RF1000 Umbau

Hier könnt Ihr Erweiterungen oder Verbesserungen des RF1000 vorstellen oder diskutieren. Verbesserungspotential ist ja vorhanden. Modifikationen und Zubehör können hier ebenfalls diskutiert werden.
zero K
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Re: RF1000 Umbau

Beitrag #71 von zero K » Mo 8. Apr 2019, 11:05

anwofis hat geschrieben:...
Was muss ich denn da in Cura 4 einstellen, dass er erst aus dem Druck herausfährt (vllt. zum Nullpunkt) und da dann den Extruder wechselt?


Aktiviere unter Dual Extrusion den Prime Tower und wenn Du magst auch den Ooze Shield.

Gruß zero K

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Nibbels
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Re: RF1000 Umbau

Beitrag #72 von Nibbels » Mo 8. Apr 2019, 20:41

"3.5ohms"
Klingt mal gut :)
Wie unser original Stepper. Ich hatte etwas größere die nur 0.7A konnten und dann auch schon ziemlich warm wurden.

LG
RF2000
Firmware Mod 1.43.99.Mod

Bitte 1.42.17 bis 1.42.21 meiden!
SD-Druck mit der Community-FW aktuell meiden.

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Re: RF1000 Umbau

Beitrag #73 von anwofis » Sa 11. Mai 2019, 01:38

Hallo,

ich hatte das Monat über viel zu tun und keine Zeit zum Umbau. Gestern hab' ich die Einhausung beim Conrad bestellt. Sollte spätestens in 2 Wochen eintreffen.
Die Pankcake Stepper sind auch schon da - ich muss aber erst die Halteplatten für Hotends und Bondtechs neu flexen (lassen), weil ich mich da etwas vermessen habe.
Auch ist jetzt ein RPi 3 A+ inkl. Pi-Camera mit Octoprint am RF1000 am Laufen - ist schön praktisch. :)

Beim Z-Endschalter kommt jetzt doch eine Lichtschranke rein. Ich hab' das Teil rumliegen: https://www.ebay.de/itm/Drehgeber-LM393 ... 2976321645
Ich würde einfach VCC auf 5V , GND auf VSS und DO direkt auf den Z-Pin legen (im Schaltplan X13 - Pin 3, oder?)

Die X-Achse bekommt noch einen Faltenbalg, und die Öffnungen über dem Bett werden geschlossen.
Die Bauraumheizung habe ich wieder verworfen, weil ich das "Draft Shield" in Cura entdeckt habe und das ganz gut funktioniert.

Mal so eine Frage am Rande: Welches Material nehmt ihr für Funktionsteile? Ich bin jetzt wieder zu ABS gewechselt. Ich hab' jetzt schon diverse faserverstärkte Materialien getestet (Glasfaser, Carbonfaser) und irgendwie taugt das nicht so. Ist v.a. viel zu teuer. Polyamid z.B. saugt sehr schnell Feuchte und ist dann nicht mehr so toll zu drucken. Und jedes Mal extra im Ofen vortrocknen ist unpraktisch. Vllt. probier ich mal PC-ABS aus. Ich will v.a. haltbare Elektronik-Gehäuse drucken können...

MfG,
anwofis

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Re: RF1000 Umbau

Beitrag #74 von AtlonXP » Sa 11. Mai 2019, 10:43

Hallo anwofis,
die von dir ausgesuchte Lichtschranke scheint elektrisch gut zu passen.
Somit musst du nichts Löten und in der Community FW nur den Überfahrweg erweitern.

Die 5V TTL Logik Spannung steht an deinem alten Z Endschalter an.
Nur diese darf kurzgeschlossen werden gegen GND!
Die 5 V Versorgungsspannung schließt du hingegen nur einmal kurz.
Hier bitte aufpassen.

Leider musst du dir nun Gedanken machen wie du das Ding montierst.
Meine Halterkonstruktion passt nicht.
Achte darauf, dass deine Fahne der Lichtschranke ungehindert durch die gesamte Lichtschrankengabel laufen kann.
Ein negatives Beispiel, ist die Konstruktion am RF2000.

