Druck mit PETG -> Zusammenfassung der Erfahrungen

Hier geht es ausschliesslich um die Extruder und Kühlung des Filamnts des RF2000. Fragen und Probleme sowie Verbesserungen können hier diskutiert werden
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Re: Druck mit PETG -> Zusammenfassung der Erfahrungen

Beitrag #11 von AtlonXP » So 18. Jun 2017, 22:38

Ohne viel Worte:

DSC00602.JPG

:-)


DSC00603.JPG

:dash:

Tja was war los?

Nix war los!

Das Zeug haftet so gut auf meinen Glasscheiben, dass ich das Bedürfnis nach Hammer und Meißel hatte!
Trotz aller Vorsicht ist es mir nicht gelungen das Teil ordentlich von der Platte zu bekommen.
Der Boden war gesprungen.
Für eine Vase geht das schon mal gar nicht!

Zum guten Schluss, bei genauerer Betrachtung, die Scheibe war auch noch hin.

Dann ist mir das Ding auch noch so etwa mit 6G runtergefallen.
Nun habe ich das Problem im Griff.

Bei einem fremden Material muss man sich erst einschießen.

PETG verträgt sich wunderbar mit ABS.
Ich benutze meine ABS Soße hier als Trennmittel und das Teil geht hervorragend abzunehmen.

Das Zeug sieht hübsch aus und hat echt komische Materialeigenschaften.
Zum einen ist es Glas hart und springt. Zum anderen ist es so fest, dass man es 20ig mal knicken kann und immer noch nicht abbricht.
Mir ist aufgefallen das es ziemlich kühl gedruckt werden sollte (230 C°), ab 240 C° beobachte ich Gasblassen in der Extrudierten Made und das Zeug riecht nach Glykol.
Ich meine auch, dass das die Stabilität dann nachlässt.
Aber das kann ich nicht messen.

Auf jeden Fall ist der Tipp von Nippels, eine echte Empfehlung.
Für manche Dinge ist das Zeug gut geeignet.

Mein V2 Mod. kommt hervorragend mit dem Zeug klar.

LG AtlonXP
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Re: Druck mit PETG -> Zusammenfassung der Erfahrungen

Beitrag #12 von Nibbels » So 18. Jun 2017, 23:34

AtlonXP hat geschrieben:PETG verträgt sich wunderbar mit ABS.
Ich benutze meine ABS Soße hier als Trennmittel und das Teil geht hervorragend abzunehmen.

:coolbubble:
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Re: Druck mit PETG -> Zusammenfassung der Erfahrungen

Beitrag #13 von hal4822 » Mo 19. Jun 2017, 05:24

Nibbels hat geschrieben:...Dieser Beitrag hat auch für mich selbst den Vorteil, dass ich die Infos später wieder finde, wenn ich anfange die Details zu vergessen :)


Als Gedächtnisstütze taugt auch sehr gut eine eigene HP z.B. bei npage.de (http://goisern-sketchup.npage.de/neuigkeiten.html)!
Man kann einzelne Seiten auch für die Öffentlichkeit sperren, sodass es für Fremde nicht so verwirrend wirkt. Ich habe oft das Thema meiner Seite vergessen aber so manchen Link habe ich nur dort wiedergefunden, was das Chaos der Themen für mich rechtfertigt.

Ich habe jetzt nicht in Deinem Profil nachgeschaut, ob Du eine HP hast, würde mich aber freuen.

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Re: Druck mit PETG -> Zusammenfassung der Erfahrungen

Beitrag #14 von Nibbels » Mo 19. Jun 2017, 18:53

Richtig :)

Zum reinen Ablegen der Infos ist das Forum perfekt. Man kann sich auch Lesezeichen setzen.
Tatsächlich: Ich hatte mit Wessix und hliebscher als Testopfer mal angefangen, eine Seite für Profilvergleiche aufzubauen. (Jeder lädt Profile hoch, die Seite zeigt die Unterschiede und Gemeinsamkeiten je nach Suchraster)
Dann hatte ich irgendwelche Druckerprobleme und das Projekt geriet ins Stocken.
https://filaguide.com/
Der Grundaufbau steht, man kann intern Profile hochladen, aber dann passiert noch nichts mit denen.
Mal sehen, ob das noch mal was wird, denn das Auswerten von Profilen (Vorallem Simplify3D) für den einheitlichen Vergleich ist komplexer als ich zuerst annahm. Vorallem, wenn die Simplify-Profile gemodded sind. (Man kann die XML nach seinen Wünschen umschreiben)

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Re: Druck mit PETG -> Zusammenfassung der Erfahrungen

Beitrag #15 von hal4822 » Mo 19. Jun 2017, 19:33

Nibbels hat geschrieben:https://filaguide.com/
Der Grundaufbau steht, man kann intern Profile hochladen, aber dann passiert noch nichts mit denen.
LG


Geschickt gewählter Link zur Seite mit den feixenden Kobolden - den Gefühlen kann schonmal perfekt Ausdruck verliehen werden!

Ein Link zu den Profilen hätte in die Hose gehen können: https://de.wikipedia.org/wiki/Lorem_ipsum

Aber ich vertiefe mich gleich nochmal, denn meist ist man ja einer Forums-Software ausgeliefert, die zu wenig oder zu viel Variationen zu lässt.
Ich halte mich da schonmal bescheiden ´raus, denn bisher habe ich noch nichtmal die Profile kapiert, die mit dem Slic3r mitgeliefert werden und warum beim RF1000- Cura nur ein Profil dabei ist.

