"Druckbett Zersplittert"

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Nibbels
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Re: "Druckbett Zersplittert"

Beitrag #11 von Nibbels » Fr 20. Okt 2017, 13:12

Es kommt auf das Material an.
Und ob ich "in letzter Zeit" mal mit dem Schleifpapier über das Pertinax gegangen bin.

Normalerweise bleiben die Teile drauf und man hat beim Abmachen so ein Rrrrrtsch Gefühl, als würde man einen flächigen Postit von einem Papier abziehen.

Ein ABS lag vor ein paar Wochen dann einfach lose drauf. Das war aber auch schon mal anders.
M4P PMMA liegt nach dem Abkühlen lose drauf.
PLA meistens mit Rrrrtsch.
Flex klebt immer fest, das mache ich damit wie gesagt auf große Flächen ungern. Flache Teile sind kein Problem, die zieht man ab.

Diese Oberfläche ist natürlich nicht absolut perfekt und ich kenne nur diese und Keramik. Den Tipp hab ich aber vom 3D-Druck-Treffen: Meine Quelle meinte, sie habe schon alles mögliche ausprobiert und Pertinax sei einfach gut.
Zudem ist der Preis irrwitzig klein.

Was ich auch interessant finde ist die Lösung von Prusa: Ein abziehbares Bett, welches magnetisch hält. Irgendwie haben die das gelöst ;)

LG
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Re: "Druckbett Zersplittert"

Beitrag #12 von Rfminderwertig » Mi 25. Okt 2017, 04:39

Hab am Samstag die Lieferung mit dem neuen Druckbett bekommen gleich zusammengeklebt und bis heute(Di) unter ein paar Büchern gelagert.

Gleich mit einem „HBS“ gestartet fürs erste aber nur für PLA. Die neue Lösung für ABS muss ich erst umsetzten, Danke nochmal für die vielen Tipps dafür.

Für die Ausbrüche wurden Haarrisse und Oberflächenspannung Alls eventuelles Problem genannt.

Daher mein Bedenken der „HBS“ selber verursacht die Oberflächenspannung und daher folgen die Haarrisse. Legt man ein Lineal auf das „HB“ wenn die Mitte Kalibriert wird entsteht ein schon deutlich sichtbarer Spalt. Die Werte des „HBS“ zeigen auch in der Mittellinie Höhere Abstände.

Die Belastung beim Druck selbst wird ja zwischen Extruder und Filament Vorschub gemessen(z.B. steigt der wert zu hoch stoppt der Vorschub). Daher der Abstand zwischen Düse und HB ist nur gespeichert und hat aktuell beim Druck keinen Einfluss. (Ändert sich der Abstand während eines Layers wirklich??)

Also ich habe einen Höhen unterschied von den Ecken zur Mitte von 0,1 mm (Die Mitte ist Tiefer) aber nur bei dem „HBS“ weil es die Platte dabei verbiegt. Beim Druck selbst gibt’s diese Biegung ja nicht, also würde ich jetzt die angepriesenen 0,05mm Layerhöhe Slicen und Drucken, so würde auch mein Druckkopf 0,15mm in dem „HB“ Stecken, Kratzen oder Heulen.

Klärt mich bitte auf falls ich da falsch denke.
Unbenannt_02.PNG


Werde denn "HBS" mit ABS auch noch durchführen um die werte zu vergleichen.

lg
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Re: "Druckbett Zersplittert"

Beitrag #13 von Darrol » Mi 25. Okt 2017, 11:05

Hast du noch im Kopf wie hoch die Digit-Differenzen zwischen Absetzen und abheben der Düse auf der Druckplatte aussahen?
Wenn sich das Ceran sich durchbiegt setzt die Düse sicherlich viel zu hart auf. Wenn ich mich recht erinnere lagen bei mir die Digit-Differenzen immer um die 100 Zähler. Allerdings habe ich bisher auch noch nie darauf geachtet ob sich da was verbiegt, da mir die Belastung zu gering erschien.
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Re: "Druckbett Zersplittert"

