 1 Stk. M2, 2 Stk. M4 (oder andere, je nach Druckfeder)
  • Messingrohr 4 mm Außen-, 3 mm Innendurchmesser 15 mm lang
  • Druckfeder(n) k. A. - je nach Aufbau (die Auswahl ist etwas „Tricky“, meine ist aus 0,8 mm Federdraht
  • selbstgemacht, Durchm. 6 mm, Länge ca. 20 mm)
  • Kullifeder Kugelschreiber opfern und Druckfeder entnehmen

Werkzeug

Schraubendreher, Imbusschlüssel, Hammer, Zange

Vorgehen

Zuerst wird die originale Anpressplatte demontiert. Dazu die mit Federn versehenen Schrauben entfernen und die Platte abnehmen.

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Eine selbstsichernde Mutter wie gezeigt in den Hebelblock pressen.

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Den Hebelblock mit den zwei M4 x 16 mm Schrauben an dem Vorschubbasisteil befestigen. Die zuvor eingepresste Mutter liegt zwischen Vorschubbasisteil und Hebelblock.

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Bevor die Arretierung montiert wird macht es Sinn sie zunächst vorzumontieren. Damit vereinfacht sich das Einlegen der Feder. Für die Vormontage ist eine Feder nötig, die den Arretierungshebel zurückstellt. Ich habe mir diese Feder aus einer Kugelschreiberfeder gebaut. Dafür habe ich ein Ende ca. 1 cm gerade gebogen, dann 2 Windungen stehen lassen und wieder ca. 1 cm gerade gebogen. Die geraden Stücke habe ich dann 90° gebogen. Die Arretierung wird montiert indem man die M2 Schraube in den Arretierungshalter einführt, dann die Feder und den Arretierungshebel aufsteckt und die Schraube dann auf der anderen Seite durch den Arretierungshalter führt. Die Schraube mit etwas Schraubensicherungslack versehen und Mutter aufschrauben. Darauf achten, dass sich der Hebel drehen lässt und die Feder wie gezeigt liegt. Eine M2 Unterlegscheibe ist hilfreich um zu verhindern, dass die Feder zwischen Hebel und Halter zu liegen kommt, was zum Klemmen des Hebels führt.

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Den Kabelhalter auf dem Vorschubbasisteil abschrauben und die Adern herausnehmen. Kabelhalter umdrehen und Adern wieder einlegen. Die Schraube nun durch Kabelhalter und Arretierungshalter stecken und auf dem Vorschubbasisteil festschrauben.

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Der Hebel wird vorbereitet indem zunächst die Anpressrolle aufgebaut wird. Dazu wird das große Kugellager demontiert, da nur der innere Ring benötigt wird. Sollte das Lager mit Abdeckungen versehen sein, werden die mit etwas Gewalt entfernt. Hier kann man mit einem spitzen Werkzeug den Deckel etwas anheben, um ihn dann mit einem Schraubendreher heraus zu hebeln.

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Dann werden die Käfige entfernt. Dazu mit einem Schraubendreher und Hammer die Käfige an einer Stelle durchtrennen und dann mit einer Zange entfernen.

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Den Rest in einem Schraubstock einspannen und die Kugeln nach unten drücken. Nun mit einem langen Schraubendreher den Innenring heraushebeln.

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Nun die kleinen Kugellager auf das Messingrohr montieren.

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Den Innenring auf die kleinen Lager montieren. Damit ist die Anpressrolle fertig.

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Die Anpressrolle mit einer Schraube M3 und einer selbstsichernden Mutter am Hebel befestigen. Der Schraubenkopf muss in die Aussparung am Hebel passen.

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Den Hebel über den Hebelblock stülpen und mit der zweiten Schraube M3 und selbstsichernden Mutter drehbar befestigen.

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Die Gewindestange auf die zuvor in den Hebelblock gepresste Mutter schrauben.

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Die Unterlegscheiben und die Druckfeder auf die Gewindestange schieben.

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Mit einer selbstsichernden Mutter den Hebel auf Spannung bringen.

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Alternative zur Druckfeder

Alternativ können statt der einzelnen Druckfeder weitere vier M3 Schrauben am Hebel angeschraubt werden, auf die die Originalfedern geschoben werden können. Dann wird die Federplatte über die Schrauben und die Gewindestange geschoben. Mit einer Mutter M3 auf der Gewindestange kann der Hebel wieder gespannt werden.

Nachteilig am Einsatz der Federplatte ist der Umstand, dass es hierbei in beiden Stellungen zu einer Verknieung kommen kann, die unter Umständen nicht erwünscht ist. Zudem kann sich die Federplatte verdrehen.