Rasberry/Octoprint/RF1000

Hier könnt Ihr euch in Sachen Pasberry Pi, Pi 2, Pi Zero etc. austauschen. Es gibt viele Möglichkeiten einen Pi zur Unterstützung des RF zu nutzen.
PeMa
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Rasberry/Octoprint/RF1000

Beitrag #1 von PeMa » Fr 8. Feb 2019, 13:12

Hallo zusammen,

ich spiele seit geraumer Zeit mit dem Gedanken meinen RF1000 über Octoprint zu betreiben. Scheint wohl eine feine Sache zu sein. Vorab wollte ich mich generell über die Vor- und Nachteile erkundigen. Es steht zwar einiges im Netz aber es geht mir eher um die o.g. Kombination mit dem RF1000.
Vielleicht könnte mir der Eine oder Andere ein paar Erfahrungswerte mitteilen. Dafür wäre ich sehr dankbar.

Wie gesagt, einiges konnte ich bereits im Netz erfahren. Was mir ein wenig zu bedenken gibt ist das Thema "Sicherheit" von Octoprint. Es besteht die Gefahr, das Außenstehende relativ einfachen Zugriff auf meinen Drucker haben könnten. Wie sieht ihr das?

Nun noch eine ganz dumme Frage: Mich würde interessieren, wie Octoprint am RF1000 angeschlossen wird? Hierüber habe ich bislang keine Bilder, Zeichnungen oder genaue Beschreibungen finden können. Werden die Daten über das Datenkabel übertragen? Wie funktioniert die "Fernübertragung bzw. Überwachung" übers Internet, wenn ich nicht über Wlan sondern über die Steckdosenverbindung angeschlossen bin. Wie wird dann das RasberryPI am RF1000 angeschlossen? Es gibt doch "nur" ein Datenkabelanschluß am RasberryPI! :S

Gruß Peter

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Mendelson
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Re: Rasberry/Octoprint/RF1000

Beitrag #2 von Mendelson » Fr 8. Feb 2019, 14:54

Hallo Peter,

ich habe OctoPi mal probehalber installiert und nur einmal in Betrieb genommen. Es lässt sich eine Passwortabfrage installieren, sobald man (jemand) auf Octoprint über das Webinterface (localhost:8080) zugreifen will.

Auch habe ich mich mit ssh in OctoPi eigeloggt, wenn man (jemand) hier etwas ändern möchte, wird auch bei der kleinsten Änderung immer das Passwort abgefragt.

Ich habe das Image wieder gelöscht, weil ich nicht unbedingt mit dem Tablet oder einem anderem Gerät mit Browser den Drucker bedienen will.
Praktisch habe ich das also gar nicht getestet, schreibe hier also nur, was ich mir so denke.

Ich bin aber sicher, dass der Drucker über ein normales USB-Kabel, das man auch für einen InkJet oder Laserdrucker verwendet, von OctoPrint angesteuert wird.

Der Raspi holt sich den Zugang auf den Router entweder über WLAN oder die LAN-Steckverbindung.

Sollte der Raspi kein WLAN haben, geht das Nachrüsten (z.B. Edimax WLAN-Stick).

Auf den Raspi und damit Octoprint lässt sich dann mit jedem beliebigen Endgerät, das im Internet surfen kann, zugreifen.

Octoprint ist ja nicht wirklich im Internet, wenn es auch auf´s Internet zugreifen kann, sondern wird über localhost angesprochen, d.h. der Raspi ist als Server konfiguriert, auf den man local (nur über´s WLAN) zugreifen kann.

Wenn du nun so wenig nette Nachbarn hast wie ich, könnte es sein, dass jemand gerade Langweile hat und sich über dein WLAN in die IP-Adresse von deinen Raspi hackt. Dann müsste der/die aber auch das Passwort knacken, sowohl vom Router, als auch von Octoprint.

Ein ziemlicher Aufwand, nur um deinen Druckauftrag zu stoppen.

Mir mißfällt die Steuerung über ein WLAN Endgerät, also der autorisierte Zugriff auf localhost ein wenig.

