Frage zur Linearführung

Hier gehts um die Linearführungen und alternativen des RF1000. Hier kann auch die Stabilität des Druckers diskutiert werden.
redfox
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Frage zur Linearführung

Beitrag #1 von redfox » So 17. Mär 2019, 12:56

Hallo,

habe seit ein paar Wochen einen RF1000 gebraucht gekauft.

Nun würde ich gern auf der X und Y-Achse je eine weitere Linearführung anbauen, habe aber festgestellt, das es diese für den RF1000 nicht mehr zu erwerben gibt.

Daher meine Frage, ob die für die RF2000v2 auch im RF1000 passen? Hat da evtl. jemand Erfahrung mit?

MfG
Torsten

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Digibike
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Re: Frage zur Linearführung

Beitrag #2 von Digibike » So 17. Mär 2019, 13:10

Die Teile sind, soweit ich weiß, genormt. Der RF2000 kann etwas tiefer in Y verfahren, wäre also nicht meine
erste Wahl diesbezüglich...
Allerdings solltest du 2 identische auf die jeweilige Achse bauen (also eine ausbauen und dort nachrüsten und
die andere Achse die neuen.
Ich weiß allerdings nicht wozu du das machen möchtest... Zum einen erhöhst du das Risiko der Gegenseitigen
Verspannung, zum anderen erhöhst du die Reibung und letztlich obendrein noch die Masse... Was bezweckst du
damit? Bei Y mag es noch Sinn machen, weil dadurch der Scan genauer wird (das kippeln des Bettes reduziert
sich) - allerdings ist der Wiederstand für Düse/Extruder und Heizbett auch größer bei Kontakt - da kippelt nichts
weg bei Druck...

Gruß, Christian
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zero K
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Re: Frage zur Linearführung

Beitrag #3 von zero K » So 17. Mär 2019, 14:40

redfox hat geschrieben:...
Daher meine Frage, ob die für die RF2000v2 auch im RF1000 passen? Hat da evtl. jemand Erfahrung mit?
...


Guten Tag Thorsten

Direkte Antwort auf die Frage: da hilft nur die Länge messen.
Das Profilmaß ist in beiden Druckern 15 mm.

Wenn ich es recht erinnere, wurden beim RF 1000 Schienen von HiWin verbaut, beim RF 2000v2 gelangen Schienen von CPC zum Einsatz.
Sollten die Ersatzteile von Conrad nicht passen, kannst Du die Profilschienen und Wagen problemlos bei den meisten Zulieferern für CNC-Maschinen beziehen, Zuschnitt und Lage der Bohrung nach Wunsch. Aber - auch wenn es sich bei den Profilschienenführungen um weitestgehend standardisierte Teile des Maschinenbaus handelt, sollten für eine Achse die Teile paarweise von einem Hersteller kommen.
Bei Interesse findest Du auf der Homepage von CPC-Europe auch alle relevanten Daten und Konstruktionsmerkmale zu Profilschienenführungen, Orientierung des Kugelumlaufs, Toleranzen, Vorspannklassen, Bohrungsplan usw.

Im Grunde möchte ich mich Christians Ausführung anschließen - ich sehe besonders die Gefahr der Verspannung wenn nicht beide Schienen parallel laufen.


Gruß zero K

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Re: Frage zur Linearführung

Beitrag #4 von redfox » So 17. Mär 2019, 18:10

Hallo,

danke für die Antworten. Das sich der Hersteller von HiWin vom RF1000 auf CPC vom RF2000v2 verändert hatten, hatte ich aus Bildern für den Aufbau der Systeme ersehen können. Messen würde ich gern, dazu brauche ich aber beide Geräte und da habe ich bei mir leider nur Zugriff auf den RF1000.
Mir würden da natürlich auch technische Zeichnungen mit bemaßung eines RF2000v2 reichen, aber auch darauf habe ich momentan keinen Zugriff.

Beim Mischen der Führungen und möglichen Verspannungen bei einer doppelten Führung stimme ich zu. Hierzu hatte ich mit folgendes gedacht.

Zum Mischen: Beim RF1000 sind die Linearlager in X und Y-Achse jeweils ca. 34.5mm und von HiWin. Die würde ich beide auf die Y-Achse verbauen und dabei nur eine Führung fest und die andere nur zur Druckaufnahme in Z-Richtung, locker befestigen.

Wenn ich jetzt zwei neue CPC Führung des RF2000v2 auf die X-Achse des RF1000 verbauen könnte, hätte ich auf beiden Achsen baugleiche Führungen.
Einzig die Maße oder Type und Model der CPC Führungen des RF2000v2 auf der X-Achse sind mir nicht bekannt.