Zu deiner Materialfrage:
Leider ist es so, dass du für eine bestimmte Anwendung auch das richtige Material aussuchen musst.
Ich empfehle PA 12, da gerade dieses Material sehr unempfindlich gegen Feuchtigkeit ist.
(Schrumpfungsfaktor > 2%).

Die Nachteile von ABS wirst du bestimmt schon kennen gelernt haben. (Schrumpfungsfaktor 1%).
Der Schrumpfungsfaktor ist für mich der Indikator, wie stark sich das Warping auswirkt.

Wenn man PETG so verdruckt wie in unserem Forum beschrieben, ist das ein sehr feiner Werkstoff.

PC fuchst mich auch, aber ich bin mir nicht sicher, ob mein V2.b Hot End es verarbeiten kann, wegen der hohen Schmelztemperatur.

LG AtlonXP

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Re: RF1000 Umbau

Beitrag #75 von Mendelson » Sa 11. Mai 2019, 14:20

Hallo anwofis,

zum PC-ABS, ich habe jetzt einige Gehäuse mit dem gedruckt:

ICE FILAMENTS ICEFIL3PCABS203 PC ABS Filament für 3D-Drucker, 2,85 mm, 0,50 kg, Brave Black

Ist teuer aber auch gut. Excellente Haftung auf Glasunterlage mit Sekundenkleber beschichtet (Beim Beschichten Augenbrille+Atemschutz tragen, gut lüften und Raum 10 min verlassen. Platte zum Lösen des Drucks in 50 Grad heißes Wasser legen). Schöner, seidenmatter Glanz, lässt sich gut schleifen, ich öle geschliffene Stellen mit Mineralöl, es ergibt einen schönen Mattglanz-Effekt.

Ich nehm es auch als erste Schicht für eine ganz andere Art von Filament. Siehe http://www.igus.de/tribofilament.
Iglidur l150 ist sehr hart, stinkt nicht, warpt nicht, fräsbar, schleifbar. Haftet aber nicht auf Glas, aber der große Nachteil ist stringing und oozing. So lässt es sich nur ohne Retract und der do not cross Perimeter-Einstellung drucken. Da kommt der Drucker so richtig in Fahrt!

Habe eine große Halbkugel mit Frontplatte 210 mm Durchmessser, liegend, mit Grundfläche und 3mm Wandstärke gedruckt. Kein Warping, keine Risse oder Sprünge. Das Modell ist absolut schlag- und verzugsfest. Der Druck lief 18 Stunden über Nacht, sowas hätte ich mit ABS nicht unbeaufsichtigt drucken können.

Soviel zu dem was ich in den letzten Wochen so gemacht habe. :evil:

Ach ja im neuen MAKE-Magazin 2/19 stehen auch interessante Infos zum Theme Filamente drin.

Mendelson

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Re: RF1000 Umbau

Beitrag #76 von AtlonXP » Sa 11. Mai 2019, 15:22

@Mendelson,
druckst du das PC ABS mit dem V2.b?

Welche Schmelztemperatur fährst du bei diesem Material?

LG AtlonXP

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Re: RF1000 Umbau

Beitrag #77 von Mendelson » Sa 11. Mai 2019, 16:56

Hi AtlonXP,

ich druck's mit 250 Grad mit dem V2, das unmodifizierte mit 05er Düse.

Das PC ABS ist auch sehr schlagfest und robust, einziges Problem ist die Haftung.

Klebt's mal am Glas kann ich mit der Betttemperatur ab der 2. Schicht von 110 auf 60 Grad gehen.

LG Mendelson

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Re: RF1000 Umbau

Beitrag #78 von AtlonXP » Sa 11. Mai 2019, 18:13

Danke Mendelson,
solltest du Probleme mit der Haftung auf Glas haben, dann probiere es mit einer ABS Aceton Soße.
Die Mischung sollte mindestens 10 Gewichtsanteile ABS zu knapp 90 Gewichtsanteile Aceton betragen.
Das hat sich bei mir bewährt.

Eine weitere Lösung wäre auf eine FR4 Druckplatte zu drucken.
Damit mache ich gerade rum, um ABS zu drucken.