Denn wenn mein Router wieder mal spinnt oder der Empfang dort, wo der Drucker steht schwankt, kann es zu Unterbrechungen kommen, die die Bedienung des Druckers auf diesem Weg unmöglich machen. Dann bleibt nur noch die Tasten und das Display am Drucker, um eingreifen zu können.

Deswegen liegt mir das Programm nicht so, obwohl es toll gemacht ist, nach allem, was ich beim kurzen Antesten sehen konnte. :side:

LG, Mendelson

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Re: Rasberry/Octoprint/RF1000

Beitrag #3 von Hobbyprinter » Fr 8. Feb 2019, 16:12

ich verwende seit ca. 2 Jahren den Repetier Server und bin damit zufrieden. Mit dem Octoprint habe ich vor ebenfalls knapp 2 Jahren eine Projektarbeit damals aber zum Ultimaker verfasst. Die Funktionen und das Ziel ist prinzipiell gleich. Der Repetier Server hat seine Vorteile beim Firmware Update aber die Kameraüberwachung gibts nur in der Premium Version. Bei Octoprint ist die Kameraüberwachung im Image für die Pi Cam vorinstalliert. Octoprint und RF1000 gepaart habe ich noch nicht getestet glaube aber dass auch das funktionieren würde. Im Prinzip ist es egal ob der Pi über WLAN oder Kabel mit dem Router verbunden ist, da die GCODES als ganzes exportiert werden und dann auf dem Pi lokal ausgeführt werden. Eine Unterbrechung im Netzwerk lässt zwar vom mobilen Endgerät keine Bedienung mehr zu aber der Drucker macht ganz normal weiter.

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Re: Rasberry/Octoprint/RF1000

Beitrag #4 von PeMa » So 10. Feb 2019, 17:46

Vielen Dank erstmal für die Antworten.

Den Repetier Server habe ich auch bereits entdeckt. Was meint Ihr, kann man sagen das der Repetier Server vielleicht ein wenig besser ist als Octoprint? Wie würde ein "Anfänger", wie ich es bin, mit den beiden Servern am einfachsten klar kommen oder tun die sich nicht viel? Ich hätte auch kein Problem mir die Premium Version anzuschaffen.

Gruß Peter

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Re: Rasberry/Octoprint/RF1000

Beitrag #5 von Mendelson » So 10. Feb 2019, 18:26

Also soweit ich das sehen konnte hat Octoprint ja Cura als Slicer installiert. Cura ist sehr einfach zu bedienen und ich habe damit am Anfang sehr gut gedruckt. Nur dann wollte ich andere Infills als nur viereckig haben, Anzahl der Perimeter-Schichten u.s.w. genau einstellen. Also habe ich gewechselt.
Zu Repetier Server kann ich nichts sagen.

Was mir aber noch eingefallen ist: Mit Octoprint bist du schnell im Internet der Dinge (IoT), ohne dass du es vielleicht willst. Das ist auch ein Sicherheitsaspekt, den du ja schon angesprochen hast. Die global Player wollen auch die 3D-Drucker für sich einnehmen. Siehe Dremel-Box oder der neue Kodak mit eingebautem Raspberry Pi. Mir ist aufgefallen, der Octoprint will immer gleich updaten. Da können sich schnell mal die AGB ändern und ein neues Feature wird in die Software implementiert.

Man braucht "nur " noch den Knopf zu drücken (nach dem Motto: "Alles ist ganz einfach.") und schon druckst du die Vorlage, die der Anbieter dir vorschlägt und lädst nicht mehr aufwändig deine eigene hoch. Das ließe sich in Octoprint ganz leicht implementieren, benutzerbezogene Werbung auch.

Denn könnte nicht sein, dass über die "App" nicht statistisch Daten von deinen Druckaufträgen erfasst werden, damit du dann auch in Google oder Facebook "genau" das Filament als Werbung gezeigt bekommst, was du jetzt brauchst? Heutzutage sicherlich ein großes Thema, der Gesetzgeber tut folgendes dagegen: Nichts.

Sorry, meine düsteren Gedanken werden Andere wohl nicht teilen. Aber ein interessantes Diskussions-Topic wäre es schon. 3D-Drucken und IoT liegen für mich sehr nahe beieinander.