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Re: Druck mit PETG -> Zusammenfassung der Erfahrungen

Beitrag #16 von Nibbels » Mo 26. Jun 2017, 16:31

AtlonXP hat geschrieben:Mir ist aufgefallen das es ziemlich kühl gedruckt werden sollte (230 C°), ab 240 C° beobachte ich Gasblassen in der Extrudierten Made und das Zeug riecht nach Glykol.


Kann das dieses Glykol sein?

https://www.youtube.com/watch?v=H2w2LUQ ... e=youtu.be

Manchmal dampft dieses Pulver aus dem Material und setzt sich dort ab, wo es sehr kühl ist.
Screenshot_8.png

Ich hatte das nun schon ein paar mal bemerkt und die Hotends gereinigt.
Screenshot_4.png

Screenshot_5.png

Screenshot_7.png

Das ist kein Schnee, es ist trocken, ein Pulver, dass sich dort absetzt:
Screenshot_6.png


-> Absaugung hurra ^^.
Wenn jemand das Tütchen haben wollte, weil er das Zeug untersuchen kann, gerne :)
Sieht in der Post aber arg verdächtig aus :blink: .
Ich schicke das weder in die USA, noch durch den Zoll... :diabolisch:

LG
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Re: Druck mit PETG -> Zusammenfassung der Erfahrungen

Beitrag #17 von AtlonXP » Mo 26. Jun 2017, 17:07

Nibbels hat geschrieben:Kann das dieses Glykol sein?


Keine Ahnung.
Glykol ist ein schwerer Alkohol und schmeckt süß und ist flüssig!
Es schädigt die Nieren.
Du findest es in gepantschter Schokolade und in gepantschtem Wein, ansonsten im Autokühler.

Ich würde es in der Pfeife rauchen! :coolbubble:

Ist es vielleicht nur Abrieb?

LG AtlonXP

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Re: Druck mit PETG -> Unbekannte Rückstände

Beitrag #18 von rf1k_mjh11 » Mo 26. Jun 2017, 20:26

Nibbels,

Da muss ein Chemiker her. Das Pulver könnte alles Mögliche sein. Gasförmige Ausdünstungen vom PETG selbst oder von den Zusatzstoffen (Pigmenten), die vielleicht mit der Feuchtigkeit in der Luft reagieren, und an der kühlsten Stelle kondensieren/auskristallisieren. Du findest das Zeug, weil du eine Wasserkühlung verwendest. Andere haben einen Lüfter, der den Stoff oder das Gas wegbläst, sodass es nicht kondensieren kann. Außerdem ist mit einem Lüfter auch der kalte Bereich nie kühler als die unmittelbare Umgebung (außer es holt sich einer die Kühlluft von außerhalb des Druckraums). Auch dieser Zustand verhindert ein konzentriertes Auftreten wie bei dir.

Ein Bild zeigt das Pulver auch am zweiten Hot End. Das wird vermutlich meistens nicht beheizt sein und folglich durch die Wasserkühlung auch kalt, oder? Sonst wäre der Heizblock ja heiß (und dann wäre meine These für den Fritz und ich müsste das Zeug bei mir auch sehen).

Also ich würde das Zeug analysieren lassen - der eigenen Gesundheit wegen. Kann sein, dass es völlig unbedenklich ist, wie z.B. Natriumchlorid, oder das es etwas ist, wo einem die Haare zu Berge stehen. Keine aufwändige Analyse, bloß was einfaches.

Eigentlich sollten wir 3D Drucker verlangen, dass alle Filamenthersteller ein IMDS Datenblatt zur Verfügung stellen. Im Automobilbau ist das von den meisten Herstellern schon seit vielen Jahren vorgeschrieben. Damit wird garantiert, dass keine giftigen Stoffe unerkannt in den Recycling Prozess oder in die Umwelt gelangen.

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Re: Druck mit PETG -> Zusammenfassung der Erfahrungen

Beitrag #19 von AtlonXP » Di 27. Jun 2017, 00:19

Versuch mal das Zeug mit niedriger Temperatur zu drucken.
Ich drucke es mit 230 C°.
Wenn es nach Glykol riecht bist du vermutlich schon in der Zersetzungstemperatur.

Das Glykol ist normalerweise im Kunststoff fest (chemisch) gebunden.

Wenn ich es richtig weis, hat Glykol einen Side Punkt von 210 C°

Ich habe da einen Verdacht.

Bei niedriger Drucktemperatur, mal sehen ob du da auch noch das Pulver bekommst.

Ich bastele auch gerade an meinem Abzug, irgendwie ist das Pflicht! :sick:

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Re: Druck mit PETG -> Zusammenfassung der Erfahrungen

Beitrag #20 von alexkle » Fr 4. Aug 2017, 16:45

Hallo

bin neu im Forum!

Habe vor kurzem einen RF1000 gekauft.... mit PLA und ABS klappt´s super aber mit PETG eher nicht!

Hat einer von euch die passenden Slicer Einstellungen für das 2.85 mm Filament, Düse noch mit 0,5

Gruß Alex


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