Stromspannung von dem Lüfter

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Stromspannung von dem Lüfter

Beitrag #1 von CAM » Mi 20. Nov 2019, 10:59

Hallo Leute,

da der Lüfter vom RF1000 zu klein ist, habe ich zwei großeren Lüfter in paralel installiert. Einer mit 0.14A und der anderen mit 0.45A (Beide 12V).
Der Drucker hat während ein paar Monate funktioniert und die Qualität von meine PLA Teilen waren viel besser als früher.
Eines Tages waren die Lüfter kaputt.
Ich habe denn einen neuen installiert und als ich es angemacht habe, kamm sofort einen Rauch aus dem Lüfter.
Die Stromspannung habe ich mit einem Multimeter gemessen und es war 24V. Ich glaube es sollte 12V sein, oder?
Ich habe denn den Firmware neu installiert aber die Spannung war immer noch 24V.
Ich weiss nicht genau was ich machen sollte, kann man das reparieren?
Wenn jemand eine Idee hat, würde ich mich freuen.

Danke wenn du bis hier gelesen hast und sorry wegen mein Deutsch, hoffe dass ihr es verstanden habt :oops:
LG, Cesar

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Re: Stromspannung von dem Lüfter

Beitrag #2 von AtlonXP » Mi 20. Nov 2019, 13:05

Hallo CAM,
den 12 V Ausgang hast du durch Überlastung zerschossen!
Die 12V werden durch eine ¾ Watt Zehner Diode bereitgestellt.
Wenn du Pech hast, ist dein MOSFET auch gestorben.
Diese gilt es zuvor noch zu klären.

Lese das hier:
viewtopic.php?p=25943#p25943

LG AtlonXP

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Re: Stromspannung von dem Lüfter

Beitrag #3 von georg-AW » Mi 20. Nov 2019, 13:07

Hi Cesar
Das war keine gute Idee. Der Lüfterausgang X24 ist für einen maximalen Strom von ca. 80mA ausgelegt. Und das für Verbraucher d.h. Lüfter für 12V Betriebsspannung. Du hast mit deiner Aktion die Zenerdiode D2 geschrottet. Sie hat eine Zenerspannung von 12V und eine Leistung von max. 1W.
Es ist eine SMD Diode. Evl. hat du zusätzlich noch den Begrenzungswiderstand ( R97 ) 1 Ohm verheizt. Er dient der Begrenzung des max. Ladestromes > Elko 220mF (C102)

Man kann nun Original- Komponenten auf der Platine ersetzen sofern man über die Fähigkeiten dazu verfügt.

Man könnte aber auch zb. eine Ersatzschaltung mit diskreten Elementen ( Zenerdiode mit höherer Leistung, Ersatzwiderstand 1 Ohm, und Elko 220mF extern aufbauen und an Ausgang X20 hängen. Das wäre die einfachste Lösung.
Dann kannst du deine überdimensionierten Lüfter betreiben.

ciao Georg

PS der Mosfet ist vermutlich noch i.O. Der stirbt nicht so schnell, er hat viel Reserve. Ich denke, dass der Begrenzungswiderstand bei den neueren Platinen weggelassen wurde.

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Re: Stromspannung von dem Lüfter

Beitrag #4 von CAM » Mi 20. Nov 2019, 15:47

Danke für eure schnelle Antworten.

Ich glaube ich habe die Fähigkeiten nicht, um diese Komponenten zu ersetzen. Vielleicht werde ich denn in Zukunft eine neue Platine brauchen.
Der Drucker funktioniert noch und ich habe neue Lüfter und ein 12V Netzteil bestellt.
Ein bisschen ärgerlich ist nur, dass ich selber die Lüfter an- und ausschalten muss, aber ich kann damit leben.
Danke nochmals.

Grüß,
Cesar

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Re: Stromspannung von dem Lüfter

Beitrag #5 von AtlonXP » Do 21. Nov 2019, 00:46

Hallo CAM,
ein neues Board kostet mindestens 240 €.
Schau doch bitte einmal nach, ob du am X20 Port noch 24V ein- und ausschalten kannst.

Bild

Du musst jedoch deinen Lüfterausgang von 0 auf 100% schalten, sonst misst du nur Mißt, da es ein PWM Signal ist.
Wenn da noch was da ist und auch schalten lässt, empfehle ich dort mit einem 24V Lüfter weiterzumachen.

georg-AW hat geschrieben:Es ist eine SMD Diode. Evl. hat du zusätzlich noch den Begrenzungswiderstand ( R97 ) 1 Ohm verheizt. Er dient der Begrenzung des max. Ladestromes > Elko 220mF (C102)


Hallo Georg,
sorry wenn ich dich jetzt verbessere.
Ich halte viel von deiner Meinung.

Der Widerstand ( R97 ) 1 Ohm ist mit Sicherheit verheizt, falls dieser auf seinem Bord vorhanden ist.
Nach meiner Recherche ist der Widerstand auf älteren Platinen nicht vorhanden.

Der Widerstand dient als Sicherung, da bin ich mir sicher.
Ein Ohm ist nichts, und als Begrenzung des max. Ladestromes,
sollte er ein paar Ohm mehr haben und etwas anders in der Schaltung verbaut sein.