Unter dem Gesichtspunkt würde ich es mal mit Repetier-Server versuchen, läuft auch auf dem Raspi hab ich irgendwo gelesen. Ob der auf ARM Prozessor (Raspi 3) läuft oder auch online geht weiß ich allerdings nicht. Am Besten du bleibst offline wenn du druckst, ist meine Meinung.

:silly:

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Re: Rasberry/Octoprint/RF1000

Beitrag #6 von PeMa » So 10. Feb 2019, 21:06

Vielen Dank Mendelson für Deine offenen Worte. Ich sehe das auch immer skeptisch, wenn was "kostenlos" angboten wird. Man weiß nie, was mit den Daten passiert. Datenklau auf ganz legalem Wege!!! Nichts gibt es um sonst auf dieser Welt und schon gar nicht im elektronischen Zeitalter! ;)

Ich habe anfangs auch mit Cura gearbeitet. Bin später dann zu Simplify 3D gewechselt und mit dem Slicer bin ich auch sehr zufieden. Daher möchte ich nicht unbeding zu Cura zurück.

Hintergrund ist, ich möchte (eigentlich) nicht über SD-Karte drucken. Über SD-Karte habe ich immer noch einige Probleme, die ich nicht vollständig im Griff bekomme. Darüber habe ich bereits in einem anderen Threat berichtet. Meine besten Druckergebnisse erhalte ich über das Datenkabel. Da läuft alles nahezu perfekt ab. Ich möchte jedoch nicht bei größeren Druckaufträgen die ganze Zeit mein PC laufen lassen. Daher war meine Überlegung die Drückaufträge über einen Raspi über das Datenkabel laufen zu lassen. Die kleine "Kiste" (Raspi) würde im Gegegnsatz zu meinem PC weniger Strom verbrauchen. Aber ich bin auch für jegliche Alternativen dankbar. :)

Gruß Peter

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Re: Rasberry/Octoprint/RF1000

Beitrag #7 von zero K » So 10. Feb 2019, 23:10

PeMa hat geschrieben:...
Die kleine "Kiste" (Raspi) würde im Gegegnsatz zu meinem PC weniger Strom verbrauchen.
...


Das war auch meine Überlegung.
So bot sich das kleine Kästchen fast von selbst an, da ich auch einen alten Schleppi nicht zur Immobilie degradieren und dauerhaft an den Drucker binden wollte.
Hier läuft ein Repetier-Server auf einem RP3B+ zuweilen mit einer Kamera ohne Grafik oder irgendwelchen Schnickschnack.
Aber auch hier erhält der Drucker seine Daten über eine USB-Schnittstelle - es ist aber eben nur eine Schnittstelle in Betrieb.
Die Grafische Nutzeroberfläche des Servers wird über einen Webbrowser erreicht und Konfigurationen Updates des Betriebssystems erfolgen über SSH.

Im Grunde sind da zwei Wege den Repetier-Server aufzusetzen.
Eine ist auch im RF1000-Wiki ganz hübsch erklärt.
- das aktuelle Raspbian über einen separaten Rechner auf eine MicroSD-Card zu spielen, Konfigurationsdateien im Wurzelverzeichnis einrichten bzw editieren und den Pi davon starten. Von dort aus, also dann schon im Pi die Installationsroutine des RS zu starten.
Der Server muss konfiguriert werden und ins heimische Netz gestellt werden.
- gleich von der Repetier-Homepage ein vorkonfiguriertes Raspi-RS-Image auf die MicroSD-Card zu laden, das Dateisystem an die Größe der MicroSD-Card anzupassen und das Ganze Deinem Router bekannt zu machen.

Die folgenden Links zu den Dokumentationen bieten wohl die umfassenden Hilfen.
https://www.raspberrypi.org/documentation/
http://demo.repetier-server.com:4000/manual/index.html

Mit alternativen Lösungen habe ich bisher keine Erfahrung, schlicht aus Faulheit und weil keine Notwendigkeit besteht etwas anderes zu probieren.