LG AtlonXP

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Re: RF1000 Umbau

Beitrag #79 von Mendelson » Sa 11. Mai 2019, 19:04

@AtlonXP

Ich überlege gerade, mir eine Druckplatte zuzulegen.
Ich steige jetzt auf das Iglidur l150 um, das ist vom der Konsistenz dem PLA ähnlich, wird aber mit den Einstellungen für ABS (250 Grad) gedruckt.
Das Druckergebnis ist aber keinesfalls mit PLA zu vergleichen, es ist wie ein Guss, also optimales Layer Bonding.
Ist optimal hart für Teile mit Abrieb, Abnutzung wie Zahnräder, Motorteile u.s.w.

Und das kann man auch ohne Heizbett drucken. Es braucht nur eine gute Druckplatte, werde mir vielleicht die BuildTak zulegen.

Ach hatte ich vergessen zu sagen, das PC ABS ist keineswegs Polycarbonat. Es hat nur einen gewissen Anteil PC. Wie viel, verrät der Hersteller nicht. Im Grunde genommen ist es nur ein sehr reißfestes ABS. Der Knackpunkt ist, dass ABS sich nicht genügend verflüssigt, damit die Schichten vollständig miteinander verschmelzen. Deswegen kann man die Drucke spalten, also zwischen den Schichten wieder auseinanderreißen. Ich meine hier - mit großer Gewalt. :schrei:

Wenn ich z.B. auf die Idee komme, mit einer 3 Zoll Lochsäge ein Loch in einem gedruckten Körper auszusägen, dann muss ich mir ganz sicher sein, dass die Lochsäge mir das Ganze nicht auseinanderreißt, weil sie hängenbleibt und mir den ganzen Druck zerstört. Ist auch nicht passiert, denn probiert habe ich es gar nicht erst. Ich habe es mit o.g. Material gedruckt. Die Lochsäge ging durch wie Butter. Kein Anschmelzen und Verkleben wie bei ABS.

Warum habe ich das nicht gleich eingezeichnet? In letzter Zeit habe ich viele Fragen nicht zeichnerisch lösen können. Ich habe dann noch nachgefräst, gebohrt und gefeilt bis es passte. Auch schleife ich meine Drucke jetzt glatt, was bei ABS mitunter recht mühsam ist.

Ich werde es in Zukunft also mit etwas anderem als ABS versuchen, die geriffelten Oberflächen und das schnelle Abkühlen und Verziehen - selbst bei schon abgekühlten und von der Druckplatte entfernten Modellen - das nervt schon langsam. Da ich jetzt eine Alternative zu PLA gefunden habe werde ich wohl umsteigen.

Die Acetonsuppe hab ich schon probiert, hab mich allerdings schon so auf den Sekundenkleber eingeschworen, die Macht der Gewohnheit eben.


LG
Mendelson

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Re: RF1000 Umbau

Beitrag #80 von AtlonXP » Sa 11. Mai 2019, 20:42

Mendelson hat geschrieben:
Die Acetonsuppe hab ich schon probiert, hab mich allerdings schon so auf den Sekundenkleber eingeschworen, die Macht der Gewohnheit eben.



Ja die Macht der Gewohnheit.
Im gesetzteren Alter wird man unflexibel.
Ich kenne das an mir selbst. ;-)

Als gelernter Kunststoff Fritze möchte ich schon gerne wissen was durch meine Spritze geht. :coolbubble:
Mein Bestreben ist, auch günstigere Kunststoffe gut zu verarbeiten.

Das Iglidur l150 muss gut sein bei dem Preis.
Weißt du was das für ein Material ist?
Mir bekannte Lagerkunststoffe sind PA und POM.
POM hatte ich wissentlich noch nie in der Hand.

So im Allgemeinen, ABS kann schon mühselig sein.
Man muss wissen für was man es einsetzt und wie man es Drucken muss.
Ich habe unterm Tisch noch einige 2,1 Kg Rollen ABS stehen, da habe ich noch viel Zeit zum Üben. :woohoo:
Ich hoffe, dass ich es vollends in den Griff bekomme.
Hin und wieder gibt es auch mal eine Aceton Veredelung.
Schon mal gemacht?

LG AtlonXP


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