Es ist ein Dünn Film Widerstand.
Bei mir ging die Ohm Zahl von 1 Ohm auf 15 K Ohm hoch durch Überlast.
Leider weiß ich bis heute nicht, die Leistung des Widerstands. (¼ Watt ?)
Ich finde, das ist ein hervorragender Trick, für eine flinke Sicherung!

Kannst du da weiter helfen?

Das intelligenteste an dieser Lüfter Steuerung ist dieser Widerstand.
Der Rest ist einfach nur Pfusch. :dash:


LG AtlonXP

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Re: Stromspannung von dem Lüfter

Beitrag #6 von georg-AW » Do 21. Nov 2019, 15:17

@Atlon

Hi
Ich glaube, dir helfen zu können. Ich habe seit 2015 eine neue Hauptplatine als Reserve an Lager. Sie hat den Begrenzungswiderstand R97 ( 1 Ohm )
drauf. Auf einem früheren Foto im Forum fehlt er. Ob er im 2016-2019 noch drauf ist, weiss ich nicht.

Als schnelle Sicherung , so wie du schreibst, taugt er nicht. Was soll er absichern ? Kurzschluss am Originallüfter ? Bei welchem Betriebszustand sollte der als Sicherung dienen? Ein Widerstand brennt relativ langsam ab. Halbleiter können auf diese Art u. Weise nicht geschützt werden.
Das ist hier auch nicht notwendig. Der MOSFET hält kurzzeitig locker 20 A oder mehr aus. Da wird lange vorher eine Cu Bahn auf der Platine abbrennen oder die Überlastsicherung des Netzteils ansprechen.

Die Schaltung, so wie sie ist, ist definitiv ein Gebastel. Die Drehzahlsteuerung des Lüfters funktioniert nur bei bestimmten Bedingungen, so eigentlich nur ab ca. 30%, vorher wird am Lüfter die Anlaufspannung ( von SUNON geforderte 4V ) gar nicht erreicht. Läuft der Lüfter einmal, kann man auch bis < 5% runterregeln. Das gilt allerdings nur wenn die PWM Frequenz relativ tief ist. Wenn man diese in der Software erhöht, müsste man auch den Wert des Kondensators C 102 ( 220uF ) anpassen > verkleinern. Wenn der C102 zu gross ist, kann man den Lüfter nicht mehr regeln, lediglich 0% oder 100% geht dann noch.

Der Widerstand R 97 hatte nur den Zweck den Ladestrom zum C102 beim Einschalten der PWM zu begrenzen. Jedes Mal wenn der MOSFET gegen Masse schaltet ( im Takt der PWM ) fliesst der Ladestrom. Entladen wird über den Lüfter. Da der MOSFET selbst nur ein R DS von wenigen Milliohm hat, bestimmt der Innenwiderstand der Zenerdiode, des Elko's und eben der Begrenzungswiderstand den maximalen Rush in Strom.
Vor allem günstige Elkos können bei grossen Umladeströmen ( engl. Rippleströmen ) schnell den Geist aufgeben. Dasselbe gilt auch für die Zenerdiode.

Sofern bei Cesar der Elko noch intakt ist, kann mit einer externen Zenerdiode das Problem gelöst werden. Mehr ist nicht notwendig.

ciao Georg
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Re: Stromspannung von dem Lüfter

Beitrag #7 von AtlonXP » Fr 22. Nov 2019, 00:25

Danke Georg für deine ausführliche Antwort.

Um den Kondensator zu schonen, leuchtet mir ein.
Der Widerstand wird bei Belastung zuerst warm und dann aber hochohmig.
Darum auch meine Frage: Wie viel Watt denn?

Er verhält sich anders, wie die normalen Kohle oder Metallfilm Wiederstande die ich kenne.
Interessant wäre zu wissen, ob dieser Widerstand in CAM´s Schaltung vorhanden ist.
Wenn ja, dann war dieser doch nicht schnell genug, um die Z- Diode zu schützen.
Bei mir war der Widerstand schnell genug, bei 15K Ohm.

Bei einer Reparatur würde ich es genauso wieder machen, wie in meinem anderen Beitrag beschrieben.
Dann kann man auch getrost einen stärkeren 12V Lüfter dran hängen, ohne das was abraucht.

Hier noch meine Kritik zu dieser Bastelschaltung.
Wenn ich eine Spannung reduziere mit Hilfe einer Z Diode, dann wäre nachfolgend ein fetter Leistungstransistor angekoppelt.

Und noch ein Hinweis:
In unserer Community haben wir einen Kickstart, der das Laden des Kondensators und auch das Beschleunigen des Lüfters zu ermöglichen.
Es gibt hier ein eigenes Menü Fenster dafür!

Natürlich ist das auch nur eine Krücke, aber mir reicht diese aus,
um die 3% Lüfter Spannung noch ordentlich zu steuern.

Des Weiteren, gibt es nun auch eine weitere Betriebsart, als nur PWM. (Von mir ungetestet)
In der originalen Firmware 1.44 von C… muss sich dort auch was getan haben.
Ich glaube, Nibbels hatte dort abgeschaut. ;-)

LG AtlonXP


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