Gute Nacht zero K

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Re: Rasberry/Octoprint/RF1000

Beitrag #8 von Mendelson » So 10. Feb 2019, 23:27

Also ich mach das jetzt immer mit dem Raspi. Allerdings habe ich den 3B+, mit Kühlkörper-Gehäuse und Wärmeleitpaste ausgestattet.

Bei der SD-Karte habe ich den Verdacht, dass der Prozessor auf der Platine des Druckers auch entsprechend arbeitet.
Deswegen drucke ich den Großteil auch über den Raspi und lasse den rechnen.

Anscheinend hat er noch ordentlich was zu rechnen, wenn er auch nur ein langes Textfile liest, denn er ist immer so auf 50% Auslastung und auf 50 Grad Betriebstemperatur. Pronterface hat auch eine Animation was es gerade druckt und zeigt den Gcode an, vielleicht ist es auch das.

Ich kann ja nur die von mir vorgestellte Slic3r/Pronterface-Lösung empfehlen.
Der Raspi erzeugt 20 MB Gcode als wär's nix.

Wie das mit dem Raspi 2 oder drunter ist weiß ich allerdings nicht.
So um 2014 habe ich mit dem B+ ein wenig herumgespielt, sogar Alexa zum Laufen gebracht.

Als ich dann mal so zum Spaß den 3er gekauft habe hab ich nicht schlecht gestaunt, wie schnell der ist. Bootet jedenfalls schneller als mein PC.
Ich surfe auch im Internet damit. Das Ding kann den ganzen Tag laufen und wenn ich was drucken will, bekommt er den Job. Schont auch meinen PC, denn der soll mal schön die anspruchsvolleren Sachen machen wie CAD u.s.w.

Allerdings habe ich auch mein Motorola Lapdock von 2014 als Tastatur und HD-Bildschirm am Raspi angeschlossen. Das war so ein kleiner Hack, wo man das perfekte Notebook hat, wenn man ein wenig an den Anschlusskabeln herumtrickst.

Es gibt aber auch Lösungen, die sind bei Adafruit vorgestellt worden, mit einem 7 Zoller Monitor und selbst gedrucktem Gehäuse. Den Monitor dazu gibts auch beim großem C von MakerFactory.

Slic3r ist sehr mächtig. Ich sage das so, weil der Drucker beim letzten Auftrag so ziemlich ins Schwingen gekommen ist. Früher habe ich mir immer gedacht, schön dass der so schwer is, na und? Heute weiß ich warum. Deswegen kann ich auch nur bestätigen, dass Slic3r nichts für Einsteiger ist.

Der hat da so einen 3D Infill, das ist der Wahnsinn. Der arbeitet eine Schicht ab wie ein Rasenmäher, und nachher ist ein gewelltes Rechteckgitter drauf. Aber nicht wie Cura das macht, Zickzacklinie und dann die andere Hälfte.

Er druckt das ganze Gitter in einem Zug. Da man den Infill schneller einstellen kann als den Rest lässt sich so eine Menge Zeit sparen. Das erste Mal hatte ich das Gefühl, meinen RF1000 so richtig ausgereizt zu haben.

Oder ich habe eine dünnwandige Box gedruckt. Als er mit dem Boden fertig war, hat er am Rand nur wellenförmige Aussparungen eingesetzt. Als es dann zu den Wänden ging, konnte die erste Schicht in die Aussparungen eindringen und weitere Schichten wurden dann aufgebaut. Dadurch halten die Wände besser.

Meine bisherigen Slicer haben das nicht gemacht. Es sind diese Kleinigkeiten, die auch ganz andere Probleme, z.B. mit dem Hotend, gar nicht erst aufkommen lassen, richtige Konfiguration vorausgesetzt.

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Re: Rasberry/Octoprint/RF1000

Beitrag #9 von Mathes » Di 11. Jun 2019, 13:04

Also ich arbeite mittlerweile auch mit Octoprint auf einem Raspberry Pi. Allerdings erzeuge ich den G-Code mit Simplify 3D und lade diesen auf den Raspberry Pi. Dieser muss dann nur noch den Drucker füttern. Eine Kamera zur Überwachung des Druckjobs hängt auch mit dran. Funktioniert alles bis jetzt ohne Probleme.

Gruß Mathes
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