Ich könnte die natürlich auch einmal bestellen und probiern ob es passt, dachte mir aber vorab einmal zu fragen. Evtl. hat ja jemand einen RF2000v2 und könnte mir die Maße der Linearführung (LxBxH) und Abstand der Bohrungen nennen.

Warum der Umbau: Ich wollte mit die Möglichkeit zum Umbau auf eine Fräse mit doppelter Linearführung offenhalten. Eine Halterung für den Dremel 3000 habe ich bereits.

MfG
Torsten

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Re: Frage zur Linearführung

Beitrag #5 von zero K » So 17. Mär 2019, 19:31

Na denn ...

Nennmaß: 15 mm
Bohrungsabstand: 60 mm (Durchgang mit Senkung, mittenzentriert, gleicher Abstand von den Enden)
Länge für X und Y: 350 mm
Wagentyp: MN Z, Vorspannklasse N(ormal) (leichter Lauf, ohne merkliches Spiel)
Bohrungsplan: 4x M4 auf 26 x 26 mm

An die Höhe der Einbaulage komme ich jetzt nicht ran, schau mal bei CPC in deren Hompage.

Also, wenn Du die zweite Führung nur locker "befestigst" führst Du sie ad absurdum.
Es ist etwas Schrauberei, aber die zweite Profilschiene lässt sich wunderbar nach der Ersten ausrichten, sodass die erhöhte Reibung durch den zusätzlichen Wagen kaum (subjektiv) ins Gewicht fällt.
(Folgendes gelingt allerdings nur bis zur ersten neuen Fettfüllung ...
Hinreichend gut ist es, wenn der Tisch, ungebremst durch den Antrieb, von selbst abwärts fährt, wenn der Drucker von vorn oder hinten um etwa 25 bis 30° geneigt wird - ich weiß, ich bin verspielt :coolbubble:)

Druckerschrauben macht Spaß,
auch Dir viel Spaß beim Umbau.

Gruß zero K

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Re: Frage zur Linearführung

Beitrag #6 von redfox » So 17. Mär 2019, 20:30

Klasse, besten Dank.

Dann werde ich mal mein Glück mit eine Linearführung des RF2000v2 im RF1000 versuchen.
Werde berichten.

MfG
Torsten

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Re: Frage zur Linearführung

Beitrag #7 von Digibike » So 17. Mär 2019, 21:10

Mach dir aber auch Gedanken wegen der "Sauerei" beim Fräsen. Die Späne hast da überall - und Fett und Lager sind da dankbare
Abnehmer - inkl. der Elektronik unten, falls du leitfähiges Material fräst. Allerdings versprech dir nicht Zuviel davon. Du kannst
bestenfalls niedrig legiertes bzw. reines Alu bearbeiten. Alles was mehr ist, wird nichts werden...
Ist letztlich "nur" ein 3D Drucker, der um die Fähigkeit des Fräsens erweitert wurde aber keinesfalls eine richtige Fräse...
Aber unbedingt Notaus nachrüsten, wenn noch nicht passiert! Beim Fräsen ist das noch um einiges wichtiger als beim 3D Drucken!
Wenn der Drucker ins Heizbett fährt geht was kaputt und ist ärgerlich, wenn der Fräser abgeht, kann das übel ins Auge gehen...!

Gruß, Christian
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Re: Frage zur Linearführung

Beitrag #8 von zero K » So 17. Mär 2019, 22:37

Na ja - Conrad hat den Drucker auch nicht direkt als Fräse im Sinne eines (groß)volumigen spanenden Abtrags sondern eher als CNC-Führungsmaschine für Handstück zum Gravieren oder Platinenbohren platziert, bei dessen Anwendung allenfalls (das ist schon hinreichend schlimm) grobe bis feine Stäube aber keine groben Späne anfallen.

Viel wichtiger bei diesem Vorhaben scheint mir ein Schutz gegen umherfliegende Teile wenn es mal zu einer Fahrt im Eilgang durch das Werkstück kommt.
So etwas passiert natürlich nicht, aber die Fantasie kennt keine Grenzen.

Gruß zero K

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Re: Frage zur Linearführung

Beitrag #9 von redfox » So 17. Mär 2019, 23:55

Der "Sauerei" beim Fräsen stimme ich zu. Bei Flüssigkeit oder beim Abtragen von Metall ist sicherlich vorab sicherzustellen, dass der Drucker und /oder anwesende Personen, keinen Schaden nehmen. Bei der offenen Bauweise des RF1000 ist das nicht ganz unkritisch. Zur Zeit aber noch eine nachgelagerte Fragestellung.

Momentan versuche ich erst einmal einen möglichen Ersatz für die im RF1000 verbauten Linearführung zu finden.

MfG
Torsten

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Re: Frage zur Linearführung

Beitrag #10 von zero K » Mo 18. Mär 2019, 08:59

Für die Suche ... :)
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