Beitrag #14 von Nibbels » Mi 25. Okt 2017, 11:23

Servus :)

Meiner Fern-Meinung nach biegt sich die Keramik nicht(!!).
Die Kräfte die die Düse auf die Keramik bringt sind zu klein. Wenn ich mit 1000 digits drücke, sind das (bei mir) ca. 1,7kg. Ich kenne es so, dass der Wohlfühlbereich während der Messung ca. bei 16 digits (?) war?
Das wären +-30 Gramm.
Zudem kann das Alu unter dem Tisch nachgeben.

Ich sehe -.33 und -.12 als Extremwert in deinen Daten. Trolligerweise habe auch ich vorne links immer sone "Nase hoch"/den höchsten Punkt gehabt.
Es sind also ca. 0.2 Differenz drin, was noch besser ist, als meine alte Platte: Das waren soweit ich mich erinnere etwas mehr, aber auch in diesem Bereich.

Wenn die Platte unbeschädigt ist, sieht sie für mich eigentlich schön aus, von den Werten :D
Man könnte natürlich noch die vordere linke Ecke um ca. 0.05 bis 0.1 absenken oder die linke hintere Ecke um 0.05 bis 0.1 anheben - wenn nichts kippelt. Ich habe mir darüber mal große Gedanken gemacht, heute ist mir sowas aber völlig egal geworden, weil es in der Praxis zwar schön ist, aber nicht zwingend hilft.

Generell wichtig: Kalt sollte man den Düsen-Bett-Abstand ca. auf -0.5 bis eher -0.6 einmessen. Heiß -0.2 bis eher -0.3 mm.
Du darfst wenn du exakt in Z auf 0 gehomed bist (Schalterkontakt) bei keiner Temperatur und auch nicht nach thermischer Nachdehnung (~ -0.12) bei Erwärmung des Gerätes mit der Düse irgendeine Stelle der Platte berühren - wenn du pingelig bist. In der Praxis äußert sich das Übertreten von 0 in der Z-Höhe in abgebrochenen HBS-Scans.
Der HBS-Scan will homen, wenn er denkt, er wäre ausserhalb seiner Toleranz. Ist das Bett an der Stelle höher knallt der soweit ich das gesehen habe kurz aufs Bett - 3x - und bricht ab.

Mich hat das einstellen immer voll genervt:
Ich habe mir darum den Schraubenhelfer in meine Firmware programmiert. Nach jedem Z-Offset-Scan bekomme ich Tipps, um wieviele Umdrehungen ich meine Z-Schraube anpassen soll (Winkel°/mm/Richtung)

LG
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Re: "Druckbett Zersplittert"

Beitrag #15 von AtlonXP » Do 26. Okt 2017, 00:14

Hallo Rfminderwertig,

mein HBS läuft auf 2.0 mm starken normale Glasscheiben.
Die Glasscheibe liegt sogar größtenteils hol auf der Druckplatte.
Wenn sich da was verbiegen würde, dann würde ich das sehen durch Verzerrungen im Spiegelbild der Scheibe.

Das ausbrechen der Druckplatte scheint irgendwie normal zu sein.
Keiner hier, hatte bis jetzt die treffende Erklärung dazu.
Belassen wir es auf Materialfehler und Garantie. ;-)

Ich richte meine Druckplatte + Glasscheibe mit einer Messuhr ein.
Hier mein Konstruktion:
viewtopic.php?p=16006#p16006

LG AtlonXP

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Re: "Druckbett Zersplittert"

Beitrag #16 von Rfminderwertig » Do 26. Okt 2017, 04:10

„Hast du noch im Kopf wie hoch die Digit-Differenzen zwischen Absetzen und abheben der Düse auf der Druckplatte aussahen?“

Keine Ahnung, weit über 100?. Im Messergebnis (Low -310 – High -846) sind die Differenzen ja schon größer.

„Ich sehe -.33 und -.12 als Extremwert in deinen Daten. Trolligerweise habe auch ich vorne links immer sone "Nase hoch"/den höchsten Punkt gehabt.“

Ja Erste Reihe (20 = -.12), (100 = -.27), (120 = -.30), (140 = -.28) (180 = -.19), = Erste Biegung.
Letzte Reihe (20 = -.21), (100 = -.31), (120 = -.31), (140 = -.30), (180 -.21) = Biegung vorne Mittig bis hinten.

Diese Biegung wäre sie nicht nur durch (im) den Kalbrationstest vorhanden, könnte ich sie auch von Hand nachmessen.

Der Höchste Punkt Links vorne ist ein Konstruktionsfehler der Alu Platte selbst, sie ist nicht Mittig Verschraubt, sondern eben links vorne, daher die Kräfte die von oben kommen verteilen sich nicht gleichmäßig an die Eckpunkte. (Dann kommt noch Wärme dazu)

Es sorgt also auch schon die Aluplatte für Fehler…

Eine Fläche die Spiegelt noch dazu, mit freiem Auge auf die gegebene Ebene zu prüfen, halte ich für eine gewagte Aussage und das von jemanden der eine Messuhr kennt… aber jedem seine Meinung.

Legt mal ein Haarlineal mittig von links nach rechts, so dass es beide Außenkanten berührt auf euer „HB“ und drückt nur mit dem Finger (30g lol) auf die HB drauf. Entsteht ein Spalt? Nein oder doch??

Das gleiche überprüft ihr mal bei einem „HBS“ wenn’s gerade die Mitte durchmisst. Ihr werdet staunen…

Demnach der Ganze Tisch ist ein Konstruktionsfehler dar weder die Aluplatte noch die Ceranplatte dem Druck der Kalibration standhalten.
Erklärt somit auch viele Firstlayer- Probleme die die Haftung betreffen, wenn man dünn Druckt...

Außerdem könnte man behaupten es gibt keine Möglichkeiten zum Feinjustieren des Tisches... weil es einfach keine gibt.
Grob lässt sich ja auch nur die X- Achse über die Y- Platte mit einer Messschraube einstellen, dann kommt halt eine Führungsschiene mit Spielraum drauf. Naja. (mit Beilag Scheiben Justiert man am Bauernhof Türen, aber keine CNC- Geräte)

Im Endeffekt ein unfertiger Drucker mit dem man etwas PLA verarbeiten kann, Zeit und Geld vergeuden muss wenn man will was versprochen wird.
Lg

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Re: "Druckbett Zersplittert"

Beitrag #17 von AtlonXP » Do 26. Okt 2017, 08:34

@ Rfminderwertig,
als ich vor knapp 2 Jahren meinen Rf1000 in Betrieb genommen habe,
da habe ich zuerst genauso gewettert wie du.

Mein Haarlineal ist vielleicht noch länger wie deins.

Leider hast du recht mit der unebenen Druckkachel.
Das bringt die Wärmenachbehandlung (Spannungsfrei glühen) so mit sich.
Leg doch mal dein Haarlineal auf deine Ceran Herdplatte, dann wirst du dich wundern. ;-)
Solltest du Probleme haben am ersten Layer, dann liegt es mit größter Wahrscheinlichkeit an der Nachlängung,
in den ersten 20 min, deines Hot Ends.
Kurz gesagt, auf einmal küsst die Düse das Bett.

Nibbels hat es nur angedeutet mit den 0,12 mm.
Dieses Problem ist behoben, da Nibbels die Firmware erweitert hat und dieses nun Kompensiert wird.
Diese Funktion liefert dir kein anderer Drucker!

An der FW wird laufend weiter gebastelt, frag Nibbels welche für dich die richtige ist.

Bei der Feinjustierung gibt es hier verschieden Lösungen, von mir ist natürlich auch eine Dabei.
Ich bin kein Bauer auf dem Bauernhof und benutze deshalb O- Ringe anstatt Unterlagscheiben. ;-)

Der klapprige Unterbau vom Druckbett ist vom Konstrukteur so gewollt.
Du wirst es ihm danken, wenn es dir das erste Mal durch Warping dein Druckteil um das Hot End wickelt.

Solltest du dich mit diesem Gerät nicht anfreunden könne, da bleit dir nur noch der UM3 übrig.
Der kostet ne Kannte mehr und da ist auch nicht alles Gold was glänzt.

LG AtlonXP

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Re: "Druckbett Zersplittert" - Unebene Ceranplatte

Beitrag #18 von rf1k_mjh11 » Do 26. Okt 2017, 13:11

Die Methode, die AtlonXP hier anspricht ...
AtlonXP hat geschrieben:Wenn sich da was verbiegen würde, dann würde ich das sehen durch Verzerrungen im Spiegelbild der Scheibe.
... wird gerne in der Automobilfertigung verwendet, um am fertig lackiertem Fahrzeug Fehler im Blech zu sehen oder zu finden. Dazu sind Reihen von Leuchtstoffröhre (LEDs) ringsum angeordnet, die sich spiegeln und anhand der Verzerrungen eben die gesuchten Blechfehler hervorheben. Hier ein Beispiel wo man die Reflexionen dargestellt sieht, bzw. ein weiteres Bild (Mattlack - ohne Reflexionen):
Light_tunnel.jpg

Allerdings muss man meist 1,5 bis 2,5 Meter entfernt stehen, um die kleinen Fehler erkennen zu können. Mit 'kleinen Fehlern' sind jene gemeint, die ungefähr die Größenordnung der uns bekannten Ceran- oder Keramikunebenheiten entsprechen (damit ist die 'Seichtheit' des Fehlers gemeint - recht großflächig und seicht). Ein Fehler wie von einem Hagelschaden sieht man, im Spiegeln, klarerweise auch aus der Nähe.
Daher trau ich mir kaum zu, anhand von Spiegelungen, meine Ceranplatte zu beurteilen - mit Haarlineal eher, mit Messuhr selbstverständlich auch.

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Re: "Druckbett Zersplittert" - Unebene Ceranplatte

Beitrag #19 von hal4822 » Do 26. Okt 2017, 13:29

rf1k_mjh11 hat geschrieben:... - mit Haarlineal eher, mit Messuhr selbstverständlich auch.

mjh11


Und wie steht´s mit Laser ? Damit lassen sich bekanntlich sogar Verformungen des Raumes durch Gravitationswellen messen.

Ich hatte zwar noch keinen Anlass meine RF1000-Kacheln zu prüfen, aber wenn eure Bemängelungen zutreffen, dann sollte man Conrad mal empfehlen, über den Begriff "Ausschuss" nachzudenken. Was nichts taugt gehört eben nicht in den Handel.

https://youtu.be/av5wuxfDI3o - Foucault hatte noch anderes zu bieten (typisch Pragmatiker halt).
https://www.astronomie-selbstbau.de/sel ... lt-tester/ - der Download funktioniert bei mir nicht. Foucault kam übrigens noch mit einer Kerze und einer Messerklinge zurecht.
Zuletzt geändert von hal4822 am Do 26. Okt 2017, 15:11, insgesamt 2-mal geändert.

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Re: "Druckbett Zersplittert"

Beitrag #20 von AtlonXP » Do 26. Okt 2017, 13:31

Danke rf1k_mjh11,
genau das meinte ich.

Ich füge noch hinzu, auf meiner Glasscheibe siehst du auch die Spannungswellen sehr deutlich.
Mein Auge ist geschult und ich kann dir genau sagen, welche Delle du in deinem Auto mit gekauft hast.

Es ist egal wie alt die Care ist. :-)
Es sollte natürlich die richtige Automarke sein.

LG AtlonXP


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